Die Unglaublichen
Animationsfilm, USA 2004, 115 Minuten, ab 6
Originaltitel: The Incredibles; Deutschlandstart: 09.12.2004 (Buena Vista International); Regie: Brad Bird; Produktion: John Walker, John Lasseter u.a.; Drehbuch: Brad Bird; Musik: Michael Giacchino, Tim Simonec; Kamera: Andrew Jimenez, Patrick Lin, Janet Lucroy; Schnitt: Stephen Schaffer

Sprecher Markus Maria Profitlich/Craig T. Nelson (Bob Parr/Mr. Incredible), Holly Hunter (Helen Parr/Elastigirl), Kai Pflaume/Samuel L. Jackson (Lucius Best/Frozone), Jason Lee (Buddy Pine/Syndrome), Barbara Schöneberger/Elizabeth Peña (Mirage), Felicitas Woll/Sarah Vowell (Violetta), Dominique Louis (Bomb Voyage), Teddy Newton (Newsreel Narrator), Jean Sincere (Mrs. Hogenson), Eli Fucile (Jack Jack Parr), Maeve Andrews (Jack Jack Parr), Herbert Feuerstein/Wallace Shawn (Gilbert Huph), Spencer Fox (Dashiell 'Dash' Parr)

Filmplakat
Internet Movie Database ()
Offizielle Homepage (Disney )
Trailer (Buena Vista )
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Superkräfte helfen auch im Alltag. Aus der Übung und aus der Puste: Mr. Incredible im Einsatz. Da flieg was großes auf Mr. Incredible und Frozone. Diese Superheldenfamilie ist einfach unglaublich.

Flash, das ist schon das dritte mal dieses Jahr, dass du beim Rektor gewesen bist. Wir brauchen was, wo du dich austoben kannst. Natürlich sinnvoll austoben. - Vielleicht könnte ich das, wenn ich mehr Sport machen dürfte. - Liebling, du weißt doch, warum du das nicht darfst. - Aber ich verspreche langsamer zu sein. Ich werde nur um ein kleines bisschen der bestes sein. - Robert Flash Parr, du bist ein extrem ehrgeiziger Junge. Ein kleiner Angeber bist du auch. Es wäre nicht klug, dich jetzt in Versuchung zu bringen. - Du sagst doch immer, tu dein bestes. Aber das meinst du nicht ehrlich. Warum darf ich nicht tun, was ich am besten kann? - Im Moment, Liebling, will die Welt nur, dass wir uns anpassen. Und um uns anzupassen müssen wir wie alle anderen sein. - Der kleine Flash bekommt von seiner Mutter die Leviten gelesen.

Plot: Der altgediente Superheld Mr. Incredible (gesprochen von Markus Maria Profitlich) ist ziemlich heruntergekommen. Da die Gesellschaft keine Superhelden mehr duldet, ist er in seiner Tarnidentität gefangen. Und das gefällt ihm gar nicht. Heimlich geht er nachts mit seinem alten Kumpel Frozone auf Verbrecherjagd. Weder seine Superblagen Flash und Violetta noch seine Frau Elastigirl ahnen etwas von dieser Freizeitbeschäftigung.
Doch dann erhält er eine Videobotschaft der geheimnisvollen Schönen Mirage (gesprochen von Barbara Schöneberger), in der sie ihm das Comeback als Superheld anbietet. Sofort ist Mr. Incredible Feuer und Flamme, macht Fitnesstraining um die überflüssigen Pfunde los zu werden und besorgt sich sogar ein funkelnagelneues Kostüm. Sein erster Auftrag ist die Zerstörung eines amoklaufenden Kampfroboters namens Omnidroid 9000. Diese gelingt auch knapp, doch Mr. Incredible ist in eine Falle geraten, in der er einen alten Fan wiedertrifft und aus der er ohne Hilfe nicht mehr entkommen kann...

Kritik: Die Idee zum neuesten Streifen der Animationsfilm-Schmiede Pixar geht auf Regisseur Brad Bird zurück, der durch den wunderschönen, aber kommerziell nicht besonders erfolgreichen Zeichentrickfilm Der Gigant aus dem All bekannt ist. Die liebevolle Geschichte mit ausgefeilten, menschlich wirkenden digitalen Charakteren hat in Pixar dann auch genau den richtigen Partner gefunden, denn die von Apple-Erfinder Steve Jobs geleitete Firma war schon von ihrer Gründung an dafür bekannt, dass sie zwar neueste modernste Techniken einsetzte, dabei aber Kreativität und Charakterdesign nicht vernachlässigte. Genau deswegen bestechen Pixar-Filme bis heute eigentlich nicht durch besonderen Fotorealismus der Animationen, sondern durch die netten Geschichten für Jung und Alt. Beim Pixar-Vertriebspartner Disney ist dies leider schon vor Jahren in Vergessenheit geraten.
Und so ist The Incredibles wieder ein typischer Pixar. - Bis hin zum Vorfilm, der wie üblich völlig sinnfrei, aber absolut wunderbar geraten ist. Wie häufig bei solchen Filmen üblich wurden die Sprecher wieder auch im Deutschen prominent besetzt. Doch wie ebenso üblich ist außer in der besseren Vermarktbarkeit durch Fernsehauftritte der "Stars" kein besonderer Mehrwert zu erkennen. Einzig die Stimme des Chefs von Versicherungsmakler Mr. Incredible erzeugt Schmunzeln, da die digitale Figur dem Sprecher aus dem realen Leben, Herbert Feuerstein, so erschreckend ähnlich sieht, dass man sich kaum vorstellen kann, dass der nicht die Vorlage gewesen sein könnte.
Die Macher des Filmes werden nicht müde zu betonen, um wieviel aufwendiger und umfangreicher die Produktion ihres neuesten Filmes war. Doch eigentlich ist beim Zuschauen davon gar nicht viel zu bemerken. Gewohnte Pixar-Qualität eben. - Deswegen bleibt als letztes nur das Produktionsdesign besonders positiv hervorzuheben: Die an James Bond-Filme erinnernden bombastischen Kulissen sind fantastisch und werden durch die passende Musik noch atmosphärischer.
The Incredibles markiert den vorletzten Film in der Zusammenarbeit von Pixar und Disney. Der letzte geplante Film Cars ist vor wenigen Tagen um acht Monate verschoben worden. Was dies zu bedeuten hat, darüber streiten gerade die Börsen-Analysten.

Fazit: Mal wieder ein wunderbarer Animationsfilm in Pixar-Qualität, der eher auf ein älteres Publikum schielt. 8 von 10 gefährliche Superhelden-Capes.

Olaf Scheel
20.12.2004

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Sehr gut12%
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Bester Film aller Zeiten12%

33 Stimmen
Schnitt: 5.8
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
pcpanik (22.02.06): Meine Helden! Ich liebe diesen Film und vergebe daher (sehr subjektive) 9 von 10 Omnidroiden (eingetragenes Warenzeichen der Lucas Arts. Ltd.) Was die meißten Filmkritiker gegen den Mittelteil des Films einzuwenden haben, der sehr schön die Charaktereigenschaften genauer beleuchtet, ist mir unklar. Sicherlich, ungewöhnlich für eine Pixar Produktion, aber das Ziel-Publikum war diesmal auch ein anderes. Ebenso sind egative Kritiken zur Synchro von mir nicht nachvollziehbar. Sie geben den Figuren Leben und Charakter, wie keine anderen. Lediglich Kai Pflaumes Interpretation des Frozone gefällt (mir) nicht. Aber Herbert Feurstein und Mechthild Großhild (Edna) sind zu göttlich und passen wie die Faust aufs Auge. Ich vergleiche die Kritiken und Eindrücke dieses Films gerne mit der "Truemen Show". Dieser Film hatte ganz ähnliche Reaktionen hervorgerufen. Die einen liebten ihn, die anderen können nichts damit anfangen.
Katharina (28.05.05): Handwerklich sicher gut gemacht - und wenn man sich an dem sexistischen Inhalt und der dummen Story nicht stört (da war wirlklich James Bond hervorragendes Vorbild), kann man sich sicherlich auch amüsieren. Es ist nicht nur das Design, das an die 60er Jahre erinnert (an die FRÜHEN 60er!), sondern auch der Inhalt. Die Figuren, Charaktere die story, das ist alles abgestanden und uralt. Neu ist lediglich die Pixar-Verpackung. 4 Punkte
Katharina (28.05.05): Handwerklich sicher gut gemacht - und wenn man sich an dem sexistischen Inhalt und der dummen Story nicht stört (da war wirlklich James Bond hervorragendes Vorbild), kann man sich sicherlich auch amüsieren. Es ist nicht nur das Design, das an die 60er Jahre erinnert (an die FRÜHEN 60er!), sondern auch der INhalt. Die Figuren, Charaktere die sotry, dasi st alles abgestanden und uralt. Neu ist lediglich die Pixar-Verpackung. 4 Punkte
Horrorzicke (02.01.05): Dieser Film ist wirklich klasse - hab' mich lange nicht mehr so amüsiert!! 9 von 10 größten Fans!
Filoutrio (23.12.04): Ein herrlicher Film zum Entspannen und Abschalten. Herrliche Kinounterhaltung !! Mit einem superwitzigen Vorfilm mit einem Schaf ! Nur zu empfehlen. Von mir 9 von 10 zu vergebenen Punkten !!
Eric Draven (20.12.04): Hauptmanko für mich: die Filmlänge mit den schon genannten 115 Minuten.
Ansonsten ein animierter Film, der es ohne Probleme mit den "realen" Actionfilmen diesen Jahres aufnehmen kann....liegt vielleicht auch an der schlechten Ausbeute dieses Jahr;-)
...Kommentar fällt dieses Mal wohl was kürzer aus....
Von mir gibt's 7 von 10 feuerfesten Baby-Stramplern

Gero (20.12.04): Toy Story meets X-Men meets James Bond: Herrlich, obwohl mir Pixars digitale Gesichter bis heute nicht gefallen - das hat die Konkurrenz mittlerweile besser raus, oder es ist einfach deren Stil, den ich nicht mag.
Man vergesse aber bitte nicht all die wundervollen deutschen Synchronstimmen wie Herbert Feuerstein, Felicitas Woll (bekannt als Lolle aus "Berlin, Berlin"), und die bereits genannten Markus Maria Profitlich und Barbara Schöneberger - und im Schlepptau weiterhin noch Kai Pflaume.
Unbedingt erwähnenswert ist übrigens der zuckersüße Pixar-Vorfilm "Ein Schaf von der Wolle", der ohne tiefere Botschaft unglaublichen Humor ausstrahlt. Von mir daher 8 von 10 blonden Haaren auf dem Superheldenanzug..

Sebastian (20.12.04): Im Grunde kann ich Olaf nur völlig zustimmen!
Der Film ist, im Gegensatz zu sonstigen animierten Filmen, wirklich eher für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene gedacht, da der sonst übliche "Niedlichkeitsfaktor" völlig ausbleibt. Auch vom Inhalt her würden sich die ganz jungen Zuschauer wohl ziemlich langweilen. Dazu kommt noch, dass der Film mit 115 Minuten selbst im meinen Augen etwas zu lang geraten ist!
Besonders Connery-Bond-Fans kann ich den Film dagegen nur wärmstens ans Herz legen, da das Produktionsdesign sehr an die alten Bonds der 60er-Jahre erinnert (besonders an "Man lebt nur zweimal)"! Sehr positiv ist mir da auch der Score von dem mir bis jetzt unbekannten Michael Giacchino aufgefallen! Er schafft es, die alten Bond-Melodien sehr gut zu imitieren ohne sie direkt zu kopieren! Ich habe auf jeden Fall immer erwartet, dass plötzlich eine Stimme aus dem Hintergrund sagt: "Hallo, Mr. Bond!", als Mr. Incredible im generischen Stützpunkt herumlief.
Was auch schön war, ist, dass bei diesem Film (wie immer bei Pixar/Disney) viel Wert auf passende deutsche Stimmen gelegt wurde und nicht wie z.B. bei Große Haie - Kleine Fische irgendwelche B-Promis, die zwar bei der heutigen Jugend bekannt sind, aber überhaupt nicht zu den Figuren passen, gewählt wurden. Allein Kai Pflaume finde ich hier irgendwie unpassend!
Ich hatte während des Films auf jeden Fall meinen Spaß, wenn er auch aus mehreren Gründen nicht an meinen Referenzfilm Findet Nemo heranreicht! 8 von 10 abgehörten Polizeifunk-Meldungen!

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