Tomb Raider

Abenteuer/Action, USA 2001, 105 Minuten, ab 12
Originaltitel: Tomb Raider; Deutschlandstart: 28.06.2001 (Concorde Film); Regie: Simon West; Produktion: Lawrence Gordon, Mark Gordon, Lloyd Levin, Gary Levinsohn, Colin Wilson; Drehbuch: Patrick Massett, John Zinman; Musik: Michael Kamen; Kamera: Peter Menzies; Ausstattung: Kirk Petrucelli; Schnitt: Glen Scantlebury; Kostüme: Lindy Hemming

mit Angelina Jolie (Lara Croft), Iain Glen (Manfred Powell), Daniel Craig (Alex Marrs), Leslie Phillips (Wilson), Noah Taylor (Bryce), Julian Rhind Tutt (Pimms), Mark Collie (Larson), Rachel Appleton (die junge Lara Croft), Chris Barrie (Hilary, der Butler), Jon Voight (Lord Croft)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Concorde Film de)
Trailer (Windows Media)


Führe das Auge in die Umarmung des Steins, dann wird sich das Himmelsrad drehn. Und befreie das Licht aus seinem wässrigen Grab um das Geschenk des Himmels zu empfangen. Denn du bist verdammt in die Tiefen der Hölle... Verstehe! Mit anderen Worten: Fass irgendwas an, und du bist so gut wie hinüber. - Lara beim Entziffern von Inschriften.

Plot: Ein besonderes astronomisches Ereignis steht unmittelbar bevor: Alle Planeten unseres Sonnensystems stehen in einer Reihe. In dieser Zeit ist es möglich ein 5000 Jahre altes Artefakt, ein magisches Dreieck aus dem Metall eines Meteoriten geschmiedet, zu aktivieren. Dies soll dem Besitzer Macht über Raum und Zeit geben.
Um den Missbrauch dieses Artefaktes zu verhindern wurde das Dreieck damals in zwei Teile geteilt und diese getrennt versteckt. Der Schlüssel zu den verstecken Teilen ist eine Uhr, die sich im Besitz der Grabjägerin und Altertumsforscherin Lady Lara Croft (Angelina Jolie) befindet. Lara erfährt durch einen Brief ihres toten Vaters (Jon Voight), wo sich die Teile des Dreiecks befinden. Sie soll die Teile finden und endgültig zerstören.
Die Zeit ist allerdings sehr knapp bemessen. Auch der Geheimbund der Illuminati versucht die Teile in seinen Besitz zu bringen. Der Geheimbund entwendet die Uhr und Lara muss von nun an gegen zwei Gegner ankämpfen: die Zeit und den Bund. Ihr direkter Gegenspieler bei den "Erleuchteten" ist Manfred Powell (Iain Glen). Lara macht sich also auf nach Kambodscha, wo das erste Stück versteckt ist...

Kritik: Tomb Raider ist ein Actionfilm, der dem Inhalt der gleichnamigen Computerspiele sehr gut nachempfunden ist. Die wichtigen Elemente wie Laras Vorgeschichte, das Anwesen der Crofts ihre Aufmachung usw. sind vorhanden und optisch und stilistisch gut umgesetzt.
Der Charakter der Lara Croft wird von Angelina gut getroffen. Sie ist IMO im Moment die einzig wahre Besetzung für diese Rolle. Man merkt deutlich, dass sie sehr viel Arbeit in ihren Part investiert hat. Allerdings sind die anderen Schauspieler nicht so gut gecastet, sie wirken demotiviert und gelangweilt. Iain Glenz z.B. wirkt fad und lustlos und ist nicht böse genug. Ihr Butler, der versucht aus Lara eine echte Lady zu machen, ist nicht "britisch" genug. Die Charaktere haben mit Ausnahme von Lara und ihrem Vater nicht genug Hintergrund und werden nur oberflächlich in den Film eingefügt.
Die Action ist gut und mit vielen Effekten in Szene gesetzt. Angelina zeigt einige tolle Akrobatikeinlagen, die dem Spiel sehr gut entnommen worden sind. Einige mögen behaupten, dass Indiana Jones ein Dreck wäre gegen Lara. Ich wage das zu bezweifeln. Indiana Jones ist ein Charakter mit Stil und Coolness, an die Angelina trotz allem nicht herankommt.

Fazit: Netter Versuch, aber nichts Besonderes. 7 von 10 (inkl. 1 Bonuspunkt für die gute Anlehnung an das Computerspiel) umgedrehte Dolchen

Lars Haller + Michael Kröger
02.07.2001

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Mieserabel4%
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Hatte leichte Schwächen6%
Naja geht so9%
War okay12%
Gut4%
Sehr gut7%
Absolut hervorragend7%
Bester Film aller Zeiten12%

65 Stimmen
Schnitt: 4.9
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Debby (25.01.05): Dieser Film ist wie die luft zum atmen, Angelina Jolie ist einfach perfeckt. Alle ihre Filme sind Super, einfach genial. Sie ist unantastbar!!! mein leit spruch von ihr; was einen nicht umbringt macht einen Stark CU Debby
Andi (10.06.03): @ Bad Boy Amen zu allem!!! Bitte verschont uns mit dem zweiten Teil, oder nehmt einen anderen Regiseur, der vorher kein Werbefilmer war!!!
Bad Boy (22.07.02): So ein Grottenmovie habe ich selten gesehen.Die Story ist sowas von an den Haaren herbeigezogen, die ganze Handlung ist sowas von konstruiert, langweilig und einfallslos.Alles schon mal dagewesen, alles schon gesehen.Das Gleiche gilt auch für diese billigen Actionsequenzen im Matrix-Style, dazu billige Paapkulissen, die aussehen als stammten sie aus dem Phantasialand.Derart schablonenhafte Charaktere sieht man selbst in Hollywood-Blockbustern der heutigen Zeit nur selten. Dagegen waren Independence Day und Armaggedon Meilensteine des Charakterkinos.Die Bösichwichter sind nun wirklich charismaarme Abziehbilder, und selbst ihre Motivation, was sie warum tun, bleibt die ganze Zeit über ein Rätsel. Ich habe keinen weiblichen Indiana Jones erwartet, ja selbst ein Adventure vom Kaliber einer Mumie nicht, aber was man hier geboten kreigt, dass schlägt dem Fass den Boden aus.Angelina Jolie,naja verleiht Lara Croft zumindest stellenweise etwas Profil und sieht nett aus.Das wars dann aber schon.Simon West legt eine Inszenierung hin, dass es a Sau graust.So was von kalt, statisch und schlampig.Selbst der werte, allseits geschätzte Michael Bay wäre da ein sicherer Kandidat auf dem Regie-Stuhl gewesen, vermag dieser doch wenigstens noch optische Akzente zu setzen. Ich frag mich nur wie es dieses langweilige, öde Machwerk in die Kinos schaffte.Normalerweise wird hirnloser Schund wie dieser doch mit vergilbtem Cover in die staubigen Regale irgendwelcher Vorstadtvideotheken verbannt.
Sabine (25.07.01): Bei Tomb Raider weiß man normalerweise vorher, worauf der Film basiert, nämlich auf einem Computerspiel. Also weiß man doch schon in etwa was auf einen zukommt. Natürlich ist einiges etwas sehr übertrieben, aber wie gesagt, es basiert auf einem Computerspiel, außerdem ist es gleichzeitig Fantasy. Ein wenig Unrealismus ist erlaubt. Ich fand den Film daher sehr unterhaltsam und witzig. Und auch wenn ich Angelina Jolie noch besonders mag, ist sie doch die perfekte Lara Croft.
Stefan Schloesser (12.07.01): Der Film an sich ist nicht schlecht, wenn man mal betrachtet was er werden konnte. Nur die Erwartungen waren zu hoch. Man muss sehen, dass er immer noch aus einem Computerspiel kommt, was eben viele recht "extreme" Stunts notwendig macht und auch Spezialeffekte wie fliegende Dreiecke. Was an den Stunts stoerte, war die Tatsache, dass Angelina nicht die Figur hat, mit der ich ihr zutrauen wuerde solche Spruenge zu ueberstehen. Ich haette ihr bei den Aermchen nichtmal zugetraut eine dieser Pistolen ueberhaupt mit ausgestrecktem Arm halten zu koennen. Ausserdem sah man zu deutlich, dass die Schwerkraft zeitweise ausgeschaltet war. Was den Vergleich mit Indiana Jones angeht, ist es grundsaetzlich schwer einen Film zu machen der da rankommt, denn im Grunde ist es ja immer die gleiche Geschichte (siehe auch "Mummy returns"). Indiana Jones dagegen war mit dieser Art hingegen recht neu. Dennoch war es eine nette Unterhaltung in gutem Hollywood-Stil und Angelina war dennoch die wahrscheinlich beste Besetzung. 6 von 10 Planeten in der Reihe. PS: 5000 Jahre sind recht kurz fue eine Komplette Planetenaufreihungsperiode.
John Doe (11.07.01): Das Pc spiel TB war nur so erfolgreich, weil man in diese Situation normal nicht erlebt- also weil man diese Situation selbst erleben konnte, weil man eben selber mitwirken konnte. Dieses erhebliche plus ist im Film nicht vorhanden. Obwohl die Darstellerin von Lara Croft (Angelina Jolie) den Film glänzen läst. 5 von 10 Punkte wegen einer glänzenden Schauspielerin.
Erik Wasser (07.07.01): Also TR ist meiner Meinung nach die schlechteste Medienwandlung (Computerspiel->Film) seit der Umsetzung von Miami Vice (Serie->Computerspiel) in den 80ern. Also der Butler und der Computerfreak sind so fehl am Platze wie ein Schneemann in der Wüste und die Actionsszenen sind so heftig ver-/geschnitten, daß man einfach sieht, daß es bei diesem Film niemand drauf hatte. Tragischerweise (und ehrlicherweise) muß ich hinzufügen, habe ich TR im Spezial nach Matrix gesehen und dort waren die Kampfsequenzen einfach göttlich. Naja, und das der liebe Papi am Ende sagt, daß Zeitreisen sich ja eigentlich garnicht gehören und sie den ganzen Film rückgängig macht, hat dem Spaß die Krönung aufgesetzt, bzw. ein Ende bereitet. Wo sind den die intelligenten Filme geblieben, warum muß ich mich mit hirntoten Stories wie diesen abgeben? Immer öfter habe ich in solchen Filmen das Gefühl, daß ich mein Gehirn besser zu Hause gelassen hätte, dort hätte es sinnvollere Dinge tun können. Und der Vergleich von Indi und TR erübrigt sich wohl von alleine, weil man nur Äpfel und Birnen nicht vergleichen kann. Während das eine ein verehrenswürdiges Werk von George Lucas ist, ist das andere ein wirklich lächerliches Abbild eines Abenteuerfilm.
Hoffen wir auf Indi IV (falls er kommen sollte). 4 von 10 miesen Drehbüchern!

Henning Wiemers (05.07.01): Tja, dieser Film war ... okay :-| Angetrieben durch die zauberhafte Angelina Jolie habe ich mich diesen Film hingeben wollen. Tja, einen augenzwinkernden Film a la Indiana Jones hatte ich mir erhofft, aber so lustig war er dann doch nicht. Die Spannung desselben hatte er auch nicht. Bleibt nur zu hoffen, daß mein Noch-Superstar Angelina Jolie nicht denselben Kommerz-Tod stirbt wie Sandra Bullock und Nicolas Cage, die nach ehrlicher Karriere zu Hollywood-Huren verkommen sind. Nur noch 60 Sekunden lässt schwere Bedenken hochkommen - Oh, oh, oh! 4 für den Film, 2 für die Jolie
Olaf (02.07.01): Für viele ist Tomb Raider nach den hohen Erwartungen, die vor allem an die Person von Angelina Jolie gebunden waren, eine Enttäuschung. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen, obwohl der Film sicher deutliche Schwächen hat: Vor allem im Vergleich zu den Indiana Jones-Filmen ist er erschreckend uncool. Auch der Wortwitz bleibt vielfach auf der Strecke und sicher sind auch nicht alle Figuren ideal besetzt, wie oben schon beschrieben wurde.
Trotzdem bekommt der Zuschauer im wesentlichen, was für eine Hollywood-Großproduktion zu erwarten ist: Viel Action, eine toughe Heldin, die ordentlich zulangen kann und viel Zeit zum Popcorn knabbern...
Witzig finde ich aber, dass Tomb Raider ja sozusagen ein Plagiat zweiter Ordnung ist, da es sich auf ein Computerspiel (Tomb Raider) beruft, dass seinerseits eigentlich nur die Umsetzung eines Kinofilms (Indiana Jones) ist. Faszinierend! *g* Fazit: Solide Hollywood-Unterhaltung mit leichten Drehbuch-Schwächen. 6 von 10 dreieckige Augen

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