Tiger & Dragon

Melodram, China/Hongkong/Taiwan 2000, 120 Minuten, ab 12
Originaltitel: Wo hu zang long; Deutschlandstart: 11.01.2001 (Arthaus); Regie: Ang Lee; Produktion:Bill Kong, Hsu Li Kong, Ang Lee (Edko Films, Zoom Hunt Produktion, China Film); Drehbuch: James Schamus, Wang Hui Ling, Tsai Kuo Jung nach dem Roman "Crouching Tiger, Hidden Dragon" von Wang Du Lu; Musik: Tan Dun; Kamera: Peter Pau; Ausstattung: Tim Yip; Schnitt: Tim Squyres; Kostüme: Tim Yip; Kampf-Choreografie: Yuen Wo-Ping

mit Chow Yun Fat (Li Mu Bai), Michelle Yeoh (Yu Shu Lien), Zhang Ziyi (Jen Yu), Chang Chen (Lo), Cheng Pei Pei (Jade Fox), Lung Sihung (Sir Te), Li Fa Zeng (Gouverneur Yu), Gao Yian (Bo), Hai Yan (Madame Yu), Wang Deming (Tsai), Li Li (Tante Wu)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Arthaus de)


Im Gegensatz zu Paderborn wird in anderen Städten die Sneak Preview nicht als Resteverwertung gesehen, sondern es werden Film gezeigt, die wirklich interessant sind. So dass man sich nicht spöttische Bemerkungen anhören muss wie: "Warum gehst du eigentlich bei dem Dreck sneaken?"

Plot: Dieser Film hat ein wirklich erstaunliche Potential an Schauspielern aufzuweisen. Als erstes wäre da Yun-Fat Chow (Anna und der König, Replacement Killers) in der Rolle des Li Mu Bai, ein Kämpfer, der durch die Landen Chinas zieht und kämpft, wo es sich anbietet. Eines Tages, möchte er etwas kürzer treten und möchte sich von seinem grünen Schwert trennen. Er gibt es Yu Shu Lien, die von Michelle Yeoh (Tomorrow Never Dies, Police Story 1-4) gespielt wird. Sie macht sich mit dem Schwert auf den Weg nach Shanghai. In dem Haus des Botschafters passieren jedoch auf einmal merkwürdige Dinge, das Schwert wird eines Nachts von einem sehr erfahrenem Kämpfer geklaut, Attentäter sollen sich angeblich in Shanghai aufhalten und auf einmal taucht auch Li Mu Bai auf und sieht nach dem Rechten... Und dann taucht das Schwert auf einmal wieder auf...

Kritik: Das ist großes Kino. Hier stimmt einfach alles. Großartige Landschaftsbilder von China und eine Story, wie sie im Buch steht. Alle große Gefühle sind hier vertreten, Rache, Liebe, Eifersucht und das alles wird zu ungefähr 120 Minuten filmerischem Meisterwerk verknüpft. Als erstes wären da die Kampfszenen, die es ganz locker mit Matrix aufnehmen können. Im guter alter Eastern Manier fliegen und springen die Leute hier meterweit/-hoch und es sieht auch noch gut aus. Die Kampfszenen, die hier repräsentiert werden sind einfach genial anzusehen. Selten wurden Martial-Arts Szenen so gut, actionreich und liebevoll in Szene gesetzt. Egal, ob es sich um den klassischen Zweikampf handelt, oder es um einen Gangbang (man möge dem Rezensenten das Ausleihen dieses Ausdrucks aus einem anderem Teil der Filmbrache verzeihen) geht, wo alle sich auf eine stürzen. Immer wieder ist man erstaunt, wie gut und einfallsreich Hongkong-Kino sein kann. Die Nebenplots sind interessant anzuschauen und voller Entwicklung, alle Charaktere und ihre Hintergründe werden erklärt, auch wenn das manchmal zu etwas Langatmigkeit führen kann. Insgesamt ein toller Film, den man uneingeschränkt empfehlen kann.

Fazit: Genial für jeden, ein Muß für den Easternfan. 9 von 10 verschwunden grünen Schwertern

Erik Wasser
12.01.2001

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Schlechtester Film aller Zeiten12%
Mieserabel8%
Schwach9%
Hatte leichte Schwächen7%
Naja geht so9%
War okay9%
Gut9%
Sehr gut8%
Absolut hervorragend10%
Bester Film aller Zeiten13%

1133 Stimmen
Schnitt: 5.5
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
adiamo (25.05.05): ich finde diesen film genial weil ich selbst im kung fu bin und deshalb sehr viele kampfztenen der wirklichkeit entsprechen nur sehr wenige sachen beim kampf sind übertrieben aber so muss ein film nunmal sein ich find ihn genial
maika (30.11.03): Es war der erste Film aus dem genre den ich gesehen habe.Das ich mir danach noch weitere Filme der Art ansah sagt dann wohl sehr viles aus . Ich fand den Film echt gut besonders die Story hat mir gefallen .Die Bilder waren in Hero besser und die Musik eigentlich auch. Dann hätte ich noch ne Bitte . Vor einiger Zeit lief im Fernsehen ein sehr guter chinesischer Film (kein marterial Art sondern ein Drama) dessen Titel mir absolut nicht mehr einfällt ... Es ging um eine junge Studentin die zur Viertfrau eines Reichen Mannes wird ,einfach aus Geldnot heraus.Im Intrigenspiel der Frauen geht sie durch ihre Unerfahrenheit in so was fast kaputt als dann auch noch die dritte Frau , mit der sie sich zum Ende hin besser verstand,gehängt wird(diese war fremdgegangen und sie in dem Turm die Leiche sieht bricht sie endgültig zusammen.Man sieht am Ende nur noch eine 5. Frau kommen die fragt was die 4. Frau macht als diese aphatisch durch die Häuser läuft und eine Dienerin erklärt ihr sie wäre einfach verückt geworden.Falls jemand diesen Film gesehen hat dan würde ich mich freuen wenn er einfach nur mal kurz den Titel hinschreibt.
Ivan (04.11.01): Mega!!! Viele Leute lachen über diesen Film. Kann ich gut verstehen. Solch ein Film muss nicht mit der Realität verknüpft werden, das würde den Sinn der Geschichte zerstören. Die heutige Welt kann ein bisschen Fantasie sehr gut gebrauchen. Einfach nur abschalten und sich verführen lassen. Die die drüber lachen haben den Film kann nicht verstanden! Dieser Film spielt in eine andere Dimension.
MrTurtle (22.08.01): Gestern gesehen, war erstaunlich viel Handlung für einen Eastern(Obwohl man sich die Liebesgeschichte mit dem Räuber hätte Sparen können), ein wunderschönes Ende, und die Kampfszenen (wenn auch unglaublich unrealistisch) waren hübsch anzuschauen....daher 7 von 10 Jadeschwertern von meiner Person
Martin: Schöner Film, auch wenn es immer noch Typen gibt, die sich im Eastern-Genre nicht auskennen und sich nervenderweise halb totlachen, ohne zu merken, daß das durchaus gewollt ist (nech Cadianer ?!?) - das sind halt Eastern...
Cadianer: Also ich weis nicht ganz gute story, die auch wirklich gut rüber kam aber naja ich verstehe nicht so ganz wie die Academy den film für besten film Nominieren konnte, das ist doch ein witz ich meine der Film war ja teilweise lächerlich ich rede vor allem von den flügen der Darsteller meine güte alle sind si9e geflogen wie bescheuert und der Film hat mich auch nicht gerade gefässelt, ganz anders wie in filmen wie z.B. Gladiator, Apollo 13 oder Forrest Gump.
Yves: Naja, die Kampfszenen muessen ja aenlich wie bei MATRIX sein, da es der gleiche geniale Stunt-Coordinator ist...
Ott: Den Film fand ich schon gut, aber wenn man ernsthaftes Kung Fu praktiziert hat es mit der Realität wenig zu tun. Selten habe ich so gelacht, wie in diesem Film. Allerdings die Sparing und die Waffenkampfformen mit den Speeren fand ich hervorragend.
Daniel: Dieser Film sollte so einige Vertreter des amerikanischen Durchschnitts-Actionmülls beschämt am Boden kriechen lassen. Starke Frauen und ein feiner Witz bei der ganzen Sache
carsten: Der Film ist toll - aber die Kritik klingt ein bischen nach dieser: http://kino.bsonline.ch/movies/crouching_tiger.html und ist kräftig danebengegeangen. Lieber Rezensent, weshalb hast du nicht hier nachgesehen: "Lees Schwertkämpferfilm ist so liebevoll, überbordend und sinnenfroh inszeniert, dass es sich eigentlich nur um die Verwirklichung eines Kindheitstraums handeln kann." (taz) "Ein faszinierender Martial-Arts-Film, der sich zu einem romantischen Abenteuerfilm von zeitloser Schönheit verdichtet und zugleich die Traditionen gegen ein unbekümmert modernes Lebensgefühl abwägt. Ein Film von ungeheurer Leichtigkeit, der, wie alle großen Märchen, auch vom Verantwortungsbewusstsein des Menschen handelt." (fildienst.de)
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