Message in a Bottle

Melodrama, USA 1999, 125 Minuten, ab 6
Originaltitel: Message in a Bottle; Deutschlandstart: 26.08.99 (Tobis); Regie: Luis Mandoki; Produktion: Denise Di Novi, Jim Wilson, Kevin Costner (TIG Production / Di Novi Pictures); Drehbuch: Gerald DiPego nach einem Roman von Nicholas Sparks; Musik: Gabriel Yared; Kamera: Caleb Deschanel; Ausstattung: Jeffrey Beecroft; Schnitt: Steven Weisberg; Kostüme: Bernie Pollack

mit Kevin Costner (Garret Blake), Robin Wright Penn (Theresa Osborne), Paul Newman (Dodge), John Savage (Johnny Land), Illeana Douglas (Lina), Robbie Coltrane (Charlie), Jesse James (Jason), Bethel Leslie (Marta Land), Tom Aldredge (Hank Land), Viveka Davis (Alva)

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Offizielle Homepage (Tobis de)


Plot: Nach ihrer Scheidung kümmert sich die Journalistin Theresa (Robin Wright Penn) liebevoll um ihren kleinen Sohn. Nach Außen gibt sie sich stark und unabhängig, doch in Wirklichkeit schmerzen sie die Erinnerungen an ihre gescheiterte Beziehung immer noch sehr.
Während eines Kurzurlaubs findet sie eine Flaschenpost. Diese enthält einen romantischen Liebesbrief an eine Frau namens Catherine. Theresa ist von ihm so stark emotional berührt, dass sie alles daran setzt, den Autor des Briefes ausfindig zu machen.
Ihre Suche führt sie schließlich in ein kleines Küstenstädtchen in North Carolina. Dort wohnt der wortkarge Segelschiffbauer Garret (Kevin Costner). Seit dem Tod seiner Frau Catherine, den er immer noch nicht überwunden hat, lebt er zurückgezogen und einsam. Nur zu seinem Vater Dodge (Paul Newman) hat er noch näheren Kontakt.
Theresa verliebt sich sofort und sie schafft es auch, bei Garret Emotionen und Leidenschaft zu wecken. Doch der keimenden Liebe stehen die Geister der Vergangenheit entgegen, die immer wieder für Hindernisse sorgen.

Kritik: Die Kennzeichen von romantischen Filmen sind eigentlich meist die gleichen: Zwei einsame, vom Leben bestrafte Charaktere stoßen aufeinander, mindestens einer von beiden erkennt das neue Glück nicht, es kommt zu herzzerreißenden Szenen, das Publikum weint, und schließlich sind die Liebenden in irgendeiner Form glücklich vereint, oder unweigerlich getrennt. Typische Zutaten sind: unterdrückte Gefühle, ungestillte Sehnsüchte, verbotener Sex, Intrigen, Rache, schwere Schicksalsschläge, Stereotypen statt komplexer Charaktere.
Trotzdem gab es in den letzten Jahren immer wieder Filme, die glaubwürdige Liebesgeschichten erzählt haben ohne über jedes Klischee des Genres zu stolpern. In meinen Augen gelungene Beispiele sind Out of Sight oder auch Titanic.

Message in a bottle gehört aber nicht zu diesen überzeugenden Filmen. Er ist ganz einfach eine üble, langweilige und schmalztriefende Schmonzette. Die Handlung ist an keiner Stelle überraschend, sie plätschert dahin, ständig unterbrochen von unglaublich belanglosen, schleppenden Dialogen. Dass Theresa und Garret zusammengehören, wird deutlich gezeigt. Aber nach den ersten glücklichen Momenten, reiht sich ein Hindernis und eine absurde Störung ihres Glücks an die andere. Es kommt zur Trennung, dann zaghafter erneuter Annäherung und dann das nächste Hindernis. Vor allem in der letzten Stunde des Filmes denkt man deswegen häufiger darüber nach, wie man möglichst unauffällig zum Ausgang gelangen kann.
Es wäre immer noch nicht so schlimm, wenn sich nicht zeigen würde, dass der Regisseur Mandoki unfähig ist, auch nur eine einzige emotional überzeugende Szene zu inszenieren. Wenn man nicht ohnehin einen Hang zu Schmalzfilmen hat, wird man die Liebesbeziehung nicht überzeugend finden, die zahlreichen Konflikte noch weniger.
Unglaublich auch die Liebesbriefe der Flaschenpost, die an mehreren Stellen des Filmes verlesen werden. Was romantisch sein soll, verursacht beim Publikum eher Schreikrämpfe und Fluchreflexe.
Dass persönliche Briefe mit einer Schreibmaschine geschrieben wurden, befremdet dabei etwas. Somit verwundert es auch nicht, wenn dies im Verlauf der Handlung noch eine Rolle spielt.
Am Schluß des Filmes scheinen auch die Macher dieses Langweilers von ihrem eigenen Konzept nicht mehr richtig überzeugt. Dies ist vermutlich der Grund, aus dem dann noch eine actionreichere Szene angeklatscht wurde, die aber eher absurd, als dramatisch wirkt.
Alles in allem ein mißlungener Film, auch Pärchen werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.

Fazit: Ein Film für Leute mit Schlafstörungen: Wer hier nicht einschläft, ist vermutlich eine Frau... ;-) 2 von 10 Flaschen mit nix drin

Olaf Scheel
15.08.99

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1053 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Patrick (13.01.11): Das ist echt einer der geilsten Liebesfilme die ich je gesehen habe. Zudem, Cevin Costner gibt dem Ganzen den nötigen "erotischen" Kick.
Suse (19.11.04): der film ist einfach völlig schön,ich könnte ihn nicht oft genug schauen und die briefe darin sind einfach nur der Hammer
entchen (10.11.04): mag ja alles sein aber ich finde es ist eine libes geschichte und die sind nunmall schnulzig aber der film nimmt einen doch mit oder nicht??????? starwars oje mine
++++++++ (25.06.04): oh mein gott. welcher gefühlskalte mensch hat diese kritik geschrieben???besonderst der schluß ist ja sehr überraschend! und ich glaube nicht, dass nur frauen die auf liebesfilme stehen diesen film toll finden!!!!! ich bin dafür, das diese kritik umgeschrieben wird!!!!!!!!!!!!!!!!
Anne Müller (06.01.04): Filme sind das wahre Leben.Dieser Film hat so wahnsinnig viel Gefühl und dieser große Respekt voreinander sollte auch im leben sein
Anne Müller (21.08.03): Message in a Bottle ist der tollste Film den ich je gesehen habe.Er weißt auf so viel Kleinigkeiten hin die wir als Menschen garnicht beachten.Ich kann nur sagen Menschen schätzt die kleinen Dingen im Leben am meißten.Und diese Briefe im Film finde ich persöhnlich sehr realistisch.
Olaf (13.08.03): @Kassi: Du schreibst hier von Toleranz gegenüber der Meinung anderer, aber du bist hier der- oder diejenige, die hier Andersdenkende beleidigt. "keine Ahnung" "fester Standpunkt" Deine eigene Meinung zu diesem Film sei dir ungenommen, aber lass mir auch meine. Ich habe meinen Standpunkt oben ausreichend begründet. - Und wenn du meine Kritik aufmerksam gelesen hättest, dann hättest du erkannt, dass ich auch romantische Filme mag (- wenn auch wenige).
Kassi (05.08.03): Ich weiss nicht, was schlimmer ist, das jemand versucht eine Romanze zu bewerten & davon keine Ahnung hat, was Romantik bedeutet oder das sich der Zwiespalt zwischen den Geschlechtern so aufspaltet, das man nur auf einer Seite zu dem Film stehen kann. Das ist enttäuschend! Ich mag den Film, weil es selten Filme gibt, die so gut das Verhältnis zwischen Leben & Tod darstellt. Ebenso mag ich die Bilder & ganz besonders die geistreichen & wunderschönen Briefe. An manchen Stellen ist es durch aus lang gezogen, aber da gibt es wesentlich schlimmere Filme, die man ja auch überlebt hat sonst würde man ja immer noch in seeligen Träumen schlummern! Ach & ich steh nich nur auf Schnulzen, ich glaube man sollte mal etwas Toleranz ans Tageslicht holen, oder bewertet ihr jeden Film mit festen Standpunkten an denen man nicht wackeln sollte oder darf? Sehr schade, durch so was verpasst, man die besten Dinge im Leben, wenn man sich schon von diversen Namen oder Themen abschrecken lässt bzw. es mangelt auch etwas an Aktzeptanz der Meinung anderer.
Olaf (12.05.03): @Akki: Wenn du meine anderen Kritiken liest, wirst du merken, dass ich weiß Gott kein Fan von simplen Action-Filmen bin. Ich mag es gerne etwas geistreicher... Aber das ist dann auch ein Grund Message in a Bottle nicht zu mögen. - Wenn ich einen romatischen Film sehen will, dann schau ich mir so etwas wie Out of Sight an. Soderbergh zeigt dort in IMO vortrefflicher weise, wie man eine Romanze inszenieren kann, ohne in Schmalz zu baden...
Akki (12.02.03): Eigentlich wollte ich hier nicht schreiben. Aber, die Kritk zu dem Film - ich weiß, was bist du für ein durchgenallter und armer Mensch. Guck Dir Starwars an, das entspricht bestimmt deinem Intelekt!
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