Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm
Komödie, Deutschland 2003, 94 Minuten, ab -
Originaltitel: Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm; Deutschlandstart: 01.04.2004 (Senator); Regie: Helge Schneider; Produktion: Christian Becker, Hanno Huth, Anita Schneider; Drehbuch: Helge Schneider, Andrea Schumacher; Musik: Helge Schneider; Kamera: Voxi Bärenklau; Schnitt: Andrea Schumacher

mit Helge Schneider (Teddy Schu / Professor), Jimmy Wood (Bassist Steinberg), Pete York (Schlagzeuger Howard Risk), Susanne Bredehöft (Jacqueline Schu), Horst Mendroch (Jazzclubbesitzer Willi), Andreas Kunze (Theodor, vom Billardtisch), Norbert Losch (Blumentopfmann), Tana Schanzara (Zanderdame), Nico van Rijn (Mies van de Kalb), Anita Riotte (Tante Anita), Charlie Weiss (Weiser alter Mann unter der Brücke)

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Fisch! Lecker Fisch! Happy Fisch! ... Happy Fisch! Fisch! Lecker Fisch, happy Fisch ist da! Happy Fisch! Leckerer Fisch! Fisch! Fisch! Makrelen! Aale Heringe! - Teddy versucht Fische zu verkaufen

Plot: Zur Story? Helge Schneider eben...
Teddys von diversen Nebenjobs erfüllter Alltag, der nur von den nächtlichen Auftritten seiner Band in einem kurz vor dem Konkurs stehenden, weil menschenleeren, Jazzclub unterbrochen wird.

Kritik: Als Sneak-Opfer dieses Films dachte ich kurz nach Filmbeginn an einen Spruch Johnny Depps aus Fear and Loathing in Las Vegas: "Oh mein Gott, oh mein Gott: Nicht der Typ! Ich muss hier weg!"
Ich glaube, für die wenigen, die bis zum Schluss sitzen blieben, gab es dafür nur zwei mögliche Gründe: Entweder war ihnen der Eintrittspreis zu teuer gewesen, um ihn ganz "umsonst" ausgegeben zu haben, gerade wenn in einer nicht zu großen Aktionen tauglichen Mittwoch-Nacht als Alternative nur noch das heimische Bett winkt.
Oder aber es handelte sich dabei um eure treuen Paderkino-Redakteure, die ausharrten, um als einzig positiven Effekt dieses Filmes zumindest eine Kritik abgeben zu können.

Und die lautet: Nach They im vergangenen Sommer dachte ich, es könnte nicht mehr schlimmer kommen (hat sich wohl jeder Kinogänger schonmal gedacht). Aber ich hatte trotzdem noch zwei Punkte geben, um mich noch nach unten steigern zu können. Und dieser Moment ist jetzt definitiv gekommen!
Der ganze Film ist eine Aneinanderreihung von Szenen, die aus dem bestehen, was Schneider offensichtlich für Humor / witzig hält...
Die gekonnten Musikeinlagen in den titelgebenden Jazzclub-Szenen wirken beinahe wie eine gelegentliche Erlösung vom restlichen Film, vorausgesetzt, man mag Jazz. Ansonsten kann der Film lediglich (oder sollte man sagen, tatsächlich) eine handvoll Lacher für sich verbuchen (wenn man denn die erste Hälfte ausgehalten hat), die einen gerade ebenso vom Rausgehen abhalten können.

Fazit: Am Ende stellt sich mir die Frage, wie sich für derartigen Mist immer noch Geldgeber finden!? 1 von 10 ruhegestörten Jazz-Club-Anwohnern

Nikolas Mimkes
25.03.2004

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Schlechtester Film aller Zeiten20%
Mieserabel10%
Schwach6%
Hatte leichte Schwächen3%
Naja geht so10%
War okay6%
Gut6%
Sehr gut13%
Absolut hervorragend6%
Bester Film aller Zeiten13%

29 Stimmen
Schnitt: 5.2
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Nikolas (08.07.07): @ Jonathan Klein: Das es eine Fangemeinde gibt, die diesem Humor etwas abgewinnen kann, ist mir wohl bekannt, auch wenn ich es nicht einmal besoffen nachvollziehen kann (aber seit wann lässt sich über Geschmack streiten). Und das es immer Insider gibt, die einen Film ganz persönliche Aspekte abgewinnen können, auch klar. Dennoch möchte ich an dieser Stelle ein, zwei Dinge doch noch einmal erwähnen: 1. Ich bin nicht freiwillig in diesen Film gegangen, sondern wurde in der Sneak davon überrascht. Habe auch schon unerwartet ganz tolle Filme dort gesehen aber Nieten sind leider auch manchmal dabei. 2. Der Film lief in der 8 und das ist der 500-Plätze-Saal, in der Sneak fast immer ausverkauft. Am Ende dieses Films saßen davon nur noch gerade mehr als eine handvoll Leute, so dass meine Kritik nicht ganz unbegründet ist (und die, die saßen, haben wohl eher ausgeharrt). Und mein Job ist es, meine Meinung über Filme zu schreiben und ich würde auch nciht davor zurückschrecken, einen Film zu loben, der außer mir niemandem gefallen hat. Wer mit solcher Kritik ein Problem hat, sollte mal darüber nachdenken! 3. Möchte ich in bezug auf die Musik hinzufügen, dass diese mir als einzige gefallen hat, s.o. Wie da der Vergleich Film/wahres Leben ist, kann ich nicht beurteilen. Aber den Film an sich fand ich soweit abgründig schlecht und möchte anderen Kinogängern eine Ähnliche Enttäuschung ersparen. Wer das anders sieht, den beneide ich darum, etwas für sein Geld bekommen zu haben!
Simon (15.04.06): Serioseste Film von Helge. Lyrisch, erlich und traurig. Auch komisch, natürlich. Ein Genuß.
Jonathan Klein (26.03.05): Der Herr Kritiker hat den Film eindeutig nicht verstanden. Ich spiele selbst Jazz und plane, professioneller Jazzmusiker zu werden. Ich habe mir den Film zusammen mit einer Musikerkollegin angesehen, die von der Musik lebt, und wir haben uns kaputtgelacht. Die Art, wie dieser Film die Realität eines durchschnittlichen Profimusikers überzeichnet darstellt, ist einfach zum Schreien komisch und trifft den Kern der Sache. Die meisten Musiker können nicht vom Jazzspielen leben, sondern müssen Unterricht geben oder Karnevalsmusik spielen. Meine Kollegin hat sich damals in ihrem Studium mit Briefesortieren bei der Post zu unchristlichen Zeiten etwas dazuverdient und kann heute so gerade vom Unterrichten leben - wobei sie immer noch Schulden abbezahlt. Aber das ist es ihr eben wert, wie vielen anderen Musikern auch. Der Film zeigt auch noch den tristen Alltag im Ruhrgebiet, wo eine regelrechte Landflucht und relative Menschenleere auf den Straßen herrscht. Dass es Menschen gibt, die in diesem begrünten Grau freiwillig und gerne leben, ist schon wieder komisch (Ich will übrigens auch dahin). Abgesehen von diesen Dingen war und ist Helge Schneiders humoristisches Konzept eben immer hoffnungslos abstruser Nonsens (der im übrigen auch viel mit der Kommunikations- und Sozialbehinderung der Menschen in unserem Land zu tun hat), gepaart mit gekonnter, aber eigenwilliger Jazzmusik. Wem das nicht in den Kram passt, der soll sagen, dass er persönlich damit nichts anfangen kann, aber soll sich derart platte Verrisse sparen. Selbst einen schlechten Film könnte man mit mehr Stil kritisieren. Alternativ dazu kann man auch einfach aus Schneider-Filmen wegbleiben oder sich ein Taxi rufen. Guten Abend, meine Damen und Herren.
alaas (03.12.04): dieser film ist nicht für 0815-7Tage-7Köpfe-Humor-Toll-Finder, irgendwo steckt auch noch sinn und das was herr schneider da macht ist nicht nur comedy, sondern vorallendingen entertainment und wer es nicht versteht oder für "sinnlos" hält der soll sich doch keinen Schneider-Streifen reinziehen!
Ayleen (17.10.04): Ich kenne viel von Helge Schneider, aber den Film kannte ich noch nicht. Und ich fand den Film zum Teil sehr lustig, aber auch manchmal ziemlich langweilig.
Jürgen Potzkoten (11.10.04): Wiedereinmal ein wirklich gelungener Film von Helge. Er passt wirklich prima in die vorangegangenen Filme hinein. Bei der Zeitungsausträgerszene muss man einfach lachen, auch wenn man mit Helge nichts anfangen kann. Einfach genial.
2komma9 (26.07.04): am ersten Tag als er in den Kinos kam musste ich mir Helge angucken. Live super, die Alben spitze und die Filme göttlich. Und dieser Film ebenso! Zum Glück bestand das Publikum zu 99% aus Helgefans. Es war absolut voll und die Leute haben gelacht wie Sau. Es ist einfach genial wenn die Leute abgehen. Einige kamen aus dem Wiehern garnicht mehr raus. Zwischenrufe, im Inhalt Helge Zitate, schallten durch das Kino. Mitten im Film als es leise war im Film. Die Typischen Helge stellen, wo erst einmal 2 Minuten nix passiert. Da fragte einer im dunklen Kino ganz laut ob jemand Kuchen haben wollte. Einer sagte ja, er hat sich tatsächlich was abgeholt. Das ist Humor, den man erst einmal verstehen will. Vielleicht war der Film keine 10 Punkte wert, aber die Stimmung im Publikum war unvergesslich. Kann mich nicht erinnern wann das Publikum je so "abgegangen" ist. Es ist einfach auch das drumherum der diesen Tag unvergesslich machte. Obwohl ich Texas immer noch als Refenrez sehe, gebe ich auch wegen der Atmosphäre 10 von 10 Punkte.
Schnickes (13.04.04): Hab ich gelacht, was habe ich gelacht!!! Ich stehe kurz vor meinem 2. "Jazzgang" und ich werde mit absoluter Sicherheit wieder in Tränen versinken. Dieser einzigartige Wahnsinn der einem für schlappe 7 € geboten wird, ist unheilbar und daß ist auch gut so. Wenn man ein Gedicht verfilmen könnte, er würde wohl so aussehen. 9 von 10 Pflaumenmarmeladebrötchen
Knarz (10.04.04): Ganz fantastischer Film. Allerdings wirklich nur für Helge-Fans zu empfehlen, ich glaube, wer den Humor nicht mag wird gerade diesen Film scheisse finden. Es kommen an sich nur auch wenige Szenen vor, die vordergründig einen Witz bieten (die Zeitung austragen im Regensturm, z.B.); aber wenn man dann einige Stunden später den Film im Kopf noch einmal durchgeht, fallen einem immer mehr Beispiele für Helges einzigartigen, anarchistischen Humor ein - der in diesem Film wieder in höchster Vollendung präsentiert wird. Kurz gefasst, dieser Film hat mir Freude bereitet wie kein Film seit langem (und schon gar kein deutscher Film). 10 von 10 Flaschen Sekt.
tuennes (10.04.04): Hui, jetzt sind wir wieder auf dem "alle die nicht das gut finden, was ich gut finde, haben keine Ahnung"-Niveau. Danke, agent. - Filmkritiken sind im übrigen eigentlich dazu da, die Unwissenden (nur im Speziellen) zu informieren, und nicht dazu, die zu bestätigen, die eh schon alles zu wissen glauben. Insofern kannst du es ruhig der Redaktion von paderkino überlassen, worüber sie schreiben möchte und worüber nicht. - Dass der Film liebevoller und detaillierter gemacht wurde als andere, würde ich angesichts des Ergebnisses bestreiten. Aber du hast da sicher genauere Informationen...
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