Der verbotene Schlüssel
Horror/Thriller, USA 2005, 104 Minuten, ab 16
Originaltitel: The Skeleton Key; Deutschlandstart: 18.08.2005 (UIP); Regie: Iain Softley; Produktion: Daniel Bobker, Michael Shamberg u.a.; Drehbuch: Ehren Kruger; Musik: Ed Shearmur; Kamera: Daniel Mindel; Schnitt: Joe Hutshing

mit Kate Hudson (Caroline Ellis), Gena Rowlands (Violet Devereaux), John Hurt (Ben Devereaux), Peter Sarsgaard (Luke), Joy Bryant (Jill), Maxine Barnett (Mama Cynthia), Fahnlohnee R. Harris (Hallie), Marion Zinser (Bayou Woman) u.a.

Filmplakat
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Vielleicht hast du'n Hoodoo-Raum entdeckt. - Einen was? - Hoodoo! Weißt du, was Hoodoo ist? - Sowas wie Voodoo, richtig? - Falsch! Voodoo ist eine Religion. Sie ist über Haiti von Sklaven nach Afrika gebracht worden. Verehrt Gott, den Himmel, die Hölle. - Und was ist an Hoodoo so anders? - Es ist Magie, amerikanischer Bauernzauber. Gott hat damit nicht viel zu tun. - Magie ... - Ja. Zum Teil von Afrikanern, Europäern und amerikanischen Ureinwohnern. [...] Das funktioniert psychologisch, wie fast all so'n Zeug. Wenn du nicht dran glaubst, ist es wirkungslos. - Carolines Freundin Jill erklärt ihr den Unterschied zwischen Voodoo und Hoodoo.

Plot: Die Hospiz-Pflegerin Caroline Ellis (Kate Hudson) nimmt einen Job bei dem älteren Ehepaar Violet (Gena Rowlands) und Ben Devereaux (John Hurt) eine Autostunde südlich von New Orleans an, mitten in den sumpfigen Bayous von Louisiana. Ben hat auf dem Speicher einen schweren Schlaganfall erlitten und hat lediglich noch etwa einen Monat lang zu leben. Caroline erkundet die feudale, jedoch heruntergekommene 30-Zimmer-Villa und wird auf eine Tür auf dem Speicher zu einem weiteren Teil des Dachbodens aufmerksam, von der auch Violet nicht sagen kann, was sich dort befindet: Die Tür sei seit ihrem Einzug verschlossen und nicht zu öffnen gewesen. Erfinderisch verschafft sich Caroline dennoch Zutritt und stößt auf eine Sammlung von Hoodoo-Kultgegenständen.

Kritik: Das Drehbuch stammt von Ring-Autor Ehren Kruger, Regie führte Iain Softley, der mit K-Pax zeigte, dass er Anspruchsvolles auch ohne aufwendige Spezialeffekte in Szene setzen kann. Doch auch die oscarnominierte Kate Hudson (Almost Famous) sowie die Filmlegenden Gena Rowlands (Eine Frau unter Einfluss) und John Hurt (u.a. 1984, Alien) können den Film nicht retten.

Während sich der Kurzinhalt immerhin noch liest wie ein weiterer Aufguss von Der Fluch, entpuppt sich Der verbotene Schlüssel als recht langatmiger, reichlich missglückter Mystery-Streifen im Ambiente der US-amerikanischen Südstaaten.
Die Handlung um die Hoodoo-Bräuche, hier zu Lande am ehesten mit "Schwarzer Magie" zu vergleichen, ist arg krude zusammengeschustert: Dabei zählt weniger das Gesamtbild, vielmehr werden Einzelbräuche recht zusammenhanglos nebeneinander gestellt. Eine durchgängig mystisch-düstere Grundstimmung a'la Angel Heart (dort allerdings Voodoo, nicht Hoodoo) mag sich letztlich nicht einstellen. Hängen bleibt dadurch am Ende nur, dass aller moderner Bildung zum Trotz in den Südstaaten der Aberglaube vorherrscht - und scheinbar auch etwas dran ist, da ja alle daran glauben.
Hier und da sind einige Schock-Effekte wohlplatziert eingestreut, die jeder für sich durchaus wirken, letztlich aber kein durchgängiges Tempo zu erzeugen vermögen. Immerhin: Auch wenn die finale Auflösung für den kundigen Mystery-Zuschauer beileibe nichts Neues ist, kommt sie doch einigermaßen überraschend, versandet jedoch sofort wieder durch das langatmige, wenig subtile Filmende. Letztlich ist das Regiearbeit mit dem Holzhammer - dies verträgt sich nun mal nicht besonders gut mit dem gewünschten subtilen Psycho-Thrill. Klarer gesagt: Jede Akte X-Folge ist spannender als dieser Film, aber eben nur halb so lang.
Insofern wünscht man sich, dass dieser dissonante Paukenschlag nun doch bitte endlich das Ende des 2005er Sommerlochs verkünden möge.

Fazit: Plump inszenierter übernatürlicher Thriller, der weder mystische Stimmung noch nachhaltige Spannung aufzubauen vermag. 5 von 10 Stereoanlagen mit Plattenspieler.

Gero Zahn
24.08.2005

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Bester Film aller Zeiten33%

3 Stimmen
Schnitt: 5.6
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Daniela (05.01.06): Also ich kann den Film nur empfehlen auch wenn er etwas langatmig ist, fand ich ihn und die story ziemlich gut, also ran an die Original-Dvd!
aggaela (11.12.05): Wir (meine freundin und ich) fandende den film eigendlich ganz gut. hat auf jeden fall geschockt. die Kritik zu dem Film ist auf jeden fall zu negativ.
alinchen (01.11.05): der film war zum einschlafen..... das ende war gut, aber sonst.. nee danke dann doch lieber the ring
Gero (01.09.05): Filmende-Spoiler (Dechiffrierung z.B. mit www.rot13.com): Vz Cevamvc uäggr zna wn nhpu ibeure qenhs xbzzra xöaara, qnff qvr orvqra Cerqvtre vuer Frryra vzzre jrvgre iba Xöecre mh Xöecre genafsrevrera - haq qbpu ung zvpu qvrfr Jraqhat qnaa üoreenfpug. Nore arh vfg qnf avpug - qvr Üoreanuzr rvarf Xöecref qhepu rvara serzqra Trvfg tvog'f va qre Zlfgrel-Yvgrenghe mhunhs.Qnff qnorv xrva Unccl-Raq enhfxbzzg, vfg va Beqahat. Ahe jnera qvr yrgmgra 5 Zvahgra jvexyvpu zvg qrz Ubymunzzre vafmravreg: Gurbergvfpu qvr natrmüaqrgr Mvtneer nyyrvar haq tts. qnf irenoervpugr Zrqvxnzrag ibyyxbzzra nhftrervpug. Nore arr -- abpu Puvg-Pung qre synpufgra Xngrbtbevr zvg "Rk-Serhaqva" Wvyy haq Nosnueg vz Xenaxrajntra. Uäggr zna qnf trfgenssg, jäer qnf Svyzraqr 10k orffre trjrfra.
Sebastian (31.08.05): Tja, der Film hält leider nicht wirklich, was der Trailer verspricht!
In der ersten Hälfte ist er zu gemächlich! Ich wußte schon früh (zumindest größtenteils), wie der Hase läuft und dann war der Film nicht mehr so interessant!
Das Ende des Films hat mir auch nicht zugesagt!
SPOILER:
Ich habe nichts dagegen, wenn ein Film mal kein Happy End hat, sondern finde es sogar mal recht erfrischend im üblichen Einheitsbrei, hier hat das aber meiner Meinung nach nicht zum Film gepasst! Man müsste noch so 5 Minuten dranhängen, in dem sich doch noch alles zum Guten wendet!
SPOILER ENDE
Naja, dafür haben alle gut gespielt und in der zweiten Hälfte gibt es auch eine gute Portion nervenzerrender und spannender Momente!
Mehr als 6 von 10 abgehängten Spiegeln sind (besonders wegen dem Ende und der Vorhersehbarkeit!) aber nicht drin!

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