Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss
Thriller, USA/Kanada 2003, 119 Minuten, ab 16
Originaltitel: Cold Creek Manorl; Deutschlandstart: 12.02.2004 (Buena Vista International); Regie: Mike Figgis; Produktion: Mike Figgis, Richard Jefferies; Drehbuch: Richard Jefferies; Musik: Mike Figgis; Kamera: Declan Quinn; Schnitt: Dylan Tichenor; Kostüme: Marie-Sylvie Deveau

mit Dennis Quaid (Cooper Tilson), Sharon Stone (Leah Tilson), Stephen Dorff (Dale Massie), Juliette Lewis (Ruby), Kristen Stewart (Kristen Tilson), Ryan Wilson (Jesse Tilson), Dana Eskelson (Sheriff Ferguson), Christopher Plummer (Mr. Massie), Simon Reynolds (Ray Pinsky), Kathleen Duborg (Ellen Pinski), Paula Brancati (Stephanie Pinski), Aidan Devine (Skip Linton), Wayne Robson (Stan Holland), Jordan Pettle (Declan), Ray Paisley (Dink)

Filmplakat
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Trailer (Buena Vista International )
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Eigentlich ein Traumhaus, h ätten die Vorbesitzer nicht ihre Spuren hinterlassen... Familie Tilson findet Eindringling Dale Massie unangenehm. Cooper (Dennis Quaid) und Leah (Sharon Stone) lüften ein schreckliches Geheimnis. Leah Tilson (Sharon Stone) kämpft verzweifelt um ihr Leben.

Wenn hier etwas ist, was Sie mitnehmen möchten, tun Sie es einfach. Es gehört Ihnen. - Bitte, kein schlechtes Gewissen. Ein Haus ist nur eine Schale, oder? Ich meine, man lebt eine Weile darin, und dann verändern sich die Dinge. Jetzt gehört es Ihnen. Eine Frage hätt ich allerdings an Sie. Wissen Sie, worauf Sie sich da einlassen? - Cooper Tilson trifft Dale Massie

Plot: Familie Tilson hat das Großstadtleben in New York satt. Als der jüngste Sprössling der Familie beinahe einem Verkehrsunfall erliegt, beschließen Vater Cooper (Dennis Quaid) und Mutter Leah (Sharon Stone) mit ihren Kindern aufs Land zu ziehen. Nach längerer Suche entscheiden sie sich für den Landsitz Cold Creek Manor in einem abgelegenen Provinzstädtchen. Dass der alte Landsitz mit komplettem Inhalt inklusive privater Fotos und auch Kleidungsstücken sowie Papieren verkauft wird, stört die Tilsons wenig.
Während der Renovierungsarbeiten taucht der Vorbesitzer des Anwesens Dale Massie (Stephen Dorff) auf, der vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde. Der zwielichtige Massie möchte den Tilsons gerne bei den Restaurationsarbeiten behilflich sein und beginnen will er mit dem Pool. Die pubertierende Tochter Kristen Tilson (Kristin Stewart) kann Dale nicht ausstehen, und Cooper beginnt schon bald Nachforschungen anzustellen, die ihn zu Dales Vater (Christoper Plummer) führen, der seine letzten Tage in einem Krankenbett fristet. Wird er ihn über die rätselhafte Vergangenheit von Cold Creek Manor und Dale Massie aufklären?

Kritik: Regisseur Mike Figgis (Leaving Las Vegas, Internal Affairs) hat Cold Creek Manor in Szene gesetzt und zwar derart langweilig, dass es interessanter gewesen wäre einem Grashalm beim Wachsen zuzugucken, als sich dieses Machwerk anzusehen.
Der Film ist einfach nur langweilig, bar jeglicher Spannung, absolut vorhersehbar und unlogisch. Familie hat das Großstadtleben satt und zieht aufs Land, dann kommt der zwielichtige Vorbesitzer des Hauses daher, und merkwürdige Dinge geschehen, und das war es dann auch schon.
Das alles habe ich schon zigmal sehr, sehr, sehr viel besser und vor allem spannender gesehen. Dennis Quaid (Bei Ankunft: Mord, Leben und Lieben in L.A.) spielt als stünde er die ganze Zeit neben sich und würde schlapp das Drehbuch ablesen. – Sorry, Mr. Quaid, aber mit diesem Auftritt gibt es kein Comeback! Sharon Stone (Basic Instinct, Casino) agiert als würde sie sich die ganze Zeit fragen, wie sie diesem Film nur jemals zusagen konnte.
Und dann gibt es da noch Juliette Lewis (From Dusk till Dawn, Strange Days). Gleich bei ihrem ersten Auftritt in diesem Film drängte sich mir das Gefühl auf, dass Casting-Agenturen immer dann wenn nuttige, ordinäre Schlampen gesucht werden den Agenten von Juliette Lewis anrufen, um nachzufragen, ob sie denn noch frei wäre. Sie hat so billig gespielt, wie der ganze Film war, und sah aus wie eine besoffene, bekiffte Mitvierzigerin.
Einzig Stephen Dorff (Blade, Backbeat) hat hier ambitioniert versucht den Film vor dem totalen Absturz zu retten, aber bei dem schwachen Drehbuch war da leider nichts mehr zu machen.

Das Problem bei extrem langweiligen, spannungsarmen Filmen ist, dass man ungewollt anfängt nachzudenken, und dann wird alles noch viel schlimmer. Eine Familie kauft mit vier(!!!) Personen ein riesengroßes Anwesen mit grob geschätzt so um die 25(!!!) Zimmern – Amerikaner! Das Anwesen enthält noch Möbel, Kleidung, Papiere und Fotos der Vorbesitzer, wo ein halbnackter, weiblicher Teenager in mehr als eindeutigen Posen posiert, und kein Mensch fragt mal nach, was da wohl passiert sein könnte? Warum das Haus verkauft wird? Warum da noch private Utensilien drin sind? Und wer die Nacktfotos gemacht hat? Von denen übrigens den Rest des Films nie wieder gesprochen wird. – Ich warte immer noch auf eine Erklärung.
Anstelle des üblichen Familienhundes geht hier das Pferd der Tochter drauf – im frisch restaurierten Pool. Um weitere Spannung (?) zu schüren entdecken die Tilsons plötzlich überall im Haus Giftschlangen – wie gruselig! Alle laufen so ca. sieben Minuten lang panisch schreiend durch die ca. 25 Zimmer – das ist vielleicht spannend!
Kommen wir nun zur „musikalischen“ Untermalung des Films, wobei hier von MUSIKALISCH wirklich nicht die Rede sein kann. Irgendjemand wurde offenkundig engagiert um Klangkörper zu vergewaltigen, denn anders kann ich mir das sinnlose Herumgehämmere auf Klaviertasten nicht erklären. Dies hat den ohnehin nicht vorhandenen Spannungsbogen nicht untermalt, sondern einfach nur das Gehör des gelangweilten Publikums gequält.
Abschließend muss ich noch ein paar dialogische Highlights des Films aufführen:
Leah berichtet Cooper völlig aus dem Zusammenhang heraus, dass ihr Boss sie gebeten hat mit ihm zu schlafen. Cooper: „Und was hast du gesagt?“ Leah: „Ich bin doch hierhergezogen, oder nicht?“ – Wie bitte?
Kurz vor dem Ende geht der Kombi der Coopers in Flammen auf, das Ehepaar rettet sich ins Haus und schließt von innen ab (?). Plötzlich geht das Licht aus – wie unvorhergesehen! Leah: „Was hat DAS denn zu bedeuten?“ – Ja, was denn wohl?
Sie flüchten gemeinsam auf das Dach - oben angekommen: Cooper: „Komm, lass uns abhauen!“ – Ja, genau Neo, lass uns abhauen! Auf zur nächsten Dach-Telefonzelle.
Da frage ich mich doch wieder folgendes: Warum gibt es solche Drehbücher? Der Drehbuchautor Richard Jeffries ist mir gänzlich unbekannt – und bei solchen Drehbüchern wird er es wohl auch bleiben! Warum werden solche Filme gedreht? Warum spielen eigentlich recht gute Schauspieler in solchen Filmen mit? Die Ausrede, dass sie jung waren und das Geld brauchten, zählt hier wohl eher nicht mehr.
Im Großen und Ganzen mutet Cold Creek Manor wie ein ganz billiger und schlechter Abklatsch von Kap der Angst an.

Fazit: Langweilig, vorhersehbar, spannungsarm, teilweise schlecht gespielt, grauenhafte Dialoge und dünne Story – klar soweit? 3 von 10 Walkie-Talkies

Sandra Plich
15.02.2004

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209 Stimmen
Schnitt: 4.7
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Leser-Kommentare:
summer (05.04.12): Wie recht du hast. Was bitte sollte der Schluss bedeute. Wieso wurde die Kamera so dramatisch auf juliette Lewis gehalten ?
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