Bad Boys II
Action, USA 2003, 145 Minuten, ab 16
Originaltitel: Bad Boys II; Deutschlandstart: 09.10.2003 (Columbia TriStar); Regie: Michael Bay; Produktion: Jerry Bruckheimer; Drehbuch: Ron Shelton, Jerry Stahl; Musik: Trevor Rabin; Kamera: Amir Mokrin; Ausstattung: Dominic Watkins; Schnitt: Mark Goldblatt, Thomas A. Muldoon, Roger Barton; Kostüme: Deborah L. Scott, Carol Ramsey; Stunts: Andy Gill

mit Martin Lawrence (Marcus Burnett), Will Smith (Mike Lowrey), Jordi Mollà (Hector Juan Carlos "Johnny" Tapia), Gabrielle Union (Sydney "Syd" Burnett), Peter Stormare (Alexei), Theresa Randle (Theresa Burnett), Joe Pantoliano (Captain Howard), Michael Shannon (Floyd Poteet), Yul Vázquez (Detective Mateo Reyes), Jason Manuel Olazábal (Detective Marco Vargas)

Filmplakat
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Trailer (Columbia TriStar )
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Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) genießen ihre Freizeit Es knistert heimlich zwischen Mike und Marcus' Schwester Syd (Gabrielle Union) Die Bad Boys fliegen zum nächsten Einsatz Detective Lowrey im Kugelhagel

Hey, Freunde, dürfte ich mal kurz euren Arbeitsplatz beschreiben? Nein, nur die beiden. Wie lautet denn die genaue Beschreibung? Ich sag's euch: T, N, T, Tactical Narcotics Team. Tactical, taktisch! Mit Fingerspitzengefühl und Sorgfalt und äußerster Diskretion! Eine Frage, Gentlemen: Wo war denn das Fingerspitzengefühl bei eurer heutigen Leistung? ... 22 Autos und ein Boot. Schrott!? Wie kann man ein Boot versenken? - Captain Howard nach dem Einsatz der Bad Boys

Plot: Der kubanische Drogendealer und Gangsterboss Tapia (Jordi Mollà) möchte gerne das gesamte Drogennetz in Florida übernehmen. Zu diesem Zweck hat er eine perfekte Methode entwickelt, Ecstasy von Europa nach Miami zu schmuggeln. Als wieder eine große Lieferung ansteht, bekommt Mike Lowrey (Will Smith), der mit seinem Partner Marcus Burnett (Martin Lawrence) bei der Drogenfahndung in Miami arbeitet, einen Tipp. Doch als sie die Bande hochnehmen wollen, geht einiges schief und Marcus bekommt sogar eine Kugel aus Mikes Waffe ab. Das stärkt das freundschaftliche Verhältnis der beiden nicht gerade. Vor allem, weil Marcus schon länger nicht gut auf Mike zu sprechen ist, da er ihn für zu übereifrig, fahrlässig und verantwortungslos hält. So hatte er schon insgeheim mit dem Gedanken gespielt, die polizeiliche Partnerschaft aufzugeben und sich versetzen zu lassen.
Als nun auch noch Marcus Schwester Syd (Gabrielle Union) aus New York zu Besuch kommt, spannt sich die Situation weiter an, da Mike schon länger ein Verhältnis mit Syd hat, ohne dass Marcus davon weiß und Syd Marcus jetzt endlich davon erzählen will. Als bei einer weiteren Drogendeal-Überwachung plötzlich ausgerechnet Syd auf der Bildfläche erscheint, muss sich erweisen, ob die Freund- und Partnerschaft der beiden "Bad Boys" noch stark genug ist, die Sache durchzustehen und den Fall aufzuklären...

Kritik: Getreu dem Motto "Bad Boys forever" hat sich das Team des ersten Teils nach acht Jahren erneut zusammengefunden und mit erheblich mehr Budget einen zweiten Teil gedreht. Im neuesten von Jerry Bruckheimer produzierten Streifen kann Regisseur Michael Bay (Armageddon, The Rock) mal wieder zeigen, dass er der König des Actionkinos ist. Nach dem missglückten Pearl Harbor, wo noch eine Liebesstory dabei war, widmet er sich hier wieder ganz dem, was er am besten kann: dem perfekt inszenierten reinen Actionthriller!
Bay, ein ehemaliger Werbefilmer, weiß, wie er mit Kameramann Amir Mokrin schöne Bilder zaubern kann. Verbunden mit genialen Kamerafahrten und (beinahe schon zu) schnellen Schnitten ergeben sich so, wie schon im ersten Teil, herrliche Aufnahmen. Doch da für den zweiten Teil wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand, kommt vor allem auch die Action nicht zu kurz. Es existiert schon beinahe ein regelrechter Action-Overkill. Besonders die Autoverfolgungsjagden suchen ihresgleichen, sodass sich sogar Terminator 3 und alle anderen Filme dahinter verstecken müssen.

Es gibt Materialschlachten und Schießereien bis zum Geht-nicht-mehr. Und das ist im Grunde schon wieder zu viel des Guten, denn spätestens bei der dritten Autoverfolgungsjagd denkt man sich, dass es jetzt mal genug ist und weniger auch ausgereicht hätte. Vor allem weil Bay durch die ständigen Wiederholungen und Aneinanderreihung der Actionsequenzen den Film auf sage und schreibe 145 Minuten aufbläht. Das ist für einen Actionthriller eindeutig zu lang, besonders, wenn man wie hier das Wenige an Story auch in sehr viel kürzerer Zeit hätte erzählen können.
Will Smith und Martin Lawrence sind bei Bad Boys II wieder in Topform und liefern sich noch mehr verbale Duelle als im ersten Teil. Das gibt dem Film die nötige witzige Komponente. Doch der Film hat einen raueren und kaltblütigeren Unterton als der erste Teil. Manche Darstellungen von blutigen Szenen und Leichen sind schon sehr heftig und geschmacklos, obwohl Bad Boys II für das deutsche Kino geschnitten wurde, um eine Altersfreigabe ab 16 Jahre zu bekommen. Manche der Sequenzen mit den Leichen sind aber auch mit Schnitten meiner Meinung nach noch drastisch genug, sodass sie manchmal die Grenze des guten Geschmacks erreichen und für manche Kinobesucher wohl etwas zu hart sein könnten. Alles in allem würde ich Bad Boys II bis hierher aber dennoch als sehr gutes Actionthriller-Popkornkino zum Gehirn ausschalten und Spaß haben bezeichnen. Doch dann kamen die letzten 30 Minuten...
Diese letzte halbe Stunde, die man schon wegen der viel zu großen Gesamtlänge als auch wegen des nicht zum Rest des Films passenden Inhalts hätte weglassen können, ist obendrein noch amerikanische Propaganda übelster Art! Ohne zu viel zu verraten, läuft der Film hier nach folgendem Schema ab: Wenn irgendwelche dummen Ausländer (egal woher sie kommen!) meinen, sie könnten in den USA machen, was sie wollen, dann zeigen wir denen mal, was 'ne Harke ist und alle unterstützen uns dabei, weil wir in den USA ja egal ob schwarz oder weiß alle eine große Gemeinschaft sind. Dann fallen wir erst einmal in das armselige und von Militär regierte 3. Welt-Kuba ein und machen da alles platt, was platt zu machen geht. Selbst vor ganzen Slumvierteln machen wir nicht Halt, egal ob in den Hütten vielleicht noch Menschen sind. Wir sind ja "Bad Boys" und dürfen das! Dann wird einem auch noch unterschwellig suggeriert, dass sich in Kuba bestimmt auch Terroristen aufhalten, indem man kurz an einer Wand eine Aufschrift sieht, die starke Ähnlichkeit mit "Al Quaida" aufweist.
Das hätte nicht sein müssen und wertet den Film sowie die für ihn verantwortlichen Leute für mich erheblich ab.

Fazit: Für Freunde des Actionthriller-Popkornkinos eigentlich ein Muss, solange man sein Gehirn abschalten kann und sich nicht an der amerikanischen Propaganda und den schon zu übertriebenen und sich wiederholenden Actionsequenzen stört, die den Film unnötig in die Länge ziehen. Mich störte aber besonders die Propaganda und deshalb gibt es von mir nur 6 von 10 poppenden Ratten

Sebastian Schwarz
04.10.2003

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Schlechtester Film aller Zeiten28%
Mieserabel6%
Schwach8%
Hatte leichte Schwächen7%
Naja geht so10%
War okay7%
Gut9%
Sehr gut8%
Absolut hervorragend5%
Bester Film aller Zeiten8%

95 Stimmen
Schnitt: 4.5
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Filmfreak (28.03.05): Sehenswerte Actionszenen, nette Gags und jede Menge lässiger Sprüche machen "Bad Boys 2" zu einem lupenreinen Popcorn-Actionkracher. Natürlich ist der Streifen weitestgehehnd logikfrei und stellenweise etwas drastisch, aber das trifft auch auf jede Menge anderer Actionthriller zu. Deshalb gibts von mir 8 von 10 Leichen denen die Schädeldecke abfällt
Anselm (31.07.04): Tschuldigung, wenn ich das hier so sage, aber für Zuschauer, die versuchen, dem Film etwas abzugewinnen, ist BB2 ein abgrundtief schlechter Film der eigentlich nicht in die Kinos gehört. Mit den makaberen Szenen bietet der Film höchstens etwas für gewaltbereite oder falsch erzogene Pubertierende.
Rodolfo (31.07.04): ae vcs sõ dimais I from Brazil !!! falar c/ fala um BLACK brother cantar c/ canta um BLACK brother amar c/ ama um BLACK brother usa sempre o comprimento BLACK brother qntas veses jah cheguem no fim da festa quantas vezes o bagasso da laranja é o q/ restas ñ me do por vencido vejo a luz no fim do tunel a corrente esta cerrada c/ os meus punhos! By black ! I Relly lovy you!!! bad boys
Olaf (14.10.03): @Eric: Das wollten wir doch nur erreichen... ;-)
Eric Draven (14.10.03): @all: ich geb's auf....:-)
Alsmann (14.10.03): @Eric... Also, mein TV ist zwar alles andere als klein, aber kein Ersatz für eine große Leinwand.. so einen Action-Film, der eindeutig von der Optik lebt, MUSS man sich im Kino angucken!

Ich habs übrigens gerade getan und muß meinen Vorrednern bzw -schreibern Recht geben: der Kuba-Trip ist absolut überflüssig und dieses "Hey, wir sind zwar von FBI/DEA/CIA/P&C/M&M, aber wenn ne Amerikanerin verschleppt wird helfen wir ganz unbürokratisch"-Getue ziemlich peinlich, aber nette Action wird auch in diesem Teil noch geboten. Und deshalb geht man doch in so einen Film, oder? Wenn man geistig gefordert werden will, geht man (normalerweise) nicht unbedingt in einen Bruckheimer/Bay-Film... Stattdessen läßt man sein Hirn am besten im Auto, holt sich ne große Portion Nachos/Popcorn und genießt die Bilderflut. Und dafür ist BB2 hervorragend geeignet. ;-)
Somit gibts bei mir auch keine Abzüge (denn 99% aller Actionfilmen kann man vorwerfen, schwachsinnig, brutal, zum Teil ekelig, unrealistisch und patriotisch zu sein) und gebe 8 von 10 beringte Finger

Eric Draven (13.10.03): @Olaf:....über das echte Kinoerlebnis geht natürlich nichts...mein Problem bei diesem Film ist einfach, dass ich mich von den miesen Kritiken hab beeinflussen lassen und meine Lust mich für diesen Film auf ins nächste Kino zu machen immer weiter gesunken ist. Da ich aber absoluter Fan des ersten Teils bin will ich ihn mir wiederum nicht entgehen lassen...Fazit:BBII muss so schnell wie möglich als DVD erscheinen
Olaf (13.10.03): @Eric: Okay, ich weiß das Bonusmaterial einer DVD auch zu schätzen, aber was ist denn mit dem echten Kinoerlebnis? Das kann man doch nur auf der großen Leinwand haben... :-)
Eric Draven (13.10.03): @Olaf: Wenn man es so sieht ist echt wirklich sehr drastisch:-) In erster Linie ist mein Ziel aber einfach so schnell wie möglich den Film zu sehen. Und wie es aussieht scheint es sich nicht zu lohnen den im Kino anzugucken.
Im Endeffekt gibt es also mehr positive Aspekte den Film auf DVD zu gucken (Bonusmaterial, ungekürzt, weniger Kosten) als im Kino.

Olaf (12.10.03): Hmm, hmm... Entschuldige, Eric, aber ist es nicht ein wenig albern zu so einem drastischen Mittel wie einem Boykottaufruf zu greifen, nur um ein paar zerplatzende Köpfe mehr zu sehen?
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