Mirrors
Horror/Thriller, USA/Rumänien 2008, 111 Minuten, ab 18
Originaltitel: Mirrors; Deutschlandstart: 30.10.2008 (Kinowelt); Regie: Alexandre Aja; Produktion: Alexandre Aja, Kiefer Sutherland u.a.; Drehbuch: Alexandre Aja, Grégory Levasseur nach der Vorlage von Sung-ho Kim; Musik: Javier Navarrete; Kamera: Maxime Alexandre; Schnitt: Baxter

mit Kiefer Sutherland (Ben Carson), Paula Patton (Amy Carson), Cameron Boyce (Michael Carson), Erica Gluck (Daisy Carson), Amy Smart (Angela Carson), Mary Beth Peil (Anna Esseker), John Shrapnel (Lorenzo Sapelli), Jason Flemyng (Larry Byrne), Tim Ahern (Dr. Morris), Julian Glover (Robert Esseker), Josh Cole (Gary Lewis), Ezra Buzzington (Terrence Berry), Aida Doina (Rosa) u.a.

Filmplakat
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Trailer ()
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Auf seinen Rundgängen sieht Ben unheimliche Dinge.
Ben traut sich kaum, in einen Spiegel zu blicken. Amys Leben schwebt durch Bens neuen Job in Gefahr. Bens Sohn Michael ist von spiegelnden Oberflächen fasziniert.

Gut, dass Sie nicht später gekommen sind. Im Dunkeln finde ich es hier wirklich unheimlich. Kein Strom, und diese vielen Spiegel. Am besten kommt man da garnicht rein. - Ben bekommt eine Führung durch seinen neuen Arbeitsort.

Plot: Ben Carson (Kiefer Sutherland) ist ein Ex-Cop mit einer von ihm getrennt lebenden Ehefrau, zwei Kindern und einem Alkoholproblem, das er mit Tabletten zu bekämpfen sucht. Mittellos wohnt er bei seiner Schwester Angela (Amy Smart) und sucht sich einen Job als Nachtwächter in einer Kaufhausruine. Die Besitzer spielen mit dem Gedanken, das abgebrannte Kaufhaus wieder herzurichten und stündliche Rundgänge bei Tag und Nacht sollen mögliche Vandalen in die Schranken weisen. Bereits bei seiner ersten Begehung geschieht Unheimliches, und Ben traut seinen Augen nicht, als er herausfindet, dass die Spiegel im Kaufhaus Dinge offenbaren, die mit bloßen Auge nicht sichtbar sind. Gibt es etwa eine Parallelwelt verborgen hinter Spiegeln? Seine Recherchen treiben ihn immer weiter in diese Welt hinter den Spiegeln, wo offenkundig das absolut Böse lauert, und erst, als es bereits zu spät für einen Rückzug ist, bemerkt Ben, dass er das Böse mit nach Hause genommen hat...

Kritik: Mirrors ist ein Remake des koreanischen Films Geoul sokeuro (2003) und wurde ebenso wie Ring (2003) oder Der Fluch - The Grudge (2005) von den Amerikaner nachgedreht. In diesem speziellen Fall von Regisseur Alexandre Aja (The Hills Have Eyes). - Von vorneherein sei gesagt, ich habe das Original nicht gesehen.
Mirrors besticht hauptsächlich durch Optik und Akustik. Das Kaufhaus ist optisch ein echter Hingucker. Grau in grau gehalten, dunkle Ecken, lange dunkle Gänge, überall Spiegel, in die man besser nicht hineinsieht, denn es wird einem nicht gefallen, was man darin sieht.

Mit dieser Angst des Hauptdarstellers und des Zuschauers spielt der Film - und das ziemlich gut. Hinzu kommen die grausam sich aufdrängenden Geräusche, am allerschlimmsten in der Szene, wo Ben die markerschütternden Schreie der Frau hört und ihnen folgt. Dazu muss ich sagen: Ich bin kein Hardcore-Horror-Fan und gucke keine Splatter-Filme. Diese Kritik entspringt einer 08/15 Horror/Grusel-Film-Guckerin und als solche fand ich Mirrors extrem spannend und mit hervorragenden Schockeffekten ausgestattet. Wenn man sich auf das Thema der Spiegel und dem Bösen, was dahinter lauert, einlässt, ist der Film Horror pur.
Vor allem als Ben das Böse aus den Spiegeln sozusagen mit nach Hause bringt und jede sich spiegelnde Fläche zum tödlichen Feind wird. Die Vorstellung, dem absolut Bösen so hilflos ausgeliefert zu sein und nichts dagegen tun zu können, ist schon sehr erschreckend.
Kiefer Sutherland spielt seine Rolle gut und überzeugend, besonders in den verzweifelten Momenten. Auch wenn er gegen Ende des Films seinen Jack Bauer wieder einmal raushängen lässt, das hätte man auch anders machen können.
Überhaupt ist das Ende irgendwie anders, als man es erwartet hätte. Im letzten Drittel nimmt der Film eine inhaltliche Wendung, mit der ich so nicht gerechnet habe - oder sagen wir besser, ich hatte vermutet, dass es so kommen könnte, habe aber immer gehofft, dass es nicht darauf hinauslaufen wird. Der Regisseur hat es aber offensichtlich so gewollt und deshalb kann ich mich mit dem Ende des Films nicht so recht anfreunden, obwohl alles gut gemacht und auch schlüssig ist, aber trotzdem blieb bei mir dieser leicht bittere Nachgeschmack zurück. Jemand anders mag es hier ganz anders gehen.

Fazit: Sehr spannender und gut gemachter Mainstream-Horror-Film mit durchweg überzeugenden Darstellern und guten Effekten. 7 von 10 Handabdrücken hinter dem Spiegel.

Sandra Plich
02.11.2008

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Sehr gut8%
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454 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
hanse (23.11.08): langweilige dutzendware ohne eine einzige idee - armseelig!
John Doe (19.11.08): Ich muss ehrlich sagen, suspense-technisch ist der Film super, lange nicht mehr so gute Spannung gesehen mit stellenweise so einfachen aber gelungenen Schockmomenten. Anderes, wenn man es nicht schon im Trailer gesehen hat, ist voraussehbar, weil man das Prinzip schon x mal in Variationen gesehen hat. Denoch ist hier besonders die erste Hälfte sehr gelungen! Den Showdown fand ich beinahe etwas dürftig, blieb irgendwie im Ansatz stecken, so viel Bedrohung durch die Spiegel aber so wenig passiert. Da hätte ich mir mehr gwünscht. Aber das Ende wertet die Sache tatsächlich wieder auf, weil es doch völlig unerwartet kommt und den Zuschauer mit einem breiten Grinsen zurück lässt. Fazit: Nicht die Neuerfindung des Genres und auch sonst viel Standart aber doch durchaus gelungen und besonders in der ersten Hälfte sehr sehr spannend und gruselig. 7 von 10 Glaskammern
maddi (08.11.08): Ich fand den Film erschreckend Hardcore-Horror-Splattermäßig ekelhaft. Hatte wesentlich mehr unblutige Spannung erwartet, die vielleicht im Ungeahnten liegt und nicht so eindeutige Ekelszenen...wie wenn sich jemand den Kiefer aus dem Gesicht reißt...also echt..hatte mehr erwartet..
Bluti (04.11.08): Also ich warne vor dem Kinobesuch, denn (auch aufgrund eurer 7/10) hatte ich recht hohe Erwartungen. Diese wurden leider bitter enttäuscht. Die erste Hälfte ist noch in Ordnung (mehr aber auch nicht). In der zweiten Hälfte wird es tatsächlich minütlich langweiliger. Warum: Sutherland wirkt den ganzen Film über total demotiviert, vielleicht kann er auch einfach nur die Jack-Bauer-Figur, das weiss ich nicht. Der ganze Film krankt für mich an zwei Hauptpunkten, die für einen Horror-, oder von mir aus auch Gruselfilm, unabdingbar sind: 1. etwas Bedrohliches, was fassbar ist, nicht irgendwelche 'satanischen Mächte' hinter bösen Spiegeln. 2. Konsequenz in der Fähigkeit des Bösen. Die sind nämlich sagenhaft inkonsequent in Mirrors. Mal schaffen sie etwas, woran sie aber in anderer Situation scheitern. Blödsinn. Hinzu kommt: Klar ist auf dem Sektor vieles abgegrast und es ist schwer, Neues zu schaffen, aber man muss doch nun wirklich nicht Szenen bringen, die jeden Horrorfilmfan ohne nachzudenken an Poltergeist, den Exorzisten, Nightmare on Elm Street etc. erinnern, zumal, wenn sie einfach wesentlich schlechter und billiger wirken als das Original. Das kann man auch nicht mehr mit dem Totschlagargument, er 'zitiere ja nur' oder 'würdige' damit die Originale. Genau das Gegenteil passiert. Die 'Lösung' des ganzen ist auch zum Weggucken, denn das hat man ja nun wirklich schon ungefähr gefühlte 500x genau so serviert bekommen (und davon 498x überzeugender). Fazit ist, Mirrors funktioniert in meinen Augen nicht als Gruselfilm (geschweige denn Horrorfilm), da er den Zuschauer eher langweilt als gruselt. Eine alte Bude, in der einer mit ner Taschenlampe rumrennt, genügt auf 110 Minuten einfach nicht. Und der Effekt, den die garstigen Spiegel draufhaben, ist nach dem ersten Einsatz ausreichend abgenutzt (zumal man den schon aus der Vorschau zur Genüge kannte...), wird aber dennoch bis zum Gehtnichtmehr immer immer und immer wieder benutzt...mit viel gutem Willen 3/10 spiegelnden Bratgesichtern.
Jens_S (03.11.08): Mirrors ist für einen Film von Alexandre Aja recht "sanft" geworden. Es gibt zwar einige derbe Splattereffekte, aber im Vergleich zu seinem 2003 erschienenen "High Tension" sind diese fast harmlos. Der Film setzt eher auf Grusel denn auf die Darstellung extremer Gewaltexzesse, und baut von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre auf, die den Zuschauer nicht mehr loslässt. Dabei kommt dem Film Ajas Inszenierungsstil zu Gute. Wenn jemand Grusel inszenieren kann, dann auf jeden Fall Aja. Einzig die Handlung sorgt dafür, dass man nach dem Kinobesuch nicht das Gefühl hat, einen ganz großen Film gesehen zu haben. Das Ende hingegen kam für mich absolut unerwartet und, wenn man nicht nach dem Warum fragt, ist es hollywooduntypisch brilliant. Ich schließe mich mit 7 von 10 unzerstörbaren Spiegeln der Wertung Sandras an!
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