X-Men Origins: Wolverine
Action/Fantasy, USA 2009, 106 Minuten, ab 16
Originaltitel: X-Men Origins: Wolverine; Deutschlandstart: 29.04.2009 (20th Century Fox); Regie: Gavin Hood; Produktion: Richard Donner, Hugh Jackman u.a.; Drehbuch: David Benioff, Skip Woods; Musik: Harry Gregson-Williams; Kamera: Donald McAlpine; Schnitt: Nicolas De Toth, Megan Gill

mit Hugh Jackman (Logan / Wolverine), Liev Schreiber (Victor Creed / Sabretooth), Danny Huston (William Stryker), Will i Am (John Wraith), Lynn Collins (Kayla Silverfox), Kevin Durand (Frederick J. Dukes / The Blob), Dominic Monaghan (Chris Bradley / Bolt), Taylor Kitsch (Remy LeBeau / Gambit), Daniel Henney (David North / Agent Zero), Ryan Reynolds (Wade Wilson / Deadpool), Scott Adkins (Weapon XI), Tim Pocock (Scott Summers), Julia Blake (Heather Hudson), Max Cullen (Travis Hudson), Troye Sivan (James) u.a.

Filmplakat
Internet Movie Database ()
Offizielle Website (20th Century Fox )
Trailer ()
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Der junge Logan hat einen ersten Menschen getötet.
Die Brüder Logan und Victor sind nur anscheinend in Schwierigkeiten. Wolverine hat soeben seine Metallkrallen erhalten. Auch Familienbande müssen nicht ewig halten.

Was auch immer der Grund ist, weshalb Sie sich diese Prozedur hier antun, wenn es los geht, konzentrieren Sie sich darauf. Vielleicht wird Ihnen helfen. - Glauben Sie mir, ich hab schon Schlimmeres erlebt. - Nein, haben Sie nicht. - Wolverine ist zum Bad in Adamantium bereit.

Plot: Die Handlung des Films setzt zu Beginn des 19ten Jahrhunderts ein: Der junge Logan (Troye Sivan) liegt krank in seinem Zimmer, als er das gewaltsame Eindringen eines Mannes ins Haus und einen Schuss hört. Sein geliebter Vater liegt erschossen am Boden und er gerät so in Rage, dass er den Mörder mit ihm plötzlich gewachsenen Knochenfortsätzen ersticht. Kurz darauf erfährt er, dass der von ihm Ermordete sein Vater gewesen sein soll, dessen Sohn sein Bruder. Völlig verstört flüchtet er mit dem anderen Jungen vor einer Anklage. Schnitt.
Fortsetzung zu Beginn des 20sten Jahrhunderts. Aus den beiden Jungen sind inzwischen 'junge' Männer mit geheimen Kräften geworden, die sich in allen denkbaren Kriegen als fleißige Söldner verdingen: 1. und 2. Weltkrieg, Vietnam... Selbstheilung und riesige Kräfte machen sie zu Kampfmaschinen. Logans Bruder Victor (Liev Schreiber) wird zunehmend blutrünstiger und schreckt auch vor dem Töten Unschuldiger und Vorgesetzter nicht zurück. Beide kommen vor das Standgericht. Doch Erschießen gestaltet sich schwierig.
Allerdings führt der Vorfall dazu, dass Sie für eine geheime Mutanteneinheit namens Team X unter Leitung von William Stryker (Danny Huston) angeworben werden, die quer durch die Welt gefährliche Aufträge für die Regierung übernimmt.
Doch Logan (Hugh Jackman) ist das Töten leid und verlässt die Truppe und seinen Bruder. In den kanadischen Rockies versucht er als Holzfäller ein ganz normales Leben mit der Liebe seines Lebens Kayla (Lynn Collins) zu führen. Aber seine Vergangenheit holt ihn bald ein...

Kritik: Schon in der X-Men-Reihe gehörte Wolverine aka Hugh Jackman zu den wichtigen Hauptfiguren und Identifikationsträgern. Der aktuelle Filme ist nun, wie der Titel schon sagt, vollständig auf die Rolle fokussiert. Dem entsprechend ist natürlich nicht nur Action sondern auch Charakterentwicklung gefragt, die bei der Vielzahl der Charaktere in X-Men bisher zu kurz kam.
Zentrales Motiv ist dabei der entstehende Bruderzwist zwischen Logan und Victor alias Sabretooth, der letztlich dazu führt, dass aus dem starken Logan der fast unbesiegbare Wolverine wird. An sich ein guter Ansatz für den Film, der sich auch nah an der Comicvorlage hält. Leider aber nur theoretisch, da Regisseur Gavin Hood (Tsotsi) bei all der Action irgendwann das 'Storytelling' aus den Augen verloren hat. Zentrales Motiv = zentrales Problem: Der Bruderzwist ist im Film nicht glaubhaft dargestellt. Zu plötzlich ist der Übergang von 'Rücken an Rücken' zu 'Ich bring dich um'.
Darüber hinaus sind einige überraschende Wendungen im Film doch etwas wirr geraten. Zwar ergibt sich durch etwas Nachdenken noch eine nachvollziehbarer Handlungsstrang, die Geschichte ist aber schlicht zu kompliziert und teilweise schlecht nachvollziehbar geraten. Das hätte man besser machen können.
Tadellos hingegen ist die Action. Spannend, gut choreografiert und gut gefilmt. Der stärkste Teil des Films.
Darüber hinaus hat X-Men Origins: Wolverine nicht die Schwächen anderer Prequels, die durch größere zeitliche Abstände zwischen den Filmen auf andere Darsteller zurückgreifen müssen oder durch verbesserte Filmtechnik unter dem Episode 1-Syndrom leiden.
Für Fans und Kenner der Wolverine-Comics sind natürlich zahlreiche Referenzen eingebaut. Insbesondere auch zum Schluss des Filmes, wo zwei kurze zusätzliche Szenen Erwartungen auf weitere Teile der X-Men Origins wecken wollen.

Fazit: Ein gut gemachter Action-Film mit Schwächen im Storytelling. 6 von 10 Hypnosen durch Berührung.

Olaf Scheel
06.05.2009

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683 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Eric Draven (11.05.09): "Kann man gucken, kann man auch lassen" ist für diesen Film wohl genau der richtige Kommentar.
Unterhaltsam ist der Film allemal, was hauptsächlich an den bereits erwähnten, gut gemachten Effekten liegt. Hängen bleibt jedoch sehr wenig und irgendwie hatte ich von der Entwicklung des Wolverine etwas mehr erwartet. Ich als nicht Comic-Kenner stehe zum Beispiel immernoch im Dunklen, was die Frage angeht "Woher kommen überhaupt die Superkräfte von Wolverine und Sabretooth?!". Ich denke der Film setzt zum Einen zu spät ein und überspringt zum Anderen mögliche interessante Entwicklungen.
Fokus liegt hier eindeutig auf dem Bruderstreit, nicht auf der Entwicklung und Auseindersetzung der Kräfte.
Was mir noch aufgefallen ist, ist die offensichtliche Vermeidung jedweden Blutes in dem Film. Damit will ich nicht sagen, dass ich auf Blutorgien stehe, aber es nimmt dem Film doch etwas an "Glaubwürdigkeit", wenn weder die Schwerter von Wade, noch die "Klingen" von Wolverine keinen einzigen Blutstropfen aufweisen, obwohl sie Sekunden zuvor noch tief in irgendwelchen Körpern steckten.
Von mir 6 von 10 explodierenden Glühbirnen

Sandra (09.05.09): Ich kann nur sagen: ÜBERFLÜSSIG! Gut gemacht, ja! Gut gespielt - sofern man bei Comicverfilmungen von schauspielerischen Leistungen sprechen kann - ja! Logik in der Storyline, nein - und auch sonst nicht. Der Bruderstreit wird total unglaubwürdig dargestellt und wieder und wieder und wieder und wieder treffen sie für einen weiteren Kampf aufeinander und nein, keiner von beiden wird gewinnen. Das ist schlicht ermüdend und unspannend erzählt. Gut gefallen hat mir die Figur des Gambit, der aber leider, ebenso wie Sabretooth zur schalen Nebenfigur verkommt. Kann man gucken, kann man auch lassen! Ich gebe 4 von 10 Feuerstunts auf einem Motorrad!
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