Ocean's Twelve
Action/Komödie, USA/Australien 2004, 120 Minuten, ab 6
Originaltitel: Ocean's Twelve; Deutschlandstart: 16.12.2004 (Warner Bros.); Regie: Steven Soderbergh; Produktion:Steven Soderbergh, George Clooney u.a.; Drehbuch: George Nolfi u.a.; Musik: David Holmes; Kamera: Chris Connier, Steven Soderbergh; Schnitt: Stephen Mirrione

mit Brad Pitt (Rusty Ryan), Catherine Zeta-Jones (Isabel Lahiri), George Clooney (Danny Ocean), Julia Roberts (Tess Ocean), Andy Garcia (Terry Benedict), Casey Affleck (Virgil Malloy), Scott Caan (Turk Malloy)

Filmplakat
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Trailer (Warner Bros. )
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Du spähst an unserem Hochzeitstag ein Objekt aus? - Kess! - Dann frag ich mal so: Wo bist du gerade? - Nen Juwelierladen auschecken! - Interessante Methode, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Was übrigens deine Idee war, hmm? Soll ich lieber aufhören zu streichen? - Wir müssen über was wirklich wichtiges reden: Ich finde für heute Abend kein Restaurant. - Dann bleiben wir zuhause. - Wirklich? Na schön, ich koche. - Oh nein, ich koche. Du redest! - Ich soll reden? - Hmhm... - Wörter und so? Was glaubst du, wofür man Blumen erfunden hat? - Tess und Danny Ocean besprechen ihren Hochzeitstag.

Plot: Die Mitglieder der „Ocean-Gang“ sind weit verstreut und haben einen großen Teil ihrer Beute aus dem Casinoraub bereits ausgegeben, als plötzlich bei jedem von ihnen der damals um 160 Millionen Dollar geprellte Casino-Besitzer Terry Benedict (Andy Garcia) vor der Tür steht und den gestohlenen Betrag plus Zinsen innerhalb von zwei Wochen zurückverlangt. Also treffen sich alle wieder, um zu beratschlagen, was zu tun ist. Woher die knapp 200 Millionen nehmen, wenn nicht stehlen? Also wird kurzer Hand entschieden, mit Einbrüchen in Amsterdam und anderen europäischen Städten das Geld zu beschaffen! Doch die Coups entpuppen sich als schwieriger als gedacht, denn zum einen ist ihnen die Interpol-Ermittlerin Isabel Lahiri (Catherine Zeta-Jones), die eine ehemalige Flamme von Rusty Ryan (Brad Pitt) ist, auf den Fersen und zum anderen kommt ihnen ein anderer Meisterdieb (Vincent Cassel) in die Quere…

Kritik: Dass ein Haufen Filmstars und ein sehr guter Regisseur nicht unbedingt mit einem guten Film gleichzusetzen sind, zeigte uns Ocean's Eleven im Jahre 2001 deutlich. Der sonst wirklich gute Regisseur Steven Soderbergh (Erin Brockovich, Traffic) hatte mit Ocean's Eleven ein Remake gedreht, welches spannend, witzig und vor allem cool sein sollte, doch letztlich eher langweilig, leidlich amüsant und gekünstelt anstatt cool war. Ein Hauptgrund dafür, dass der Film mich eher kalt ließ, war, dass die ganzen Figuren aufgrund ihrer großen Anzahl, alle zu oberflächlich blieben und ich so nicht mit ihnen mitfühlen konnte. Deshalb war es mir auch ziemlich egal, ob der Casino-Raub funktionieren würde oder nicht. Auch die Dialoge strotzten nicht gerade von der Coolness eines Tarantino-Films. Somit war ich damals von Ocean's Eleven auch sehr enttäuscht!
Umso freudiger überrascht war ich dann aber von Ocean's Twelve! Hier hat es Soderbergh geschafft, Kinounterhaltung zu produzieren, wie sie sein soll: spannend, lustig und vor allem sehr unterhaltsam!

Zwar bleiben die meisten Charaktere, wie schon in Ocean's Eleven, oberflächlich, jedoch sind sie dem Zuschauer bereits aus dem ersten Teil bekannt. So kennt man ihre Eigenarten schon ein wenig und hat das Gefühl, alte Bekannte wieder zu treffen. Deshalb kann man hier auch mit den Figuren mitfiebern. Allerdings gilt das nur, wenn man den ersten Teil auch gesehen hat. Die Kenntnis des ersten Teils ist sowieso ein absolutes Muss, denn sonst ist man in den ersten Minuten und an mehreren weiteren Stellen im Film ziemlich aufgeschmissen beim Verständnis der Handlung. Dazu kommt noch, dass der Film eine sehr verschachtelte Erzählstruktur mit vielen Wendungen aufweist und man den ganzen Film über gut aufpassen muss, um alles mitzubekommen und wirklich zu verstehen. Das ist aber eher positiv als negativ zu werten, da so die eher schlichte und altbekannte, wenn auch nett variierte Gauner-trickst-Gauner-aus-Story aufgewertet wird. Diese wird ebenso durch eine wirklich geniale Idee bezüglich Julia Roberts aufgewertet, über die ich sehr gelacht habe.
Bei Ocean's Twelve konzentriert sich Soderbergh zum Glück auf einige Hauptfiguren und lässt andere fast ganz unbeachtet, was dem Zuschauer aber gerade diese Hauptfiguren wirklich näher bringt und sympathischer macht.
Weiterhin strotzt der Film auch von der coolen und lässigen Atmosphäre, die in dem ersten Teil nur andeutungsweise vorhanden waren. Allerdings wird diese nicht durch coole Dialoge, sondern durch eine gelungene Mischung aus eleganter Machart und herrlich selbstironisch agierenden Schauspielern erzeugt. Hier nimmt sich fast keiner wirklich ernst, sondern die Stars nehmen sich und ihr Image gehörig auf den Arm. Allen voran Julia Roberts!
Wobei mir Catherine Zeta-Jones in ihrer Rolle noch mit am besten gefallen hat, obwohl es scheint, als wäre sie die Einzige, die ihre Rolle zu ernst nimmt. Ihre Ernsthaftigkeit liegt vielleicht daran, dass sie die einzige Neue im Reigen ist. Bei allen anderen wirkt es so, als hätten sich die Darsteller und der Regisseur von Ocean's Eleven zu einer Anniversary-Party getroffen und in beschwingter Feier-Laune die Fortsetzung konzipiert und abgedreht. Und diese selbstironische Beschwingtheit überträgt sich mühelos auf den Zuschauer, sodass er eine herrlich ungezwungene Gaunerkomödie genießen kann, die zwar keine neuen Maßstäbe setzt, aber alles das hält, was für den ersten Teil versprochen, jedoch nicht eingehalten wurde.

Fazit: Ocean's Twelve ist eine spannende und sehr unterhaltende Gaunerkomödie mit hohem Spaß-Faktor, die für alle zu empfehlen ist, die den ersten Teil kennen und gerne mal wieder einen Haufen Filmstars, die sich selbst nicht so ernst nehmen, in einem Film versammelt sehen wollen. Ich gebe 8 von 10 Dieb-mit-Eis-Hinter-Baum-Fotos.

Sebastian Schwarz
17.12.2004

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174 Stimmen
Schnitt: 4.8
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Tristan (05.02.07): Also ich habe ja schon einiges schlechtes gesehen; wie Open Water aber dieser Film ist das schlechteste. Viel zu viele Zeitsprünge da kommt man nicht hinterher, und auch überhaupt keine Handlung
MR (05.10.06): Es tut mir leid so etwas nach einem so ueberzeugenden und unterhaltenden ersten teil zu schreiben. Aber es ist wahr: der 2. teil hat mich so angepisst dass ich gar nicht mehr hinterhergekommen bin mit dem abtrocknen. Scheiss story, an den falschen Stellen zu viele Zeitspruenge usw.. Es ist wirklich traurig zu sehen wie man eine gute Idee ruinieren kann.
zahra (02.03.05): Oceans 12 is such a great film and brad pitt is soooo HOT!!!
sarah (02.03.05): Oceans twelve ist super!! Brad Pitt ist hinreissend!! bad luck jen!!
Andreas (19.01.05): Das war der langweiligste und schlechteste Film, den ich in den letzten fünf Jahren gesehen habe. Völlig nichtssagende Story (in jeder Hinsicht an den Haaren herbeigezogen). Keine Finesse, kein bißchen Spannung, nur dumme Sprüche - absolut daneben. Spart euch das Kinogeld!!!
Sarita (15.01.05): Der Film war nicht gerade gelungen.Er war langweilig und verwirrend!Kein bisschen spannend!!!Das ändert sich auch nicht durch die vielen Superstars!"Oceans Eleven" war viel besser!!!
Serkan (06.01.05): Der Film war ganz o.k! Aber oceans 11 war spannender lustiger und realistischer!
Feddi (06.01.05): ...diesen Film sieht man sich einfach an und genießt ihn. Er ist echt gut und viel witziger als sein Vorgänger...allerdings hat man bei diesem Film das Drehbuch wohl nicht als all zu wichtig empfunden und weniger Wert darauf gelegt. Es macht dafür noch mehr Spaß als im ersten Teil ihnen bei ihrer "Arbeit" zuzusehen. Doch leider fehlt diesem Film der Style und Stil des ersten Filmes...vor allem die Klamotten und die Aufmachung war im ersten besser. Aber enttäuscht war niemand und man gewöhnt sich sogar an die Frisur von Brad Pitt, obwohl die im ersten Film einfach Sahne war... Ansehen lohnt sich auf jeden Fall!!! Doch der Grund, warum die 11 / 12 wieder ran müssen, der macht in gewisser Weise den ersten Film kaputt, da man es ja auch gewollt hat, dass die 11 gewinnen! Und der Cameoauftritt von Julia Roberts und der Cameoauftritt eines weiteren Hollywoodstars sind zu übertrieben und werten den Film ein wenig ab. Deshalb gibt es von mir 8 von 10 angehobenen Häusern!
Mo (06.01.05): Ich sage nur: "Wir haben wasser im keller und die flamme von der heizung ist aus!" Absolut geil der Film!!! Coole Kameraeinstellung (schon zu Anfang als Rusty aus dem Badezimmerfenster springt) oder die Landung des Fliegers, viel Selbstironie (Kabala Hysterie in Hollywood), schnelle coole Schnitte. Und man sieht Europa wird langsam auch von Amis als gleichwertig angesehen, Euro und Europol... vorbei die Zeit der eigenbrötlerichen Nationalstaaten. Amsterdam - Barcelona das sind Entfernungen, die endlich auch ein Ami versteht. ...die Welt wächst immer enger zusammen, das ist vielleicht die positive Message des Films.
Markus (04.01.05): Ich fand den Film sehr gelungen (besser als das Meiste was zur Zeit im Kino läuft). Auch wenn man dem Film teilweise nicht so ganz folgen kann und er manchmal doch ein wenig verwirrend ist. Außerdem ist die Story ist zwar völlig an den Haaren herbeigezogn und etwas unlogisch aber dafür nimmt sich der Film selber auch nicht ganz ernst. Wo sonst wird einem Meisterdieb von einer Polizistin das Handy geklaut und ist es diesem dann so peinlich dass er es nicht mal erzählt? Die Ideen und Wendungen finde ich sehr gelungen und auch die Dialoge sind sehr witzig. Von mir gibt es 8 von 10 durchtanzte Lichtschranken
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