Helden der Nacht - We Own the Night
Drama/Thriller, USA 2007, 113 Minuten, ab 16?, Prädikat: wertvoll
Originaltitel: We Own the Night; Deutschlandstart: 21.02.2008 (Universal); Regie: James Gray; Produktion: Marc Butan, Mark Wahlberg u.a.; Drehbuch: James Gray; Musik: Wojciech Kilar; Kamera: Joaquín Baca-Asay; Schnitt: John Axelrad

mit Joaquin Phoenix (Robert 'Bobby' Green), Eva Mendes (Amada Juarez), Mark Wahlberg (Capt. Joseph 'Joe' Grusinsky), Robert Duvall (Deputy Chief Albert 'Bert' Grusinsky), Alex Veadov (Vadim Nezhinski), Dominic Colon (Freddie), Danny Hoch (Jumbo Falsetti), Oleg Taktarov (Pavel Lubyarsky), Moni Moshonov (Marat Buzhayev), Antoni Corone (Michael Solo), Craig Walker (Russell De Keifer), Tony Musante (Capt. Jack Shapiro), Joe D'Onofrio (Bloodied Patron), Yelena Solovey (Kalina Buzhayev), Maggie Kiley (Sandra Grusinsky) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Universal )
Trailer (Universal )
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Ihr wollt mich als Informanten? - Nein. - Das meint ihr nicht ernst. - Halt die Augen offen, mehr nicht. In diesen konspirativen Kreis kommen wir nur über dich rein. - Seit wann löse ich eure Probleme? - In der Stadt regiert das Verbrechen. Hast du denn gar kein Verantwortungsgefühl? - Lass mich nachdenken... Nein! - Joseph will seinen Bruder Bobby anwerben.

Plot: Bobby Green (Joaquin Phoenix) managt im New York der 80er-Jahre einen Nachtclub, welcher einem russischen Pelzhändler gehört. Der Nachtclub ist sowohl Ort von Partys als auch Mittelpunkt halbseidener Geschäfte. Vadim (Alex Veadov), der Neffe des Besitzers nutzt den Club, um dort seinen Drogenhandel zu betreiben. Doch Vadim ist eine Fandungsabteilung unter der Leitung von Joseph Grusinsky (Mark Wahlberg) und seinem Vater Burt (Robert Duvall) auf den Fersen - und die brauchen nur noch stichhaltige Beweise. Diese könnte Bobby unter Umständen beschaffen, denn was keiner weiß, ist, dass er der Bruder von Joseph ist. Doch Bobby will nichts mit der Welt der Cops am Hut haben und sonnt sich lieber im Erfolg des Partymachers. Allerdings kommt es sehr bald zu Ereignissen, die seine Ansichten und sein Leben ins Wanken bringen...

Kritik: Helden der Nacht – We Own the Night heißt der neueste und dritte Film von Regisseur James Gray. Wie die Vorgänger Little Odessa und The Yards ist auch der neue Film wieder im russischen Gangster-Milieu von New York angesiedelt. The Yards war zwar an sich gut gemacht, doch eher langweilig. Auch Helden der Nacht ist nicht gerade der mitreißendste Thriller geworden und weist viele Längen auf, ist aber eindeutig besser als der Vorgänger.
Wie bei The Yards arbeitet Gray erneut mit Mark Wahlberg und Joaquin Phoenix zusammen. Und das ist es auch, was den Film auszeichnet. Wahlberg bleibt zwar ein wenig blass, aber Phoenix überzeugt auf ganzer Linie, wenn auch die Wandlung seiner Figur vom Drehbuch her etwas zu schnell geht und dadurch nicht völlig überzeugend ist.

Phoenix schafft es, seiner Figur so viel Tiefe, Emotionen und Glaubwürdigkeit zu verleihen, dass der Zuschauer, trotz der Längen des Films, stets mit der Story verbunden ist und mitfiebert.
Gray hat aber auch so, wenn man Joaquin Phoenix mal bei Seite lässt, einen guten Film gemacht. Handwerklich gekonnt, mit stimmiger Atmosphäre und tollen Bildern ist Helden der Nacht ein Thriller-Drama, welches sich nicht zu verstecken braucht. Das Drehbuch überzeugt, wenn auch nicht in allen Punkten. Auch eine sehr gelungene Autoverfolgungsjagd kommt im Film vor und die Nebenrollen sind mit Eva Mendes und Robert Duvall hochklassig besetzt. Es sind also alle Zutaten vorhanden, die einen Spitzenfilm ausmachen können. Aber leider hat man während des gesamten Films und noch danach das merkwürdige Gefühl, das ganze Thema des Films mit Gangstern, Cops, Familie, Moral, Ehre und Gewissenskonflikten etc. schon vielfach wesentlich besser verfilmt gesehen zu haben. Ob es jetzt bei Filmen wie The Departed und ähnlichen ist oder bei diversen Hongkong-Filmen. Irgendwie fehlt Helden der Nacht, bei aller Qualität, die er zweifellos hat, doch das gewisse Etwas, um ein sehr guter, aus der Masse heraus stechender Film zu sein. So ist er zwar nicht mehr als „nur“ gut, aber trotzdem sehr sehenswert, wenngleich es hier eigentlich auch ein DVD-Abend tut.

Fazit: Helden der Nacht ist ein gutes und auch sehenswertes Thriller-Drama, welches aber leider auch etliche Längen aufweist und bei dem am Ende das Gefühl bleibt, das ganze Thema schon oft wesentlich besser, überzeugender und spannender umgesetzt gesehen zu haben. Phoenix sehr gute schauspielerische Darbietung rettet aber viel und so gibt es noch 7 von 10 ausgeräucherten Gangstern.

Sebastian Schwarz
20.02.2008

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