Tödlicher Umweg
Thriller, Österreich/Deutschland/Gb 2004, 91 Minuten, ab 12
Originaltitel: Tödlicher Umweg; Deutschlandstart: 29.04.2004 (Stardust); Regie: Curt M. Faudon; Produktion: Clarens Grollmann, Dieter Pochlatko, Mario Stefan; Drehbuch: Benedikt Roeskau; Musik: Gerd Schuller; Kamera: Hans Selikovsky; Schnitt: Daniela Padalewski-Junek

mit Ken Duken (Adrian), Eva Haßmann (Julia), Sebastian Koch (Philipp), Michou Friesz (Senta), August Schmölzer (Karl), Manfred Lukas-Luderer (Brenner), Rosie Alvarez (Doctor), Grant Russell (Groß), Susanne Wohlsein (Svenja)

Filmplakat
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Trailer (Stardust )
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Adrian (Ken Duken) hält einen Autofahrer an, der ihm helfen soll. Polizist Karl (August Schmölzer) beim Untersuchen der Leiche. Die Gruppe muss über Nacht bleiben. Adrian (Ken Duken) auf der Flucht.

Hier war's doch! ... Da! Hier! ... Das gibt's doch nicht. Hier, vor dem Stein. Das Auto lag hier am Rand auf dem Dach. Der Mann lag auf dem Boden, seine Hand steckte in der Seitenscheibe. Sein Gesicht war voller Blut. Da war überall Blut. - Was ist das für ein Zeug, was Sie da trinken? - Adrian versucht die Polizei vom Unfall zu überzeugen

Plot: Adrian (Ken Duken) ist eigentlich nur auf dem Weg zu einem Casting in München. Aber auf einmal gerät sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes auf Abwege:
Zuerst sitzt plötzlich eine Frau namens Julia (Eva Hassmann) auf seinem Rücksitz, die ihn bittet, sie einfach mitzunehmen. Dann ist die Bundesstraße gesperrt und als Umleitung bleibt nur noch eine Straße durch die Valachei. Notgedrungen macht sich Adrian also auf den Weg, um seinen Termin nicht zu verpassen.
Auf der Serpentinenstraße werden sie von einem Auto verfolgt. Der Fahrer, ein Mann namens Philipp (Sebastian Koch), redet kurz darauf mit Erfolg auf Julia ein, zu ihm zurückzukehren. Etwas irritiert setzt Adrian seine Fahrt fort. Doch dann kommt er nach wenigen Kilometern zu einer Unfallstelle. Der Fahrer lebt, ist jedoch schwer verletzt. Um Hilfe zu holen, fährt er ein Stück weit die Straße zurück zum nächsten Haus. Der dort wohnende Gendarme (August Schmölzer) begleitet ihn zur Unfallstelle, jedoch ist von dem Unfall nichts mehr zu sehen, sowohl das umgestürzte Fahrzeug wie auch der Fahrer sind spurlos verschwunden. Doch damit fängt der Alptraum für Adrian erst an: Denn vor den Augen des Polizisten verursacht er kurz darauf, mitten auf der Straße stehend, selbst einen Autounfall. In dem Wagen sitzen prompt Julia und Philipp. Da es schon Nacht ist, kehren alle zum Haus zurück. Doch schon in der Nacht wird Adrian klar, dass irgendwas nicht stimmt: Von allen Seiten wird jegliche Kenntnis des Unfalls abgestritten, doch Julia gibt ihm zu verstehen, dass Philipp ein sehr mächtiger und sehr gefährlicher Mann ist und er besser nicht mehr über den Unfall sprechen soll. Adrian gerät plötzlich immer mehr in Bedrängnis, da er in den Augen des Polizisten der einzige ist, der sich in irgendeiner Form verdächtigt macht.
Als am nächsten Tag die Leiche des Mannes aus dem Unfallwagen gefunden wird, gerät er auch noch in Verdacht, dessen Mörder zu sein. Doch da ist offensichtlich noch mehr im Gange. In Panik flieht Adrian, doch scheint er keine Chance zu haben. Denn alle um ihn herum scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben...

Kritik: Ich kann nur sagen: Sneak-Opfer! (Die ist auch nicht mehr das, was sie mal war...)
In der Tat habe ich selten einen so schlechten Film wie diesen gesehen. Wer immer hierfür das grüne Licht gegeben hat, muss die Drehbücher verwechselt haben. Inspiriert wurde das offensichtlich von David Fincher’s The Game (gut), der Truman Show (auch gut) und Big Brother & Co. (ganz, ganz übel).
Fast schon bezeichnenderweise wurde vor dem Film ausnahmsweise mal nicht die Texttafel mit der Problematik des Raubkopierens eingeblendet: In diesem Fall hat wohl keiner der Produzenten Angst, dies könnte dem Film schaden...
Tatsächlich lässt sich der Film in vielerlei Hinsicht mit einer schlechten Fernsehserie und Formaten wie Big Brother und Konsorten vergleichen:
Von den schauspielerischen Leistungen, die wirklich nicht der Rede wert sind, mal abgesehen, ist das Skript derartig löchrig, dass es an ein Wunder grenzt, dass es im Film nur zu einem Unfall kommt.
Die Handlung stolpert von einem unlogisch-peinlichen Patzer zum nächsten und lässt einem nur noch die Wahl zwischen ungewolltem Amüsement und kopfschüttelnder Verzweiflung.
Hat in dieser Hinsicht also eine Menge mit Timeline gemeinsam...
Der Soundtrack ist die Krönung dieses hanebüchenen Schwachsinns. Mal geht’s in Richtung spannender Krimimusik, leider so hoffnungslos übertrieben, dass es nur noch lächerlich wirkt, dann hat man zwischenzeitlich das Gefühl, es handele sich um die Passion Christi... Dazu ein paar völlig deplazierte Soundeffekte, die auf Spannung und Schockeffekte ausgelegt sind, jedoch lediglich ein paar Lachmuskelkrämpfe erzielen.

Fazit: Ab und zu sollten Filmemacher ihr Budget mal in gute Drehbücher stecken, anstatt es zu verkiffen... 3 von 10 pausierende Leichen

 

Nikolas Mimkes
14.04.2004

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Sehr gut4%
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104 Stimmen
Schnitt: 4.8
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Leser-Kommentare:
Daniela (12.05.04): Ich habe diesen Film in der Sneak gesehen und er war Grund dafür dort nicht wieder hinzugehen. Die Handlung war so undurchdacht, dass man einfach nur weggucken musste. (Unter anderem der "ich wollte doch nur reden" part, kurz danach habe ich die Vorstellung verlassen). Also mein Tipp: anderen Film wählen und sich nicht von Zeitungskritiken oder Viva Moderatoren täuschen lassen.
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