Männer, die auf Ziegen starren
Kriegs-Satire, USA / Großbritannien 2010, 93 Minuten, ab 12
Originaltitel: The Men Who Stare at Goats; Deutschlandstart: 04.03.2010 (Kinowelt); Regie:Grant Heslov; Produktion: George Clooney, Barbara A. Hall u.a.; Drehbuch: Peter Straughan nach dem Roman von Jon Ronson; Musik: Rolfe Kent; Kamera: Robert Elswit; Schnitt: Tatiana S. Riegel

mit George Clooney (Lyn Cassady), Ewan McGregor (Bob Wilton), Jeff Bridges (Bill Django), Kevin Spacey (Larry Hooper), Stephen Lang (General Dean Hopgood), Robert Patrick (Todd Nixon), Waleed Zuaiter (Mahmud Daash), Stephen Root (Gus Lacey), Glenn Morshower (Major Holtz), Nick Offerman (Scotty Mercer), Tim Griffin (Tim Kootz), Rebecca Mader (Debora Wilton), Jacob Browne (Lieutenant Boone) u.a.

Filmplakat
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Trailer ()
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Bob Wilton steckt in einer Lebenskrise.
Die New Earth Army unter Bill Django. Die Ziege gegen Lyn Cassady. In der Wüste lauern vielfältige Gefahren.

Was machst du da? - Wolken sprengen. Hält mich fit! - Lyn Cassady ist es bei der Fahrt durch die Wüste langweilig.

Plot: Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) steckt tief in der Krise: Seine Ehefrau hat ihn wegen seines Chefs verlassen. Er überreagiert und lässt sich in den Irak schicken, um Kriegsberichterstatter zu werden. Er schafft es allerdings nur bis nach Kuwait an die irakische Grenze, da er kein Visum bekommt. Dort trifft er beim Abendessen auf Lyn Cassady (George Clooney), der geschäftlich in Kuwait ist. Der Name kommt Bob allerdings bekannt vor; er erinnert sich, dass er vor einiger Zeit einen Ex-Soldaten interviewt hat, der behauptete, er wäre in einer parawissenschaftlichen Einheit ausgebildet worden und seitdem könne er durch seine Gedanken töten. Allerdings kann er es nur an einem Hamster demonstrieren. Und eben dieser Soldat erwähnte den Namen Lyn Cassady, da der angeblich der beste dieser parapsychologischen Spezialisten gewesen sein sollte.
Als Bob Cassady auf die Spezialeinheit anspricht, gesteht der ihm, er sei nicht im Ruhestand und auf einer Mission in den Irak unterwegs und er könne Bob dorthin mitnehmen. Als Bob einwilligt, Cassady zu begleiten, ahnt er nicht, auf was für einen bewusstseinsverändernden Trip er sich eingelassen hat. Nach und nach erfährt Bob, dass es diese Spezialeinheit, deren Soldaten sich selber nur als Jedi-Krieger bezeichneten, wirklich gegeben hat. Cassady war ihr begabtester Schüler, der Kraft seiner Gedanken an jeden beliebigen Ort reisen und sogar das Wetter beeinflussen kann. Je mehr Bob über die "New Earth Army" erfährt, desto tiefer wird er in Machenschaften der Spezialeinheit verwickelt.

Kritik: Männer, die auf Ziegen starren besticht schon allein durch seinen recht außergewöhnlichen Titel, bei dem auch gerne mal das Komma vergessen wird. Allerdings lässt er sich weder durch den Namen noch durch die Vorschau so richtig in ein Genre einordnen. Und auch nach Konsum des Films fällt es schwer, zu beschreiben, was man da gesehen hat. Für eine Komödie ist er nicht komisch genug, für eine Satire fehlt der richtige Biss. Auch passt das Prädikat 'Kriegsfilm' nicht wirklich. Dokumentarisch ist er auch nicht, dafür kann man ihn nicht ernst genug nehmen.
Clooney und Co. spielen sich launig durch einen Film, der so ist, wie sein Soundtrack: kurzweilig. Es gibt ein paar wirklich gelungene Szenen, die den Anspruch an eine Komödie erfüllen. Leider reichen die aber nicht aus, um 90 Minuten lachen zu können. Noch dazu wurden fast alle diese Szenen für die Vorschau verwendet und so verschießt Männer, die auf Ziegen starren sein Pulver schon mit der Vorschau.
Was dennoch bleibt, ist nette Unterhaltung, die gut und bekömmlich konsumiert werden kann. Es entsteht vielleicht die eine oder andere Länge, die man aber verzeihen kann. Schade ist nur, dass diese angeblich auf Tatsachen beruhenden Geschichte die Glaubwürdigkeit fehlt. Der Zuschauer kommt gar nicht erst in Versuchung, an all diese paranormalen Dinge zu glauben. Dass es die Einheit wirklich gegeben hat und die Amerikaner wirklich versucht haben, parapsychologische Kriegsführung zu erforschen, bleibt eine Randnotiz.
Das Aufgebot wirklich guter Schauspieler rettet den Abend und sorgt wenigstens für nette Unterhaltung, die leider nicht mehr und wenigstens nicht weniger ist, als eben das. Nette Unterhaltung.

Fazit: Nett, kurzweilig, schnell wieder verdaut. 7 von 10 Panzerfahrten auf LSD.

Lars Haller
09.03.2010

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Sehr gut9%
Absolut hervorragend4%
Bester Film aller Zeiten8%

62 Stimmen
Schnitt: 4.7
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Jerry (18.10.10): Ach ja, die Wertung: Auch von mir nur 5 von 10 Leute die mit dem Kopf durch die Wand wollen.
Jerry (18.10.10): Ich schließe mich Olaf an (mit einem halben Jahr Verspätung). Habe gestern die DVD Version gesehen und war wenig begeistert. Der Film ist nicht wirklich schlecht, es passiert nur einfach nichts wirklich interessantes. Die dünne Handlung plätschert ziemlkich ziellos dahin; und nur selten gibt es ein paar skurrille Momente in denen man wachgerüttelt wird. Ich bin jedenfalls froh dass ich diesen Film nur aus der Stadtbibliothek geliehen und nicht für 2x8 Euro im Kino gesehen habe.
Olaf (10.03.10): @Lars: 'Nett' ist der kleine Bruder von 'scheiße'. - Die meisten meiner Kritikpunkte hast du schon in deiner Filmbesprechung genannt. Ich komme aber zu einer durchaus härteren Bewertung: Der Film ist für mich einfach belanglos. Nicht witzig genug - oder vielleicht zu albern und dadurch nicht treffend. Man glaubt nicht eine Sekunde, dass irgendwas an der Geschichte echt sein könnte. Und das ist der Tod einer Satire. 5 von 10 Einäugige Pyramiden
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