Rubbeldiekatz
Komödie, Deutschland 2011, 113 Minuten, ab 12, Prädikat: besonders wertvoll
Originaltitel: Rubbeldiekatz; Deutschlandstart: 15.12.2011 (Universal); Regie: Detlev Buck; Produktion: Claus Boje, Detlev Buck u.a.; Drehbuch: Anika Decker, Detlev Buck; Musik: Enis Rotthoff; Kamera: Marc Achenbach; Schnitt: Dirk Grau

mit Matthias Schweighöfer (Alex Honk), Alexandra Maria Lara (Sarah Voss), Detlev Buck (Jürgen Honk), Maximilian Brückner (Basti Honk), Denis Moschitto (Jan), Max von Thun (Thomas), Max Giermann (Jörg / Hitler), Sunnyi Melles (Annegret), Susanne Bormann (Maike), Milan Peschel (Kostümbildner), Eva Padberg (Blonde Frau), Joachim Meyerhoff (Regisseur), Katharina M. Schubert (Regieassistentin), Josefine Preuß (Benita), Palina Rojinski (Jasmina) u.a.

Filmplakat
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Es ist so schade, dass du kein Mann bist. Das wär der perfekte Moment: Mond, Sterne, hemmungsloser Sex... - Ja, schade. - Alexandra hat weniger Chancen bei Sarah als Alesander.

Plot: Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) ist ein talentierter Jung-Schauspieler, dem aber nicht so recht der große Durchbruch beim Film gelingen will. Stattdessen feiert er seine kleinen Erfolge beim Publikum im örtlichen Theater. Eines Tages dann ergattert sein Bruder und Manager Jürgen Honk (Detlev Buck) für ihn ein Vorsprechen bei einer großen amerikanische Filmproduktion für einen Kriegsfilm in Deutschland. Doch wegen einer Verwechselung soll er nicht für einen männlichen Part vorsprechen, sondern für eine Frauenrolle. Aber da er endlich groß ins Business einsteigen will und sich für einen guten Schauspieler hält, verkleidet Alex sich mit Hilfe seiner Brüder Jürgen und Basti (Maximilian Brückner) und seinem Kumpel Jan (Denis Moschitto) als Frau und kommt als Alexandra Honk am Set so gut an, dass er eine der Hauptrollen ergattert. Richtig kompliziert wird es erst, als Alex sich in seine Kollegin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara) verliebt und der Hitler-Darsteller (Max Giermann) sich in Alex(andra). Alles droht aufzufliegen...

Kritik: „Manche mögen's heiß wie Tootsie“ oder so ähnlich mag man beim ersten hinschauen denken. Die Grundidee von Rubbeldiekatz ist tatsächlich nicht neu und erinnert an alle bereits dagewesenen „Männer-in-Frauenkleidern-Verwechselungskomödien“. Doch hier hat Detlev Buck seine Hand im Spiel - und da wissen Kenner, dass der Film eine ganz spezielle Note bekommen wird. So ist es dann auch. Denn statt einer konventionellen Romantik-Komödie macht Buck aus dem Drehbuch von Anika Becker (Keinohrhasen) eine sehr skurrile Komödie. Und das ist gerade das, was den Film ausmacht und hervorhebt.

Rubbeldiekatz ist eben keiner der gestylten und geleckten Til Schweiger-Filme, die natürlich auch ihren Charme haben, sondern Buck hat hier eine Satire auf das (amerikanische) Filmbusiness und was hinter der Kamera geschieht gedreht. Die Romantik kommt natürlich nicht zu kurz, aber sie überwiegt nicht und ist vor allem nicht triefend inszeniert. Durchsetzt ist das ganze von Buck-typischen sehr abgefahrenen und skurrilen Sequenzen und Dialogen. Das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Ich fand es aber sehr gut und habe den ganzen Film über gelacht und Spaß gehabt.
Trotzdem ist der Film durchaus massenpublikumstauglich und könnte ein Hit werden, wird aber wahrscheinlich breitflächig nicht so gut ankommen, wie eine Til Schweiger-Romantik-Komödie.
Matthias Schweighöfer setzt hier seinen Lauf fort, den er im Kinojahr 2011 mit seinem sehr gelungenen Regiedebüt What a Man hat, und glänzt auf ganzer Linie. Allein dafür, dass er so gut auf den Stilettoabsätzen laufen kann, gebührt ihm großer Respekt von der Männerwelt. Außerdem hat die Maske ihn teilweise so gut hinbekommen, dass er durchaus als Frau durchgehen könnte.
Detlev Buck und Maximilian Brückner als Alexanders etwas schräge Brüder und Denis Moschitto als bester Kumpel von Alex überzeugen genauso wie Max Giermann als ewiger Hitler-Darsteller. Alle haben mit Sicherheit sehr viel Spaß an ihrer Arbeit gehabt. Abgerundet wird der ganze Film mit einem tollen und originellen Soundtrack.

Fazit: Rubbeldiekatz überzeugt als zwar seichter, aber sehr lustiger Film. Er geht allerdings mehr in Richtung satirische Komödie mit jeder Menge Situationskomik, als auf die romantische Schiene. Trotzdem kann ich ihn auch einem breiten Publikum empfehlen - vorausgesetzt, man kann etwas mit der speziellen Art von Detlev Buck-Filmen anfangen. Gute 8 von 10 improvisierten Hitler-Reden.

Sebastian Schwarz
07.12.2011

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