Signs - Zeichen
Mysterie-Thriller, USA 2002, 106 Minuten, ab 12
Originaltitel: Signs; Deutschlandstart:12.09.2002 (Buena Vista); Regie: M. Night Shyamalan; Produktion: Frank Marshall, Sam Mercer, M. Night Shyamalan; Drehbuch: M. Night Shyamalan; Musik: James Newton Howard; Kamera: Tak Fujimoto; Spezialeffekte: Andrew Mortelliti; Ausstattung: Keith P. Cunningham; Schnitt: Barbara Tulliver; Kostüme: Ann Roth

mit Mel Gibson (Graham Hess), Joaquin Phoenix (Merrill Hess), Rory Culkin (Morgan Hess), Abigail Breslin (Bo Hess), Cherry Jones (Officer Caroline Paski), Patricia Kalember (Colleen Hess), Jose L. Rodriguez (Radio Host)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Buena Vista de)
Trailer (Cinebiz de)

Plot: Farmer Graham Hess (Mel Gibson) seine beiden Kinder Morgan (Rory Culkin), Bo (Abigail Breslin) und sein Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) leben auf einer Farm in der Nähe von Pennsylvania. Graham ehemals Pfarrer der Gemeinde verlor seine Frau bei einem Autounfall und mit ihr seinen Glauben an Gott.
Eines Tages finden die Kinder merkwürdige Zeichen im Kornfeld, aber Graham will weder etwas von Außerirdischen noch von göttlichen Zeichen wissen und versucht die Zeichen zu ignorieren. Aber dann häufen sich die Nachrichten aus aller Welt, wo eben solche Zeichen gesichtet wurden. Eine Art "Krieg der Welten" via Fernseher zieht seine folgenschwere Kreise und Grahams Glaube wir auf eine harte Probe gestellt: Sind die Kornkreise nun ein Wunder Gottes oder ein Orientierungshilfe für eine außerirdische Invasion?

Kritik: Regisseur M. Night Shyamalan stellt uns sein neuestes Werk vor. Wie schon in Sixth Sense und Unbreakable geht es um Mystik und Glauben um Realität und Fiktion. Wer nun glaubt er geht in Signs und sieht einen psychologische, wissenschaftliche Interpretation in Sachen Kornfeld-Zeichen, der sollte lieber gleich zu Hause bleiben.
Signs
ist so etwas wie die subtile Ausgabe von Independence Day. Nur das es hier keine Raumschiffe gibt, keine Waffen und keinen heroischen Präsidenten, der die Welt rettet. Hier geht es um eine Familie und ihre ganz eigene Lebenskrise. Um Wertverlust, um den Glauben an das Leben und an Gott. Um die Liebe zueinander und wie man manchmal durch ein schreckliches Erlebnis seinen bereits verloren geglaubten Glauben wiederfindet. Der Film ist atmosphärisch dicht und arbeitet mit den subtilen Horrorelementen eines Gruselfilms. Mehr als einmal blieb mir fast die Luft weg.

Spannend erzählt wird Shyamalans Version von Krieg der Welten allemal und die Darsteller tun ihr übriges. Mel Gibson spielt betont passiv, in der Trauer um seine Frau und seinen verlorenen Glauben scheint er in einer anderen Welt zu leben. Unfähig seine Gefühle zu offenbaren findet er schließlich sein Ventil in der Rettung seiner Kinder. Vergesst Martin Riggs, vergesst William Wallace, vergesst Benjamin Martin. Hier lernen wir eine andere Seite von Mel Gibson kennen. Er ist kein Held, kein draufgängerischer Cop und kein Vaterlandskämpfer. Graham Hess ist ein Mann, der alles woran er glaubte verloren hat. Er lebt und atmet, aber seine Seele ist verkümmert, sein Herz gebrochen. Dies ist die Geschichte seiner Wiederfindung. Auf seine Art liebeswert naiv, wie sein Bruder Merrill, ein ehemaliger Amateur-Baseball-Spieler, dargestellt von Joaquin Phoenix.
Alles in diesem Film ist sehr leise, sei es nun die erzählte Geschichte, die Darstellung der Charaktere oder die Invasion der Außerirdischen. Es gibt herrlich komische Elemente im Film. Einfache Dialoge oder auch diverse Situationskomik und ohne diese kleinen lustigen Zwischenspiele wäre man aufgeschmissen. Mitten im Film hat man dieses Gefühl der aufkommenden Panik - und mir ging es bei Gott nicht alleine so. Du krallst dich in die Lehne deines Kinostuhls, du möchtest gerne fliehen, aber du kannst nicht, denn Shyalamans Geschichte sitzt bereits tief in dir drin und davor kannst du dich nicht schützen. Er schockt dich, er erschreckt dich, er konfrontiert den Zuschauer mit der Urangst der Menschheit: Was würden wir tun, wenn SIE kommen würden? Sind sie böse oder gut? Wollen sie uns helfen oder vernichten? Shyalaman erspart sich in Signs den Aha-Effekt und der ist auch nicht nötig, denn am Ende kommt es nur darauf an, ob du an das Leben glaubst und an Gott, wie auch immer der eine oder andere ihn sich vorstellt. Denn ohne einen Glauben kann niemand existieren, weil es ohne Glauben auch keine Hoffnung geben kann.

Fazit: Atmosphärisch dicht erzählter Film mit subtilen Horrorelementen, der unter die Haut geht. Gute Darsteller agieren in einer faszinierenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt. 9 von 10 Alufolien-Gedanken-Abschirm-Hütchen

Sandra Plich
15.09.2002

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Bester Film aller Zeiten14%

27 Stimmen
Schnitt: 5.5
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Detlev (29.06.07): spannendes Sci-Fi-Horror mit Mischu´ngen aus Thriller , Mystery , Fantasy , Drama und Familienfilm. Super
michael (07.05.06): gut, dass du so gut über die fähigkeiten und charakteristika von aliens bescheid weißt ... ich denke doch mal darum ging es gar nicht in dem film, die aliens waren nur mittel zum zweck um den nötigen subtilen horror rüberzubringen und ich denke, dass ist hervorragend gelungen. natürlich, wer alien vs. predator - action erwartet, wird mit diesem film falsch liegen, aber wer einen anspruchsvollen mystery-film mit grusel-elementen sehen will liegt mit signs richtig
Gizzzmo (18.08.03): Und hier nochmal mit Angabe meiner eMail Addy: Machen wir es mal etwas kürzer: Spart Euch den Film... Unerträglich in die Länge gezogen, selten dämliche Aliens, die zwar Raum und Zeit überflügeln, nicht jedoch morsche Holztüren und vorhersehbare Schockmomente, machen diesen Film nicht wirklich zu einem Sahnebonbon. 0 von 10 angeknabberten Maiskolben.
Gizzzmo (18.08.03): Machen wir es mal etwas kürzer: Spart Euch den Film... Unerträglich in die Länge gezogen, selten dämliche Aliens, die zwar Raum und Zeit überflügeln, nicht jedoch morsche Holztüren und vorhersehbare Schockmomente, machen diesen Film nicht wirklich zu einem Sahnebonbon. 0 von 10 angeknabberten Maiskolben.
chris (31.07.03): fand den film überraschend gut, weil ich von sh. seit unbreakable nichts mehr erwartet hatte. allerdings habt ihr recht: außerirdische reisen durch zeit und raum und bekommen dann weder morsche türen auf noch sind sie vor wasser geschützt...
knöpfer (31.03.03): Also der film ist wirklich einzigartig. Noch nie hat mich ein Film dermaßen erschreckt. sogar mein freund, von dme ich dachte er hätte nie angst, sah die hälfte des films nicht, weil er sich die augen zuhalten musste. am ganzen film ist nichts direkt gruseliges, aber diese schreckmomente waren wirklich der hammer. Die story ist atemberaubend. und das ende war diesmal wirklich überhaupt nicht absehbar. es kam mir schon merkwürdig vor warum das mädchen überall diese gläser voll wasser stehen lässt, aber auf diese wasser=tod-sache wäre ich echt nie gekommen. dieser film ist voller überraschungseffekte, da kann man wirklich nichts dran aussetzen! Ich bin ins kino rein und hab mir gedacht: "ach bestimmz ein netter film, mit unerklärlichem kenne ich mich sowieso ein wenig aus...mal sehen!" und als ich rauskam war ich todblass und bekam kein wort raus. also von mir gibts 9 von 10 alu-schutzhelmen!
guhu (08.02.03): Also ich weiss nicht was hier alle für Probleme haben...Signs is der wohl beste Film den ich bisher im Kino zusehen bekamm..Sixth Sense is damit nicht zu vergleichen..Signs zeigt die wirklichen Ängste der Menschen vor dem Ausserirdischen..so wie es sich viele Menschen wirklich vorstellen..Der Film hatte Horror und Mystik zugleich...ich denk mir wenn man nicht ins Kinoläuft um rumgeballer zu sehn sondern lieber etwas Anspuchvolleres,..ist Signs genau das Richtige. Man muss sich ersteinmal solche einen Film zusammendenken...das war wiedereinmal echt Klasse Arbeit von M. Night Shyalaman....Signs hat mich noch Tage nacher gefesselt und die Erklärung der Kornkreise scheint wirklich glaubhaft zu sein..(siehe Orientierungspunkte)..Also Signs ist wirklich der beste Film der sich mit Ausserirdischen beschäftigt..Natürlich muss ich auch sagen dass das Ende ein wenig zu plötzlich kamm und dies auch nicht so eine tolle Lösung war...jedoch ist zu bedenken das Signs=Zeichen sich nicht auf die Kornkreise beziehen muss sonder auf die Zeichen die im Film dargestellt wurde (siehe:Wasser,Asthma,Baseball) Der Film ist sehr fesselnd und er bekommt von mir 9 von 10 Gläsern!!!
Sabine (05.11.02): selten habe ich mich im kino so gelangweilt. alles, aber auch wirklich alles war voraussehbar. es gab keine plötzliche überraschungen oder gruselige schockeffekte. das einzige was wirklich gruselig war, war mel gibson, der als ex-pfaffe und familienvater weder glaubwürdig, noch schön anzusehen war. die handlung war nur eins: flach. mit independece day und the sixth sense nicht annähernd zu vergleichen. wäre wenigstens noch der schluß ein wenig überraschend gewesen, hätte das den gesamten film ein wenig aufwerten können. so kann ich nur eins zu dem film sagen: wenn ich mich 106 minuten vor eine weiße wand gesetzt hätte, wäre das wahrscheinlich unterhaltender gewesen. 0 von 10 eingeschlafenden füßen
Manfred (19.10.02): Ich stimme dem kollegen lars auch in jedem punkt zu. Die Kirchengeschichte und das glaubensgelaber ist bestenfalls ermüdent. Streckenweise ist der Film so langweilig und anscheinend auch noch ungewollt albern das ich mich gefragt habe warum ich eigentlich noch da sitze.Das ende ist wirklich die krönung. Ich würde sagen das 3 kornkreise gereicht hätten dann hätte man sich den film sparen können.
Tobias (15.10.02): Grauenhaft! Hätte ich das Geld verloren, wäre es besser ausgegeben als für diesen Film. Dauert nämlich nicht so lange. Die Story dümpelt von einer langweiligen Szene zur nächsten und jedesmal wenn es potentiell interssant wird, zeigt die Kamera reichlich Gegend, aber nix Spannendes. Nicht nur, dass der IQ der gesamten Hess-Familie zusammen kaum für eine Wald- und Wiesenmaus zu reichen scheint, sind sie allesamt Psychos, was den Film nicht gerade glaubwürdig macht. Von der Absehbarkeit der Handlung ganz zu schweigen. Hätte ein nettes Familiendrama sein können, aber von der versprochenen Handlung kann ich außer den Szenen im Trailer nicht viel finden. So am Rande: Wieso bauen die Aliens Raumschiffe, düsen zig Lichtjahre durch's All, kloppen Kreise ins Korn und kommen dann nicht mal mit morschen Türen klar? Seinen zweiten Punkt bekommt der Film lediglich wegen der hübschen Landschaftsaufnahmen in Amerikas Nordosten. 2 von 10 angefahrenen Ehefrauen.
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