SF/Fantasy/Action, USA 2003, 102 Minuten, ab 12
Originaltitel: Reign of Fire; Deutschlandstart:09.01.2003 (Buena Vista); Regie: Rob Bowman • Produktion: Gary Barber, Roger Birnbaum, Lili Fini Zanuck, Richard D. Zanuck; Drehbuch: Gregg Chabot, Kevin Peterka, Matt Greenberg; Musik: Ed Shearmur; Kamera: Adrian Biddle; Ausstattung: Simon Wakefield; Schnitt: Thom Noble; Kostüme: Joan Bergin

mit Christian Bale (Quinn), Matthew McConaughey (Van Zan), Izabella Scorupco (Alex Jensen), Gerard Butler (Dave Creedy), Scott Moutter (Jared Wilke), David Kennedy (Eddie Stax), Alexander Siddig (Ajay), Ned Dennehy (Barlow), Alice Krige (Karen Abercromby), Terence Maynard (Gideon)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Buena Vista de)

Wissen ist die einzige Waffe, die uns noch geblieben ist. Unsere Ignoranz hat alles zerstört. Ich hab den ersten gesehen. Aber dann sah die Welt Millionen von ihnen. Niemand ahnte, wie schnell sie sich vermehren konnten. Sie kamen wie die Heuschrecken über uns, verbrannten alles auf ihrem Weg - angetrieben von nur einem einzigen Ziel: Zu fressen. Selbst dann konnten wir es nicht fassen, dass es sie gibt. Unsere Vorfahren hatten sie zu einem Mythos gemacht. Doch die Natur hat diesen Mythos weit übertroffen. Zu spät entdeckten unsere Wissenschaftler ihre wahre Identität. Diese Spezies hatte die Dinosaurier zu Asche verbrannt. Die die Eiszeit auslöste und für Millionen Jahre jegliches Leben auf der Welt verhinderte. Danach hungerten und schliefen sie und warteten darauf, dass sich die Erde regenerierte und ihre Herrschaft von neuem beginnen konnte. Wir feuerten mit unseren Waffen auf sie. Aber für jeden von ihnen, der getötet wurde, folgten hundert weitere. Sie schienen unbesiegbar. - Quinn im Rückblick

Plot: Der kleine Quinn (Ben Thornton) besucht seine Mutter beim U-Bahn-Bau in der Londoner City, als dort etwas ungewöhnliches passiert. Beim Bohren sind die Arbeiter auf eine Höhle gestoßen, die ihre Arbeit behindert. Quinn klettert in diese Höhle und entdeckt dort einen Drachen, der offensichtlich im Schlaf gestört wurde. Der Drache bricht aus und tötet die Bauarbeiter und Quinns Mutter. Nur Quinn überlebt.
Etwa 20 Jahre später: Die Drachen haben sich stark vermehrt und beherrschen die Erde. Quinn (Christian Bale) führt eine kleine Gruppe Überlebender an. In ihrer Festung sind sie vor den Drachen relativ sicher. Eine Tages tauchen dann Van Zan (Matthew McConaughey) und seine Kampfgefährten auf. Sie töten einen Drachen in der Nähe der Festung. Um ihre Verluste auszugleichen rekrutieren sie ein paar von Quinns Leuten. Van Zan vertritt die Theorie, dass alle Drachen bis auf einen weiblich sind. Tötet man den männlichen Drachen, können sie sich nicht mehr fortpflanzen und die Menschheit könnte die Erde zurückerobern.

Dieser Drache ist der erste der geweckt wurde und lebt immer noch in London. Van Zan führt seine Leute dorthin und erfährt eine bittere Niederlage. Schwer geschunden kehrt er zur Festung zurück und bittet Quinn erneut um Hilfe. Zu dritt brechen sie wieder nach London auf um den Drachen zu töten.

Kritik: Wie man es von einem Actionthriller erwartet, ist die Handlung ziemlich dünn. Leider ist auch die Action etwas kurz gekommen. Die wenige Handlung ist dazu noch in sich nicht schlüssig und nicht gründlich durchdacht. Ich hatte einen Film erwartet, in dem durch gut animierte Drachen und viel Action eine spannungsgeladene Atmosphäre erzeugt wird. Die Herrschaft des Feuers ist aber eher ein mit spartanischer Ausstattung gedrehter Endzeit-Film. Die ganzen Schlachten mit den ersten Drachen werden nur kurz angerissen und im Erzählstil abgehandelt. Statt bildgewaltiger Schlachten stehen die Probleme und der Überlebenskampf einer Handvoll Menschen im Vordergrund.
Auch kommt die angebliche Intelligenz der Drachen überhaupt nicht zum Tragen. Man hat eher den Eindruck, dass nicht die Drachen besonders intelligent, sondern die Menschen besonders dumm sind. Bis auf wenige Sprüche sind die Dialoge nichtssagend. Die Schauspieler bringen die angstvolle und bedrohliche Situation nicht rüber, wodurch der ganze Film eher ermüdend als erschreckend wirkt. Weder die Drachen noch das Feuer wirken in Die Herrschaft des Feuers wirklich bedrohlich. Insbesondere weil es wenig Großaufnahmen von sich bewegenden Drachen gibt.

Fazit: Ich habe in Dragonheart beeindruckendere Drachenanimationen gesehen und in Flammendes Inferno spektakulärere Feuerszenen. Weder die Drachen noch das Feuer wirken in Die Herrschaft des Feuers wirklich bedrohlich. Insbesondere weil es wenig Großaufnahmen von sich bewegenden Drachen gibt. 5 von 10 Netzspringern mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 17 Sekunden

Michael Kröger
14.01.2003

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114 Stimmen
Schnitt: 5.2
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Leser-Kommentare:
Sandra Plich (23.01.03): Was soll ich dazu sagen? Der Inhalt des Drehbuches passt bequem auf ein DinA4-Blatt (wenn man großzügig schreibt) und ist zusätzlich auch noch absolut unlogisch. Die Erde wird seit 20 Jahren von Drachen beherrscht, die alles zerstört haben, trotzdem gibt es Stromversorgung, Benzin und Kerosin (hmmmmmm!!!!), Zahnweiss, aber offensichtlich keine Rasierapparate (das ist ein Fall für die X-Akten!). Alle Drachen sind Weibchen bis auf ein einziges Männchen und das muss alle Eier befruchten - auf der ganzen Erde?! Muß der viel zu tun haben! Also wird heroisch das Männchen gekillt und dann sind alle glücklich, weil von den ganzen tausenden weiblichen Drachen, die weiß Gott wie alt werden keine Gefahr mehr ausgeht, nee is klar! Der Film ist langweilig, actionarm und einfach nur schlecht. Ich habe mir zeitweise gewünscht Alice Krige wäre wieder zur Borg-Königin mutiert und hätte alle assimiliert. Die einzigen Lichtblicke in "Herrschaft des Feuers" sind die Drachen, die tricktechnisch klasse gemacht sind. Man fragt sich die ganze Zeit über wem Matthew McConaughey und Christian Bale noch einen Gefallen geschuldet haben ... Fazit: Auf DVD gucken oder noch besser ganz bleiben lassen. 3 von 10 leuchtenden Dracheneiern.
Heiko (22.01.03): Ich habe erst den Film gesehen und dann die Kritik oben gelesen. Und ich muss sagen, dass man es nicht treffender ausdrücken kann!
Steffen (16.01.03): Ein Film bei dem der Trailer viel mehr verspricht als der Film halten kann. Hat mich stark an Waterworld erinnert, bloss mit weniger Wasser und mehr Feuer. Lohnt sich nicht!
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