Cop Out - Geladen und Entsichert
Komödie /Action, USA 2010, 107 Minuten, ab 16
Originaltitel: Cop Out; Deutschlandstart: 15.04.2010 (Warner Bros.); Regie: Kevin Smith; Produktion: Polly Cohen Johnsen, Mark Cullen u.a.; Drehbuch: Robb Cullen, Mark Cullen; Musik: Harold Faltermeyer; Kamera: David Klein; Schnitt: Kevin Smith

mit Bruce Willis (Jimmy Monroe), Tracy Morgan (Paul Hodges), Juan Carlos Hernández (Raul), Cory Fernandez (Juan), Ana de la Reguera (Gabriela), Sean Cullen (Captain Romans), Kevin Pollak (Hunsaker), Adam Brody (Barry Mangold), Guillermo Díaz (Poh Boy), Alberto Bonilla (Julio) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Warner Bros. )
Trailer ()
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Diesmal will ich aber den bösen Cop spielen. - Unwahrscheinlich. - Sehr wahrscheinlich! - Höchst unwahrscheinlich. Weiß du auch wieso? Du spielst den bösen Cop gar nicht richtig. Du klaust nur die ganzen, völlig bescheuerten Sprüche, die du im Fernsehen und in deinen Lieblingsfilmen hörst. - Jimmy und Paul sind sich uneinig über die Verhörmethode.

Plot: Die Detectives Jimmy Monroe (Bruce Willis) und Paul Hodges (Tracy Morgan) sind seit neun Jahren Partner und gehen durch dick und dünn. Monroe ist eher der ruhige und bedächtige Typ und Hodges ein überdrehtes Nervenbündel. Nachdem beide eines Tages nach einem Vorfall suspendiert werden, will Monroe eine wertvolle Baseball-Karte verkaufen, um seiner Tochter eine Traumhochzeit erfüllen zu können, da wegen der Suspendierung kein Geld mehr rein kommt. Doch als Monroe die Karte gerade dem Händler verkaufen will, wird dessen Laden von dem Dieb Dave (Seann William Scott) überfallen. Der sackt die Karte gleich mit ein. Nun ist guter Rat teuer. Monroe muss die Karte wieder bekommen und dafür ist nahezu jedes Mittel recht, auch wenn es heißt, dafür in die Machenschaften des Latino-Gangsters Raul (Juan Carlos Hernández) rein pfuschen zu müssen...

Kritik: Kevin Smiths (Clerks, Dogma) neustes Werk ist etwas mainstreamiger geworden als seine üblichen Filme. Das liegt allein schon daran, dass er hier mal nicht für das Drehbuch verantwortlich ist, sondern nur Regie geführt hat.
Cop Out ist nicht mehr und nicht weniger als eine recht gelungene Hommage an die Buddy-Action-Filme à la Beverly Hills Cop & Co. Dafür werden auch wirklich fast alle Klischees der Filme bedient, die zwischen Mitte der 80er und Anfang der 90er so beliebt waren.

Von der Charakter-Zeichnung der beiden Protagonisten, über die merkwürdigen und nicht gemochten Kollegen und die privaten Probleme bis hin zur perfekten Musik-Untermalung im Harold-Faltermeyer-80er-Jahre-Stil. Als I-Tüpfelchen gibt es dann noch einen Haufen Anspielungen/Zitate auf die (Buddy-)Action-Filme. Für Film-Freaks ist das einfach ein Leckerbissen.
Die Story ist hier nicht die großartigste, aber durchaus gelungen, dient sie doch mehr für ein loses Gespinst, welches die einzelnen komischen Situationen, in die die beiden Detectives geraten, zusammen hält. Regisseur Smith inszeniert das Ganze auch solide, aber leider ein wenig so, als würde er mit angezogener Handbremse arbeiten. Es fehlt ein wenig Tempo und Spritzigkeit. Das kann Smith besser. Wenn Cop Out die Rasanz und die grandiosen, coolen Sprüche den kürzlich in den Kinos gewesenen From Paris With Love hätte, wäre er ein Spitzen-Film geworden. So leider nur gute und leicht bekömmliche Action-Komödien-Ware. Ebenfalls haben mich Tracy Morgan und Seann William Scott in ihren Rollen mit ihrer Überdrehtheit und ihrem Gelaber hier und da schon etwas genervt.
Alles in Allem bietet der Film aber richtig gute Unterhaltung und viel zu Lachen. Schon allein wegen Bruce Willis, der in die Rolle passt, wie Arsch auf Eimer macht es Spaß den Film zu gucken.

Fazit: Cop Out ist eine solide und lustige Hommage an die Buddy-Action-Movies der 80er. Die beiden Protagonisten passen sehr gut in ihre Rollen, wenngleich Tracy Morgan manchmal schon ein wenig zu nervig ist. Leider fehlt es dem Film etwas an Spritzigkeit, Tempo und richtig coolen Sprüchen. 7 von 10 Cops im Handy-Kostüm bei YouTube.

Sebastian Schwarz
22.04.2010

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613 Stimmen
Schnitt: 5.3
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Leser-Kommentare:
Eric Draven (28.04.10): Stimme der Kritik von Sebastian vollkommen zu und dem ist meiner Meinung nach nichts weiter hinzuzufügen.
Von mir gibt's 6 von 10 Baseballkarten.

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