Der Fluch - The Grudge 2
Horror, USA 2006, 101 Minuten, ab 16
Originaltitel: The Grudge 2; Deutschlandstart: 09.11.2006 (Constantin Film); Regie: Takashi Shimizu; Produktion: Bill Bannerman, Doug Belgrad u.a.; Drehbuch: Stephen Susco; Musik: Christopher Young; Kamera: Katsumi Yanagishima; Schnitt: Jeff Betancourt

mit Sarah Michelle Gellar (Karen Davis), Amber Tamblyn (Aubrey Davis), Edison Chen (Eason), Arielle Kebbel (Allison), Jennifer Beals (Trish), Teresa Palmer (Vanessa), Misako Uno (Miyuki), Sarah Roemer (Lacey), Matthew Knight (Jake), Takako Fuji (Kayako Saeki), Ohga Tanaka (Toshio), Joanna Cassidy (Mrs. Davis), Christopher Cousins (Bill), Paul Jarrett (John Fleming), Jenna Dewan (Sally) u.a.

Filmplakat
Internet Movie Database ()
Offizielle Website (Constantin Film )
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Das ausgebrannte Haus, das für Unheil sorgt.
Vanessa und ihre Freundin Miyuki spionieren das Haus aus. Aubrey ist dem Fluch bereits näher als sie ahnt. Eason kann vor dem Fluch nicht mehr flüchten.

Was ist das für ein Haus? - Komm schon, Allison! Das ist es! Und, spürst du es? - Was meinst du? - Es heißt, darin spukt es. Und es wäre eins der gruseligsten Häuser von Japan. - Ja, und angeblich kommt über jeden, der reingeht, ein Fluch. - Vanessa und Miyuki locken Allison in die Brandruine.

Plot: Alles dreht sich wieder um das verfluchte Haus in einem japanischen Vorort, das die amerikanische Austauschstudentin Karen (Sarah Michelle Gellar) am Ende des ersten Filmteils zwar nicht in Schutt, so doch aber zumindest in Asche gelegt hat. Karen liegt seitdem im Krankenhaus, und nun muss ihre Schwester Aubrey (Amber Tamblyn) eilends aus den USA nach Japan fliegen, um ihr zur Seite zu stehen. Dort trifft sie den Reporter Eason (Edison Chen), der an einer Fotostory über das verfluchte Haus arbeitet - und bald umfängt der Fluch auch sie beide. Ebenso wie die drei Schülerinnen Allison (Arielle Kebbel), Vanessa (Teresa Palmer) und Miyuki (Misako Uno): Letztere beiden locken Allison als Mutprobe in das verfluchte Haus. Und dann ist da noch der introvertierte amerikanische Junge Jake (Matthew Knight), in dessen Familie und Nachbarschaft sich zusehends merkwürdige Dinge ereignen.

Kritik: Der Fluch - The Grudge 2 setzt die Handlung des ersten Films fort - was nicht verwundert, denn auch diesmal setzte der japanische Original-Regisseur Takashi Shimizu höchstselbst mit Sam Raimi (Spider-Man) als ausführendem Produzenten das englischsprachige Remake seines japanischen Werks Ju-on: The Grudge 2 von 2003 in Szene.
Allein der Umstand, dass zu Beginn des zweiten Teils die Schwester der Protagonistin aus Teil 1 vorgestellt wird, läßt keinen Zweifel daran, dass Sarah Michelle Gellar nur noch eine kurze Gastrolle zuteil wird - schon im Kinotrailer wird das baldige Ableben ihrer Rolle vorweg genommen. Mangels überlebender Charaktere aus dem ersten Film entspinnen sich somit drei parallel laufende neue Handlungsstränge, vorerst jedoch ohne offensichtlichen Zusammenhang.

Die Auflösung ergibt sich eigentlich erst in den allerletzten Filmminuten - dann aber wird um so deutlicher klar, dass der sich zwangsläufig anschließende dritte Teil als japanisches Original für 2007 angekündigt ist. Man darf gespannt sein, wann und in welcher Form das westliche Remake in die hiesigen Kinos kommen wird. Es ist indes nicht ganz klar, ob das Werk von vornherein als Dreiteiler konzipiert war, oder ob man sich nach dem Erfolg von Teil 1 kurzerhand dazu entschloss, zwei weitere Teile anzuhängen.
Der Fluch - The Grudge 2 liefert in seinem Verlauf einige Informationen über die Ursachen für den auf dem Haus liegenden Fluch sowie über die darin herumspukenden Gestalten, ohne das Mysterium vollends aufzuklären. Den offensichtlich gewollt unklaren Zusammenhängen zum Trotz ist und bleibt der Film gruselig, und das nicht zu knapp. Für den vordergründig fehlenden roten Faden entschädigen auf anderer Ebene die obligatorischen, in großer Zahl und auf den Punkt inszenierten Schockeffekte. Wie schon im ersten Teil basieren diese nicht auf blutrünstigem Splatter, sondern vielmehr auf Licht und Schatten und unerwarteten Handlungswendungen. Die dabei eingesetzten Spezialeffekte und insbesondere das Sound-Design sind wie gehabt stimmig, geradezu schaurig-schön. ... Und ein Hinweis an die Unaufmerksamen: Nein, das ist keine knarrende Tür.
Wer mit dem ersten Teil wenig anfangen konnte, kann um Teil 2 getrost einen Bogen machen. Wen Teil 1 fasziniert hat, benötigt dieses höchst akzeptable Sequel als Vorbereitung auf den dritten und letzten Teil. Der zweite Teil alleine ohne Kenntnis des Vorläufers macht allerdings relativ wenig Sinn, weil man als Zuschauer wortwörtlich noch stärker im Dunklen tappt und mit einigen gruseligen Referenzen zu wenig anzufangen weiß.

Fazit: Etwas schwächerer zweiter Teil der Trilogie: Dünnere, bis kurz vor Filmende scheinbar unzusammenhängende Handlung, aber brillant inszenierte Schockeffekte bis zum Abwinken. Gut und gerne 7 von 10 Video-Standbilder.

Gero Zahn
30.11.2006

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35 Stimmen
Schnitt: 5.1
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Leser-Kommentare:
T. (08.12.06): Der Film ist der absolute Hammer. Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Geldanlage und auch, wenn die Handlung teils verwirrt war es einfach ein toller Gruselschocker und wird zum Ende hin erklärt. Daher 9 von 10 gurgelnde Rachegeister.
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