Die amerikanische Nacht
Drama, Frankreich/Italien 1973, 115 Minuten, ab 12
Originaltitel: La Nuit américaine; Deutschlandstart: 21.09.2003; Regie: François Truffaut; Produktion: Marcel Berbert; Buch: Jean-Loius Richard, Suzanne Schiffman, François Truffaut; Musik: Georges Delerue; Kamera: Pierre-William Glenn; Schnitt: Martine Barraqué. Yann Dedet; Kostüme: Monique Dury

mit Jacqueline Bisset (Julie), Valentina Cortese (Severine), Dani (Liliane), Alexandra Stewart (Stacey), Jean-Pierre Aumont (Alexandre), Jean Champion (Bertrand), Jean-Pierre Léaud (Alphonse), François Truffaut (Regisseur Ferrand)

Filmplakat
Internet Movie Database ()

Plot: Ein Filmteam dreht in Nizza ein Liebesdrama. Doch laufen die Dreharbeiten nicht gerade glatt ab. Denn der Regisseur (Francois Truffaut) hat mit technischen Schwierigkeiten, zickigen Stars, Dramen hinter der Kamera und allen möglichen Unvorhersehbarkeiten zu kämpfen. Aber als leidenschaftlicher Filmemacher steht er mit seiner ganzen Liebe und Energie hinter dem Projekt, um es trotz aller Hürden am Ende zum Erfolg zu führen.

Kritik: Francois Truffauts Meisterwerk ist eine Liebeserklärung an das Filmemachen: Denn der Film ist wie ein großes "Making of...", mit dem kleinen Unterschied, dass es hier nicht nach dem Motto geht, "War doch ein toller Trick, oder? - Und so haben wir's gemacht!"
Wo derartige Reportagen (zu sehen im Fernsehen oder als spezielle Features auf DVDs) oft desillusionierend sind und dem Zuschauer den Reiz und Zauber des Films nehmen, hat es hier den gegenteiligen Effekt: Als Regisseur sowohl des Films als auch des Films im Film führt Truffaut uns durch alle Höhen und Tiefen des Filmemachens und bringt uns dabei die Faszination seiner Arbeit näher.

So erleben wir die ganze Palette der Alpträume, die Filmemachern das Leben schwer machen und die oft nur mit Sensibilität, Durchsetzungvermögen und kreativer Energie zu bewältigen sind.
Auf der anderen Seite zeigt Truffaut aber auch einige Tricks, die jedoch nicht verräterisch wirken, sondern zeigen, wieviel erfinderischer Einfallsreichtum, Engagement und Liebe zur Arbeit hinter der Kamera gehören, deren Möglichkeiten kaum Grenzen kennt: So wird durch den Kameratrick der "amerikanischen Nacht" nicht nur der Tag verdunkelt, sondern am Ende sogar der Tod überlistet.

Fazit: Ein Klassiker, der uns von der anderen Seite der Leinwand aus zeigt, dass nicht nur das Filme Gucken, sondern auch das Filme Machen ein Vergnügen ist und den jeder gesehen haben sollte, der Kino und Filme liebt. Auch wenn Filmemachen und Tricktechnik in Zeiten von Matrix und Star Wars längst neue Dimensionen erreicht haben, kann das dem Charme dieses Films nichts anhaben. Denn Computereffekte sind nicht alles und die Grundzüge dieser Abeit bleiben wohl immer gleich! Als "kleiner Paderkino-Kritiker" fühle ich mich allerdings nicht wirklich würdig, diesen Film mit "normalen" Maßstäben zu bewerten, deswegen gibt es von mir 10 von 10 erfürchtigen Blicken hinter die Kulissen

Nikolas Mimkes
02.11.2003

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489 Stimmen
Schnitt: 4.4
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