Disturbia
Thriller, USA 2007, 105 Minuten, ab 16, Prädikat: wertvoll
Originaltitel: Disturbia; Deutschlandstart: 20.09.2007 (Universal); Regie: D.J. Caruso; Produktion: Jackie Marcus, Joe Medjuck u.a.; Drehbuch: Christopher B. Landon, Carl Ellsworth; Musik: Geoff Zanelli; Kamera: Rogier Stoffers; Schnitt: Jim Page

mit Shia LaBeouf (Kale), Carrie-Anne Moss (Julie), David Morse (Mr. Turner), Sarah Roemer (Ashley), Aaron Yoo (Ronnie), Matt Craven (Daniel Brecht), Viola Davis (Detecttive Parker), Jose Pablo Cantillo (Officer Gutierrez) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Universal Pictures )
Trailer (Universal Pictures )
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Wieso dauert das so lang? – Was?... Oh, ähh, wir waren oben und haben gespielt! – Videospiele! – Genau! - Das hübsche Nachbarsmädchen Ashley ertappt Kale und Ronnie auf frischer Tat, als die beiden sie mit dem Fernglas beobachten.

Plot: Kale (Shia LaBeouf) verdaut den Tod seines Vaters nur schwerlich. Als er dann auch noch seinen Lehrer schlägt, wird er zu drei Monaten Hausarrest verdonnert. Damit er nicht heimlich verduften kann, wird ihm ein Sender ans Bein geheftet, der immer dann ausschlägt, sobald Kale das Grundstück des Elternhauses verlässt. Da seine Mutter (Carrie-Anne Moss) ihm den Xbox- und iTunes-Anschluss kappt, bleibt dem Jugendlichen nichts anderes übrig, als kreativ zu werden, um der Langeweile entgegen zu wirken. So beginnt er die Nachbarschaft mit Fernglas und Videokamera zu beobachten, wodurch er so einiges über seine Mitmenschen in Erfahrung bringen kann.
Dann zieht zu seinem Glück die hübsche Ashley (Sarah Roemer) in das Nachbarhaus. Mit seinem Freund Ronnie (Aaron Yoo) spioniert er ihr nach, was allerdings nicht lange unentdeckt bleibt. Das Mädchen von nebenan schließt sich den beiden an, als sie sehr mysteriöse Vorgänge im Haus des Nachbarn Mr. Turner (David Morse) beobachten. Ist er der gesuchte Serienkiller von dem ununterbrochen in den Nachrichten die Rede ist?

Kritik: Shia LaBeouf in seiner ersten großen Hauptrolle: In Deutschland war er bereits in Transformers zu sehen, Disturbia ist aber vor dem Blockbuster in Amerika gestartet. Für den Jungstar scheint es momentan durchaus gut zu laufen, denn im kommenden Jahr wird er an der Seite von Harrison Ford den Sohn von Indiana Jones mimen. Und dabei ist er nicht einmal der typische Hollywood-Schönling.

Ich vergleiche ihn eher mit einem jungen Tom Hanks. Vielleicht ist das aber auch das Geheimnis zum großen Erfolg. Die Zukunft wird es zeigen. Im Genre-Mix Disturbia weiß der Jungstar jedenfalls zu überzeugen.
Der Film ist inspiriert durch den Hitchcock-Klassiker Das Fenster zum Hof, entnimmt ihm aber nur die Grundidee: Der Hauptdarsteller ist ans Haus „gefesselt“ und beobachtet mysteriöse Ereignisse in der Nachbarschaft. Das war’s auch schon. Von einem Remake sollte man besser nicht sprechen, denn das will der Film überhaupt nicht sein.
Disturbia ist ein Genre-Mix, der ständig zwischen den einzelnen Elementen wechselt: Etwas Thriller, einen Teil Teenie-Komödie, ein wenig Date-Movie und eine Prise Horror. Und die Zutaten ergeben eine ziemlich gute Mischung. Der Film ist witzig, packend und unterhält einfach sehr gut. Der perfekte Film für seine jugendliche Zielgruppe. Spannung kommt besonders durch das hohe Erzähltempo auf. So fallen auch seltsame Charakterentwicklungen, vor allen Dingen das Verhalten von Kales Mutter, die ihrem Sohn nie auch nur ein Wort glaubt, weniger ins Gewicht.
Abgesehen von Carrie-Ann Moss, die als Mutter einen recht undankbaren Part übernommen hat, machen alle Darsteller eine gute Figur. Der bereits erwähnte Shia LaBeouf spielt unaufdringlich, aber ernstzunehmend. Sarah Roemer als nettes Mädchen von nebenan sieht zuckersüß aus und kann dabei auch nicht viel falsch machen. David Morse beweist mal wieder, dass er den Teufel perfekt im Repertoire hat. Diabolischer geht es kaum.

Fazit: Disturbia ist perfekt für einen spannenden Filmabend mit guten Freunden. Wenig Tiefgang, viel Suspense, einfach rundum gute Unterhaltung: 7 von 10 Zeichentrickfilme im Kinderzimmer.

Jens Schlüter
23.09.2007

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133 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
hanse (24.09.07): Da der Trailer den Plot bereits sehr gut zusammenfasst und auch alle Wendepunkte vorwegnimmt, war der Film einfach nur stinklangweilig. Wie kann man nur so doof sein, die ganze Handlung (und soviel ist es ja nun nicht) im Trailer zu verschenken? Ist mir ein Rätsel!
Sebastian (24.09.07): Der Film ist mehr eine lahme Teenie-Schmonzette mit komödiantischem Einschlag als spannender Thriller! Von 105 Minuten sind gerade mal maximal 15 Minuten wirklich spannend. Ansonsten sehr vorhersehbar!
Unlogische Sachen passieren am laufenden Band und bis der Film überhaupt mal in Fahrt kommt, interessierte er einen schon nicht mehr und das meiste kannte ich schon aus dem langen Trailer, der einem einen mordsmäßig spannenden, actiongeladenen Thriller vorgaukelt, der sich letztlich eher als Teenager-Liebes-Dramödie mit wenigen harten Thrillerelementen entpuppt!
Der Regisseur sollte mal bei Hitchcocks Geist Nachhilfe in Sachen Spannungsaufbau nehmen!
Selbst Hauptdarsteller Shia LaBeouf, der mir in Transformers gut gefallen hat und auf dessen Darstellung als Indies Sohn ich ja mega gespannt bin, konnte mich nicht wirklich begeistern. Und der asiatische Freund ging mir nur auf den Zeiger!
Naja, für Jungs im Teenageralter ist der Film bestimmt toll, aber ich habe da deutlich mehr erwartet! Wirklich schlecht war er allerdings nicht und man konnte ihn ganz gut gucken! Man sollte halt keinen super spannenden qualitativ hochwertigen Thriller erwarten! Reicht auch, wenn man da erst auf die DVD wartet!
Deshalb gibt es von mir nur 5 von 10 Kacktüten-Terrorzellen!

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