The Yes Men
Dokumentation, USA 2003, 80 Minuten, ab -
Originaltitel: The Yes Men; Deutschlandstart: ??? (???); Regie: Chris Smith, Dan Ollman, Sarah Price; Produktion: Chris Smith, Sarah Price; Schnitt: Dan Ollman
Filmplakat
Internet Movie Database ()
Gefälschte Homepage der WTO ()
Szenenbild 1 Szenenbild 2 Szenenbild 3
Die Yes-Men vor der wichtigen Präsentation. Die Präsentation des Manager-Anzugs. Nach der Präsentation wollen Zuschauer mehr Informationen.

Plot: Die Yes Men betreiben eine Website (Link siehe oben), die manche Menschen für eine offizielle Seite der Welthandelsorganisation (WTO) halten. Wenn es zu Interview- oder Vortragsanfragen kommt, werden sie gerne angenommen...
Auf einer Tagung halten die Yes Men einen Vortrag über die Bekleidungsindustrie der Zukunft: Durch aufwändige Zahlenarithmetik wird begründet, warum es für moderne Unternehmen durch Einsparung von Kost und Logis günstiger ist, Arbeiter zu beschäftigen als Sklaven zu halten. Zum Schluss wird ein neuer Manager-Anzug zur Arbeiter-Überwachung vorgestellt. (Bild siehe oben) Mit ihrer Präsentation kommen die Yes Men sogar in die Presse, kritische Fragen werden nicht gestellt.

Bei einem Vortrag vor amerikanischen Studenten wird ein (angeblich) neues Welthunger-Projekt der WTO vorgestellt: Der Mensch verwertet nur ca. 20% der Nährstoffe in der Nahrung, 80% werden ausgeschieden. Pipelines bei McDonalds sollen diese nicht verwerteten Nährstoffe zu den Filialen in der Dritten Welt befördern. Durch Filterungen können dann dort neue Burger produziert werden. - Nach dem Vortrag werden Burger verteilt. Anders als bei den anderen Aktionen der Yes Men sind die Studierenden empört über die angeblichen Pläne der WTO.
... Und zum Schluss geben die Yes Men sogar offiziell die Auflösung der WTO bekannt...

Kritik: Die Yes Men sind eine Gruppe von Spaß-Guerilla. - Und wie es sich für den politisch ambitionierten (männlichen) Nerd gehört wird die gesamte Arbeit über Computer und Internet koordiniert. Unterstützt werden sie über ein weites Netzwerk von Globalisierungsgegnern.
Der Dokumentarfilm von Chris Smith zeigt uns das WTO-Projekt der Yes Men, das mit einer satirischen Website zur Welthandelsorganisation begann und mit den Pressemitteilungen zu ihrer Auflösung endete. (Genial begründet durch die Feststellung, dass die WTO erkannt hätte, dass sie nur den reichen Nationen nutzt.) Dass die Aktionen der Yes Men nicht sofort als Ulk enttarnt wurden, ist erschreckend und zugleich unglaublich komisch anzusehen. - Vor allem erstaunt, dass das Team es immer wieder geschafft hat in die Medien zu kommen, selbst in überregionale, ohne dass die Reporter nachrecherchiert hätten. Selbst die ständige Begleitung der Yes Men durch ein Filmteam machte niemanden stutzig.
Nun haben die Yes Men ein neues Projekt: den Imperialismus der USA unter George W. Bush nach dem 11. September 2001, der mit wirtschaftlicher Macht aber auch mit Waffengewalt ausgeübt wird. Wir dürfen uns also auf vergnügliche und nachdenklich machende Aktionen freuen...

Fazit: Interessanter Dokumentarfilm über die kreativen Aktionen von Globalisierungsgegnern. 7 von 10 Konfettikanonen-Ständern

Olaf Scheel
08.02.2004

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Schnitt: 5.3
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