Vergessende Welt: Jurassic Park

Dino-Action, USA 1997, 129 min, ab 12
Originaltitel: The Lost World: Jurassic Park, R: Steven Spielberg
mit Jeff Goldblum (Ian Malcom), Julianne Moore (Sarah Harding), Pete Postlethwaite (Roland Tembo), Arliss Howard (Peter Ludlow), Richard Arrenborough (John Hammond), Vince Vaughn (Nick Van Owen), u.a.
Eintrag in der Cardiff Filmdatenbank

Zum Inhalt: Sie haben überlebt, die Biester. Nicht unweit des im letzten Teil zerstörten Jurassic Parks, auf einer anderen kleinen Insel, stand die sogenannte "Zuchtfarm" für die Dino-Babys. Der Chef der ganzen Anlage, John Hammond (Richard Attenbourough, der in diesem Teil wohl lediglich eine Gastrolle spielt), hat diese Zuchtfarm wohlwissentlich allen anderen damals Beteiligten verschwiegen. Wie die Natur es will, hat sich im Laufe der Jahre eine ganz eigene Flora entwickelt, zudem ist die Insel seit dieser Zeit vom Menschen verlassen. Zufällig häelt auf diesem Eiland nun eine reiche englische Familie ihr Picknick ab. Die kleine Tochter dieser Snobs wird auch pronto von Mini-Dinos angefallen und verletzt. Nun läst sich diese Insel mit der einmaligen Tierwelt nicht mehr vor der Öffentlichkeit verbergen. John Hammond schickt nach einiger "Überzeugungsarbeit" auch sogleich ein Forscherteam in die Gefahr. Natürlich lockt die malerische Insel auch skrupellose Geschäftemacher an, um ein paar von den lebenden Fossilien einzufangen und in diversen Parks auszustellen. Nun machen die "Forscher" gegen die "Ausbeuter" mobil, dann zwingt das "Schicksal" doch zum gemeinsamen Handeln: Nachdem der Chef der Echsen, der T-Rex, unglücklicherweise gereitzt wurde, beginnt die Flucht vor den Mega-Monstern... Kritik!? Godzilla's revenge! Das wäre mein Titel-Vorschlag für diesen Film. Die Action ist zugegeben in diesem Teil "härter", die Effekte (sicher DER Hauptbestandteil des Films) sind auch ganz nett, allerdings war's das dann auch schon. Der ganze Film ist an jeder Stelle vorhersehbar, man weiß immer was in der nächsten Szene passieren wird. Und das nimmt dem Film ganz beträchtlich die erforderliche Spannung. Zeitweise nimmt der Streifen auch ganz skurille Formen an, so dermassen skuril, daß der Film doch streckenweise sehr albern wirkt. Ein T-Rex in einer amerikanischen Großstadt erinnert doch stark an die japanischen Trash-Godzilla Filme. Nur das heutzutage anstatt eines Knetgummi-Monsters halt der Rechner die Regie für die Spezialeffekte übernimmt. Wie gesagt: genial animiert ist der Film ja. Allerdings dann auch nur solange, wie wirklich der Computer die Animationen berechnet hat. Denn wenn im Film nun wieder ein Plastik-Dino gefragt ist, dann sieht's doch wieder recht altbacken aus. Die Story ist bei solchen Filmen naturgemäß dünn, man kann sich nur immer wieder sagen, daß man dieses ja vorher wußte. Bleibt halt noch die Action. Zur erhöhten Action-Schlagzahl rechne ich mal, daß in diesem Teil wesentlich mehr Menschen den Futtertod finden, als im letzten Teil. Denn die Action in diesem Film besteht lediglich aus jagenden, brüllenden, menschenfressenden, alles-zertrampelden Dinos. Dabei wird der Besucher in deutschen Kinos um satte 5 Minuten Film betrogen. Ansonsten wäre die FSK Freigabe ab 12 Jahren wohl überhaupt nicht mehr zu rechtfertigen gewesen. Die abschliessende Frage ist jetzt nur, ob es sich wirklich lohnt in einen Film zu gehen, der letztenendes nur wegen der Spezialeffekte sehenswert ist.

Fazit: 3 von 10 Dino-Leder-Handtaschen

Matthias Hamm

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932 Stimmen
Schnitt: 5.1
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© Augenblick! 1997