Samba in Mettmann
Komödie, Deutschland 2004, 82 Minuten, ab 6
Originaltitel: Samba in Mettmann; Deutschlandstart: 29.01.2004 (Tobis); Regie: Angelo Colagrossi; Produktion: Matthias Wendlandt; Drehbuch: Angelo Colagrossi, Hape Kerkeling; Musik: Karim Sebastian Elias; Kamera: Andreas Höfer; Schnitt: Sabine Brose

mit Judith Döker (Janina), Sky Dumont (Olafs Vater), Jana Ina (Gioia), Hape Kerkeling (Olaf), Pamela Knight (Alegra), Doris Kunstmann (Frau Pfeffer), Beatrice Masala (Felicidae), Rolf Nagel (Opa), Alexandra Neldel (Vera), Janette Rauch (Julchen Wollberg), Uwe Rohde (Wolle Pfeffer)

Filmplakat
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Trailer (Tobis )
Szenenbild 1 Szenenbild 2 Szenenbild 3 Szenenbild 4
Max von Thun, Hape Kerkeling Pamela Knight, Hape Kerkeling Beatrice Sadek-Masala, Pamela Knight, Jana Ina Alexandra Neldel, Hape Kerkeling

Drei Monate enthaltsam leben, und nach der Hochzeit alles geben. Tantra des Wartens. - Vera ist Tantra-Expertin

Plot: In der rheinischen Kleinstadt Mettmann herrscht Ruhe und Ordnung. Alles geht seinen gewohnten, etwas biederen Gang. Olaf (Hape Kerkeling) arbeitet in der Wäscherei „Fleck weg!“, die seinem Vater Benno (Sky du Mont) gehört. Eigentlich ist Olaf auch ganz glücklich mit seinem Leben, denn er steht kurz vor der Hochzeit mit seiner Verlobten Vera (Alexandra Neldel). Das Dumme ist nur, dass Vera momentan ganz nach den tantrischen Lehren ihres Gurus Anthony (Max von Thun) lebt. Eine Hauptlehre von ihm besagt: „Drei Monate enthaltsam leben und nach der Hochzeit alles geben!“. Dieses zölibatäre Leben passt Olaf natürlich überhaupt nicht.
Als er dann eines Abends unvermittelt Zeuge eines handgreiflichen Streits zwischen zwei Männern und drei jungen brasilianischen Frauen wird, greift er beherzt ein und bringt die Frauen, die nur wenig Deutsch sprechen, bei sich unter. Das freut seinen tauben Opa (Rolf Nagel), der sich Dank der Gebärdensprache, die eine der Brasilianerinnen beherrscht, und den netten weiblichen Rundungen gut mit den Dreien versteht. Olaf hat jetzt nur ein Problem: Wie soll er die drei feurigen Frauen vor seiner Verlobten, seinem Vater und den restlichen neugierigen Einwohnern Mettmanns verstecken?
Ob Olaf diese missliche Lage meistern kann und was Mettmanns Bierkönig Wolfgang Pfeffer (Uwe Rohde) mitsamt seiner energischen Mutter (Doris Kunstmann) mit der ganzen Sache zu tun haben, findet man am besten im Kino raus!

Kritik: Hier ist exklusiv und direkt von der Deutschlandpremiere des Films Samba in Mettmann in der Essener Lichtburg die Kritik zum Film!
Neben Sekt, den Darstellern des Films, Kanapees, Gästen wie den angehenden RTL-Superstars (Mann, sind die in der Realität klein!), Dolly Buster, Jean Pütz und TV-Total-Elton und weiteren diversen alkoholischen Getränken gab es natürlich auch den Film zu sehen. Und der ist, um es vorweg zu nehmen, leider nur bedingt gelungen.

Für seinen neuen Kinofilm Samba in Mettmann hat sich Hape Kerkeling mal wieder mit Angelo Colagrossi zusammen getan, der hier Regie führt und mit Hape am Buch mitgeschrieben hat. Beide haben auch schon bei dem TV-Film Die Oma ist tot und Kerkelings vorherigem Kinofilm Kein Pardon zusammengearbeitet. Obwohl sich die Geister der Kritiker bei Hape Kerkeling-Filmen grundsätzlich scheiden, und diese deswegen auch meist nur von Fans gesehen werden, haben sie doch alle irgendwo einen gewissen Kultstatus erreicht. Das wird bei diesem Film vermutlich auch so werden.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es bei Samba in Mettmann auch eine direkte Produktion fürs Fernsehen getan hätte. Um im Kino erfolgreich zu sein, wird er vermutlich nicht genug Leute ins selbige ziehen, da der Humor des Films wieder ganz auf der üblichen auf Kerkeling zugeschnittenen Schiene liegt und daher eher etwas für Fans ist. Aber selbst mich als Fan haben die Gags dieses Mal nicht durchgängig begeistert. Das war bei Kein Pardon noch anders. Der Film war damals eine spritzige Satire auf die Fernsehwelt mit treffendem Humor. Bei dem neuen Film fehlt es leider etwas an dieser Spritzigkeit.
Gerade in der ersten Hälfte des Films wirkt Samba in Mettmann zu oft wie eine (im Film mehrfach zitierte) Spaßbremse und kommt irgendwie nicht so richtig in Gang. Erst in der zweiten Hälfte des Films kommt Tempo auf und man geht richtig mit. Auch der Humor und die Gags könnten treffender sein. Es gibt zwar viel zu lachen, aber dafür, dass Kerkeling das spießige Kleinbürgertum der Provinz aufs Korn nimmt, sind die Gags hier und da doch etwas zu bieder geraten.
Dafür, dass der Film dennoch recht gelungen ist, sorgen einige Darsteller. Allen voran natürlich Hape Kerkeling und besonders Doris Kunstmann, welche die resolute Mutter mit großem Elan und so überzeugend darstellt, dass es eine Freude ist, wenn sie auf der Bildfläche erscheint. Auch Rolf Nagel als Opa ist einfach nur klasse!
Ebenso positiv zu erwähnen ist das gut eingearbeitete unterschwellige Plädoyer für alle Lebensrichtungen und dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden sollte. Auch wie ungezwungen und selbstverständlich nebenbei die Gebärdensprache im Film gebraucht wird, ist bemerkenswert. Wobei da die Frage ist, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass von drei Brasilianerinnen eine die Gebärdensprache beherrscht? Aber das ist ja im Grunde auch egal, da die gesamte Story, wie in allen Kerkeling-Filmen, absurd und verschroben ist. Teilweise ist die Story hier vielleicht schon ein wenig zu absurd für meinen Geschmack.
Verklagen sollte Hape Kerkeling allerdings die Nachsynchronisationsfirma, welche meiner Meinung nach dafür verantwortlich ist, dass der Ton bisweilen nicht lippensynchron ist. Es ist zwar nicht so schlimm, wie im Trailer, den ich gesehen habe, fällt aber auch im Film immer wieder auf und nervt auf die Dauer.

Fazit: Samba in Mettmann ist ein recht lustiger Film, der das spießige Leben in einer Provinzkleinstadt aufs Korn nimmt. Für Fans von Hape Kerkeling und seinem Humor ist der Film auf jeden Fall zu empfehlen. Den Leuten, die mit Kerkeling aber nicht so viel anfangen können, muss ich abraten ins Kino zu gehen. Letztere können sich den Film bei Bedarf auch später im Fernsehen anschauen. Von mir als Hape-Fan gibt es 6 von 10 Mänteln mit Rotweinflecken.

Sebastian Schwarz
27.01.2004

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Sehr gut10%
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Bester Film aller Zeiten14%

47 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Jahuut (19.07.04): Doch die Musik hat der Herr Zahir wohl gemacht!
[Redaktion] (21.03.04): Die Falsche Info Darius Zahir stammt aus der IMDB. Ich hab es hier jetzt mal berichtigt...
Jahuut (25.02.04): Stimmt! Ich wars... :-)
Darius (18.02.04): Hallo, ich habe die Musik zu dem o.g. Film nicht gemacht, bitte entfernen Sie meinen Namen aus ihrere Datenbank. MfG, Darius Zahir
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