Ali G Indahouse
Komödie, England 2002, 88 Minuten, ab 12
Originaltitel: Ali G Indahouse; Deutschlandstart: 05.09.2002 (UIP); Regie: Mark Mylod; Produktion: Eric Fellner, Tim Bevan, Dan Mazer; Drehbuch: Sacha Baron Cohen, Dan Mazer; Musik: Adam F., Shaggy; Kamera: Ashley Rowe; Ausstattung: Gemma Ryan; Schnitt: Paul Knight; Kostüme: Jason Alper

mit Sacha Baron Cohen (Ali G), Kellie Bright (Me Julie), Michael Gambon (Prime Minister), Charles Dance (Carlton), Rhona Mitra (Kate), Martin Freeman (Ricky C), Barbara New (Nan), Ray Panthaki (Hassan B)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (UIP de)
Trailer (UIP de)

Wie gesagt: Das Bildungsniveau ist auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. - Ja, nur aus einem Grund: Die Kids lernen Zeug, was sie Null weiterbringt. Ich meine, wer von euch hier hat je im Leben Mathe gebraucht, oder Lesen? - Ali G löst die Bildungsmisere

Plot: Ali G (Sacha Baron Cohen) ist der coole unbezwingbare Anführer einer der gefürchtetsten Streetgangs des Londoner Vororts Stains, der West Staines Massive. (Zumindest wäre er gern cool, unbezwingbar und gefürchtet.) Aufgrund einer bösen Verletzung an seinem Haupt-Scratch-Finger ist er seit ein paar Jahren auf Stütze und jobt nebenher im John Nike Freizeitzentrum, wo er den Kids wichtige Tipps für stilechtes Fluchen und den Verkauf von Marihuana gibt. Als das Center geschlossen werden soll kettet Ali sich aus Protest vor der örtlichen Bushaltestelle an, was die Aufmerksamkeit des Schatzkanzlers David Carlton (Charles Dance) erregt. Dieser sucht gerade einen Kandidaten für die anstehenden Unterhaus-Nachwahlen in Staines. Der Premierminister möchte ein junges, unverbrauchtes Gesicht, und so kommt dem hinterlistigen Carlton der scheinbare Loser Ali G gerade recht um eine Intrige gegen den eigenen Chef zu spinnen. Doch leider geht der Schuss nach hinten los als Ali G durch seine 'unkonventionelle' Art überraschend zum Politstar aufsteigt. Carlton muss härtere Bandagen anlegen...

Kritik: Respecke! Eigentlich bin ich kein Freund von Klamaukkomödien, aber was Ali G Indahouse uns anbietet ist schon beachtlich: Das Gagfeuerwerk aus Zoten, sexistischen Sprüchen und jeder Menge Ekelhaftigkeiten lässt das Publikum sich ständig fragen, ob es weinen oder lachen soll. - Einfach so doof, dass es schon wieder gut ist. Für die Zuschauer, die nicht bereit sind, sich über die Grenzen des eigenen guten Geschmacks hinwegzusetzen ist der Film vermutlich allerdings einfach nur grausam.
Trotzdem fehlt es dem Humor von Ali G nicht an Hintergründigkeit, wenn man die zahlreichen Zitate und Referenzen aus der Rap-Kultur beachtet. (Vieles war leider nicht problemlos ins deutsche zu übersetzen. Wir empfehlen also das Original.) So ist Ali G letztlich mehr als eine englische Version von Erkan & Stefan: Lustiger, geschmackloser und bissiger. Einfach britisch eben.
Ankerpunkt der Story ist der bekannte britische Fernsehkomiker Ali G, der aber nur dank der gut besetzten Nebenrollen richtig zum Zuge kommt. Da ist zum Beispiel Alis Freundin Me Julie (Kellie Bright), die erstaunlich viel Geduld mit ihrem (in Gedanken) untreuen Freund mitbringt. Oder der hinterlistige Politiker Carlton, der Ali für seine eigenen Zwecke missbrauchen möchte. Ein echter Hingucker ist dann noch Carltons Assistentin Kate, die vom ehemaligen Lara Croft-Double Rhona Mitra gespielt wird. Sicher ist, dass sie nach dem Film nicht nur der feuchte Traum des Helden Ali, sondern auch der zahlreicher männlicher Zuschauer sein wird...

Fazit: Politisch inkorrekt, sexistisch, peinlich und geschmacklos - aber einfach schreiend komisch. 8(2) von 10 knallharten Streetgangs (Die Zahl in Klammern gilt für ernsthafte Zeitgenossen.)

Olaf Scheel
01.09.2002

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140 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
kinklaze (06.12.02): Das ist der beste film den ich seit langer zeit gesehen habe. hab seit dumm und dümmer nicht mehr so gelacht. entweder man liebt ali g oder man kann ihn nicht ab... ich liebe ihn!
Olaf (05.09.02): Ich hab die Tage einen kleinen Teil eines Making-Ofs gesehen. War ziemlich lustig, denn sie haben auch eine Szene aus dem Sychronstudio gezeigt. Es erschein mir so, als ob der Synchronregisseur kurz vor der Verzweiflung stand, als er versuchte, Mola ein wenig mehr Modulation aus der Stimme zu pressen... *g*
Bad Boy (05.09.02): Fand den Film eigentlich ziemlich schlecht, als ich ihn in der Sneak gesehen habe. Und dass einige Kritiker von der Insel jetzt vom neuen Peter Sellers (!) unserer Zeit sprechen, erscheint mir mehr als unverständlich. Ich gebe "ich" da vollkommen Recht. Gleich im Trailer habe ich gemerkt, dass uns Mola, der ewige VIVA-Moderator doch tatsächlich Ali G. seine Stimme leiht. Vielleicht ist der Film in der Orginalfassung ja besser, was ich kaum glaube. Aber diese Synchro ist das absolut letzte. Das dabei ein Teil des Sprachwitzes verlorengeht, war abzusehen, aber wie Mola derart lust-und nuancenlos seinen Text runterleiert, vollkommen unmotiviert und absolut nicht lippensynchron ist echt nicht zum Aushalten. Ich habe noch nie, noch nie, nie , nie ein derart beschissen synchronisierten Film gesehen. Aber auch sonst waren die Gags zu 95% nicht witzig.
Olaf (04.09.02): Hey, als Teeny geh ich nun eindeutig nicht mehr durch... *g*
ich (03.09.02): nur was fuer pubertierende teens, die ueber flache sexistische witze lachen koennen mola adebesi als syncronsprecher ? *kopfschuettel*
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