Miss Undercover

Komödie, USA 2000, 110 Minuten, ab 12
Originaltitel: Miss Congeniality; Deutschlandstart: 29.03.2001 (Warner Bros.); Regie: Donald Petrie; Produktion: Sandra Bullock; Drehbuch: Marc Lwrence, Caryn Lucas; Musik: Edward Shearmur; Kamera: László Kovács; Ausstattung: Peter Larkin; Schnitt: Billy Weber; Kostüme: Susi De Santo

mit Sandra Bullock (Gracie Hart), Michael Caine (Victor Melling), Benjamin Bratt (Eric Matthews), Candice Bergen (Kathy Morningside), William Shatner (Stan Fields), Ernie Hudson (McDonald), John Diresta (Clonsky), Heather Burns (Miss Rhode Island), Melissa De Sousa (Miss New York), Steve Monroe (Frank)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Warner us)


Was ich mir wünsche? Härtere Bestrafung für Häftlinge, die gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen... und den Weltfrieden. - Gracie Hart

Plot: Gracie Hart (Sandra Bullock), schon seit Kindesbeinen eher für ihren rechten Haken als ihre charmant weibliche Art bekannt, ist FBI Agentin und in der Ausübung ihres Traumberufes nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Gleiches gilt für ihr Privatleben, das sie in erster Linie an ihrem Sandsack verbringt. Die größte Herausforderung für sie ist der Fall "Citizen": Ein Psychopath, der durch scheinbar unsinnige Drohbriefe auf seine kurz bevorstehenden blutigen Verbrechen hinweist. Doch eine Mitarbeit an diesem Fall verpatzt sie sich, als sie bei einem Einsatz gegen die Vorschriften verstößt und ihre Kollegen in Gefahr bringt.
Doch der nächste Anschlag des Citizen lässt sich eindeutig identifizieren. Die Wahl zur Miss United States! Und nur durch eine Undercover-Agentin lässt sich die Sicherheit der Kandidatinnen gewährleisten. Wer sonst als die ungekämmte, ungehobelte und beim Lachen grunzende Gracie Hart käme dazu in Frage? "Jede!", sagt selbst Gracie, doch alle anderen sind entweder in Mutterschaftsurlaub oder zu alt oder zu... na ja. So nimmt das Unglück seinen Lauf, und der vom FBI engagierte "Miss USA-Macher" Viktor Melling (Sir Michael Caine) macht aus Aschenputtel in zwei Nächten und mit etwas Feinarbeit eine (fast) perfekte Cinderella, die sich vor der Konkurrenz der "prallen Bikini-Tussis", die auf der Showbühne vom Weltfrieden träumen, nicht verstecken braucht. Und so kommt es nach einigen Wendungen, Einsichten, Verstrickungen und neuen Freundschaften auch zum Happy-End, wenn auch Gracie nicht Miss USA wird.

Kritik: Ein großer Spaß. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sandra Bullock spielt ihre Rolle gewohnt überzeugend und durchaus mit einem selbstkritischen Augenzwinkern. Als sie mit gefüllten Körbchen Größe 85 D herumstolziert, kann man nur lachen und sich mit ihr ärgern, als ihr die untergestopften Donuts wieder abgenommen werden. Bullock ist gleichermaßen glaubhaft als FBI Agentin, wie als Miss New Jersey, im einen Fall versteckter Charme, im anderen versteckte Ecken und Kanten. Auch wenn viele Leute Sandra Bullock nicht mögen, schauspielern kann sie doch.
Ihr männlicher Gegenpart war hingegen wohl nur ein Lückenfüller. Benjamin Bratt (Eric Matthews) ist eine mir unbekannte Größe und durch diesen Auftritt wird er mir sicher nicht im Gedächtnis bleiben. Eher schon Sir Michael Caine, der die Rolle des schwulen Stylisten perfekt mimt. Dieses etwas Altväterliche steht ihm gut, und es bringt etwas Ruhe in die chaotische Welt der Gracie Hart. Ach ja, der dicke alte Mann spielt auch mit. Keine Ahnung wie William Shatner das Casting geschafft hat. Der Schauspieler war genauso unwichtig wie seine Rolle. Rausschneiden!
Der Film lässt sich ein wenig in die Sparte von True Lies oder Undercover Blues einordnen. Er kombiniert hier die Verstrickungen einer Undercover-Komödie mit dem Charme einer Miss-Wahl, der sich einfach nicht bestreiten lässt - und einmal mehr das Vorurteil des geifernden Mannes bestätigt, als Bullock mit Minikamera ausgestattet in die Umkleide geht...

Fazit: Insgesamt ein netter Abend, von dem man nicht zu viel Tiefe erwarten sollte, dann aber viel Spaß hat. 7 von 10 mal Weltfrieden

Markus Hoff-Holtmanns
11.04.2001

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668 Stimmen
Schnitt: 5.2
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Leser-Kommentare:
Caro (10.12.05): Ich find den film einfach nur genial von mir bekam er 9 points!!
Andrew Stewart (07.03.05): William Shatner alias Captain Kirk ist in dem Film gut besetzt. Wer ihn persönlich kennt wird wissen, dass er sich tatsächlich selbst spielt:-) Für mich ist Shatner einer der "besten" Trash-Schauspieler überhaupt.
Ralph (04.08.01): Ein absolut langweiliger und abgrundtief dämlicher film. witzige momente sucht man mit der lupe, der charme-faktor ist gleich null. alles in allem: völlig überflüssig.
Saskia: Der Film war ist einfach genial. Ich habe schon lange nicht mehr einen so guten Film gesehen. Von mir bekommt er jedenfalls 10 Punkte, die meiner Meinung nach noch zu wenige sind.
Steffen: Nette Unterhaltung. Und auch ich bin für 7/10 Weltfrieden. -- BTW: Shatner ist meiner Meinung nach gut mit der Nebenrolle besetzt, in der er sich (eigentlich) selbst spielt. Wäre schade um den Schnitt.
Lars Haller: Harmloser aber dennoch witziger Film. 6 von 10 Bikini - Zonen - enthaarungen.
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