Hollow Man - Unsichtbare Gefahr

Thriller, USA 2000, 110 Minuten, ab 16
Originaltitel: Hollow Man; Deutschlandstart: 12.10.2000 (Columbia Triastar); Regie: Paul Verhoeven; Produktion: Douglas Wick, Alan Marshall; Drehbuch: Andrew W. Marlowe; Musik: Jerry Goldsmith; Kamera: Jost Vacano; Effekte: Scott E. Anderson (Sony Pictures Imageworks Inc.); Ausstattung: Allan Cameron; Schnitt: Mark Goldblatt; Kostüme: Ellen Mirojnick

mit Elisabeth Shue (Linda), Kevin Bacon (Sebastian Caine), Josh Brolin (Dr. Matthew Kensington), Kim Dickens (Sarah Kennedy), Greg Grunberg (Carter Abbey), Joey Slotnick (Frank Chase), Mary Randle (Janice Walton), William Devane (Dr. Arthur Kramer)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Columbia Tristar de)


Plot: Sebastian (Kevin Beacon / Echoes, Wild Things, Sleepers) ist der Chef eines Forschungsteams und steht kurz vor einem sensationellen Durchbruch: Es ist ihm gelungen Säugetiere unsichtbar zu machen.
Das einzige womit es noch hapert, ist das wieder sichtbar Machen. Als er auf einer Anhörung des Militärs ist, lügt er um den wahren Status und verschweigt die bisherigen Erfolge. Er möchte das Projekt erst zu Ende bringen, weil die Militärs ihm die Leitung streitig machen würden.
Nebenbei versucht er noch herauszufinden, wer der Neue seiner Ex-Freundin Linda (Elisabeth Shue) ist. Bei einem Selbstversuch setzt er alles auf eine Karte und macht sich unsichtbar, doch damit fangen die Probleme erst an...

Kritik: Nach etwas längerer Pause meldet sich Verhoeven mit seinem neustem Werk (Starship Troopers, Basic Instinct, Total Recall, RoboCop) zurück. Hollow Man gibt sich spartanisch, der Hauptteil des Films spielt in dem unterirdischem Versuchslabor und nur ab und zu ist es dem Zuschauer vergönnt andere Schauplätze zu sehen.

Zuerst wird der Zuschauer behutsam in die Welt eingeführt: In dem Versuchslabor stehen Käfige mit unsichtbaren Hunden und Affen. Einer dieser Affen wird auch Mittelpunkt der ersten großen Effekt-Szene: Nach einer Injektion werden erst die Venen sichtbar und danach materialisiert sich Schicht für Schicht der Rest von dem Affen.
Von den Effekten aus gesehen gibt es nichts an Hollow Man zu meckern, egal ob es eine sich selbst aufknöpfende Bluse ist oder ob es Fußspuren in einer Blutlache sind, die FX sind grundsolides Handwerk.
Was natürlich schwach ist die Motivation des Hauptcharakters Sebastian: Seine anfängliche Arroganz den anderen gegenüber wird im Laufe des Film zur Manie. Aber warum eigentlich? Plötzlich tötet er kleine bellende Hunde und wird zum Raubtier, welches seine Teammitglieder gemein dahinmeuchelt. Auch der Endkampf erscheint überaus unrealistisch: Neben all den unnötigen Logikfehlern, kommt es aber auf diese Plot-Schwächen kaum an.

Fazit: Gutes Popcornkino und damit 6 von 10 unsichtbaren Oscars für die FX dieses Film

Erik Wasser
16.10.2000

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War okay10%
Gut7%
Sehr gut8%
Absolut hervorragend8%
Bester Film aller Zeiten10%

989 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Stefan (20.08.04): geil gemacht.
xxxx++++ (25.06.04): oh gott ,wo leben wir. wieviele unrealistische filme gibt es? und spielt das heut zu tage überhaupt noch eine rolle? Es gibt so viele filme, wo mensche einen der schlimmsten autounfälle überleben wo so mancher von uns drauf gegangen währe...... natürlich ist er nicht atemberaubend aber immerhin.....heut zutage werden menschen geklont ist es da noch so abwägig das so etwas auch mal auf uns zu kmmt? denkt darüber nach!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bad Boy (22.07.02): Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.Einen derart unrealistischen Film habe ich selten gesehen. Anscheinend macht Unsichtbarkeit auch automatisch unbesiegbar.Erst wird Kevin Bacon mit einer Eisenstange "erschlagen", dann mit einem Stromkabel außer Gefecht gesetzt, und zum Abschluss stürzt er dann auch noch in einen brennenden Fahrstuhlschacht. Würde mich nicht wundern, wenn der das jetzt überlebt hat, und Verhoeven und Konsorten noch `n Sequel drehen.Hollywood trau ich alles zu. Überhaupt...nur ein paar kleine Gewaltsequenzen lassen Verhoevens HAndschrift erkennen. Vom Gore-Faktor eines Starship Troopers oder RoboCop, ja selbst eines Total Recall ist das alles meilenweit entfernt. Die Effekte sind natürlich State-of-the-Art(natürlich nur bis zum nächsten Sommer), und ich glaube auch das sind die bis dato realistischsten Darstellungen eines Unsichtbaren.Tja, aber beim Rest da hapert´s gewaltigt.Alels schon mal gesehen, alles schon mal dagewesen...null Innovation...null Einfallsreichtum. Ob es jetzt wirklich die Unsichtbarkeit war, die Bacon amoklaufen ließ oder doch eine Nebenwirkung des Serums wird nie eindeutig geklärt.Schade....auch die spektakulären Effekte können die altbackene Mad Scientist-Story nicht aufwerten.
Mirko: Ist doch Klasse, wenn sich alle einer Meinung sind. Dieser Film hätte in den Ansätzen Chancen gehabt, doch leider verliert er sich im puren "Irrealismus". Das einzig wirklich gelungene, neben den Effekten, ist ein wunderbar böser Kevin Bacon. Mehr als 4 Punkte hat dieser Film nun wirklich nicht verdient.
Lars Haller: Übrigens Raphael: Das ist kein "Mixer", sondern eine Zentrifuge. Nur so.
Ralf: Schließe mich obigen Meinugen voll und ganz an: UNREALISTISCHER geht es nimmer. Fazit: 3 Punkte (wenigstens sind die Effekte gut)
Raphael: Der absolut schlechteste Schocker aller Zeiten. Typisch amerikanisch: Wir hauen den bösen man und lassen ihn liegen ohne zu schauen ob er noch lebt. Wir fliehen lieber vor einem Mixer als dessen Stecker herauszuziehen.Mit der Unsichtbarkeit des Mannes kommen auch übermenschliche Kräfte wie:mit einer hand einen 120kilo Mann am kinn hochheben und wegwerfen,brennen und weitermachen wie bisher,Menschen fliehen vor einer explosion und krepieren um ein Haar aber der Unsichtbare klettert einfach aus der Explosion heraus.Fazit:-10
Lars Haller: Für jemanden der erst unter Strom steht, anschliessend mit einem Flammenwerfer gebraten wird und dann noch in einem Fahrstuhl ist, der mit so ca. 60-70 g Beschleunigt wird ( ist nur eine vorsichtige Schätzung; die Detonationsgeschwindigkeit von Glycerintrinitrat [auch Nitroglycerin genannt] liegt bei 7450 m/s...) sieht Kevin Bacon am Ende noch ziemlich fit aus. Ich möchte bestimmt nicht über Unrealismus in Filmen schafeln, aber dieses besonders schlechte Exemplar von einem Action/Schocker/Drama/Moral - Hollywood - Epos - Streifen übertreibt es echt. Maximum sind 4 von 10 bestrahlten Proteinen. Übrigens: ICH WILL DEN RECHNER , SO ETWAS HABE ICH NOCH NICHT GESEHEN,( das ist Molekular Modeling im Lichtgeschwindigkeitsbereich !!!!)[wenn's so einfach wäre, wäre der FB13 sehr viel kleiner und vor allen dingen ersetzbar...]
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