Blue Crush
Drama/Abenteuer, USA/Deutschland 2002, 104 Minuten, ab 6
Originaltitel: Blue Crush; Deutschlandstart: 07.08.2003 (UIP); Regie: John Stockwell; Produktion: Brian Grazer, Karen Kehela; Drehbuch: John Stockwell, Lizzy Weiss; Musik: Paul Haslinger; Kamera: David Hennings, Don King; Schnitt: Emma E. Hickox; Kostüme: Susan Matheson

mit Kate Bosworth (Anne Marie), Michelle Rodriguez (Eden), Matthew Davis (Matt), Sanoe Lake (Lena), Mika Boorem (Penny), Faizon Love (Leslie)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (UIP de)
Trailer (UIP de)

Ich will, dass Penny aufhört zu rauchen und aufs College geht. Ich will, ich will in der Lage sein die Telefonrechnung und die Miete pünktlich zu zahlen. Ich will, dass ein Mädchen auf der Titelseite des Surfmagazins abgebildet ich, und ich würde mich freuen, wenn ich es wär. Und ich will, dass meine Mum wieder nach Hause kommt. Und ich will unbedingt, unbedingt das Pipe Masters morgen gewinnen. Das will ich! - Dann tu's doch! - Anne Marie und Matt

Plot: Die Profisurferin Anne Marie (Kate Bosworth) bereitet sich mit Hilfe ihrer Freundin Eden (Michelle Resident Evil Rodriguez) auf Maui auf einen großen Wettkampf vor. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich als Putzfrau und Zimmermädchen in einem Luxushotel, während sie sich nebenbei noch um den schulischen Werdegang ihrer kleinen lernunwilligen Schwester Penny (Mika Boorem) kümmern muss. Als sie jedoch aus ihrem Job gefeuert wird, steht plötzlich alles auf dem Spiel. Da kommt ihr der Profi-Footballer Matt (Matthew Davis) gerade recht, der bei ihr Surfunterricht für sich und seine Freunde nehmen will.
Als Anne Marie sich dann aber durch ihr Bedürfnis nach Zuneigung und Unterstützung in Matt verliebt und dadurch ihr Training vernachlässigt, droht der so dringend benötigte Sieg beim Wettbewerb in weite Ferne zu rutschen. Doch dieser ist die einzige Chance auf eine besseres Leben, denn abgesehen von den weltbesten Titelblatt-Surfern sind auch die wichtigsten Talentscouts der Branche angereist. Anne Marie muss eine Entscheidung treffen, doch die Zeit wird immer knapper...

Kritik: John Top Gun Stockwells neuestes Werk ist leichtbekömmlichste Meterware: Und im Gegensatz zu seiner Hauptdarstellerin bewegt sich der Film dann auch nur in sehr seichten Gewässern: So wirkt das Drehbuch doch irgendwie sehr platt und man hat das Gefühl, hier hätte jemand einen Standard-Rahmen-Plot genommen, ihn mit einem Haufen Klischees, drei hübschen Mädels und jeder Menge Action vollgeklatscht. Dazu kommt, dass man der Handlung meist um eine gute Viertelstunde voraus ist und der Film auch sonst keinerlei Wendungen oder sonstige Überraschungen zu bieten hat.
Wie in jedem Film, wo der/die ProtagonistIn auf einen Wettkampf von großer Bedeutung zusteuert, gibt es auch hier ein Problem, mit dem Anne Marie zu kämpfen hat und das sie dann auch erst am Ende überwinden kann.

Aber im Gegensatz zu z.B. Eminem in 8 Mile, dem man seine Rap-Hemmungen bis zum Schluss abnahm und über dessen Erfolg man sich dann auch mitfreuen konnte, ist das hier einfach nur schlecht gemacht: Durch einen Unfall am Riff, bei dem sie beinahe ertrunken wäre, ist A-M derartig gehemmt, dass sie vor jeder guten Welle Angst hat und so mit diesen auch ihre Chancen verpasst. Das ist allerdings nur bedingt nachvollziehbar, da das Trauma nicht wirklich ausgeleuchtet, sondern nur mehrmal kurz angeschnitten wird. Aber nach der siebten verpassten Welle denkt man sich dann auch unweigerlich 'Also, Mädchen: Entweder du nimmst diese Welle jetzt, oder du lässt es bleiben, aber tu was!'.
Stattdessen fällt Anne Marie dann in den siebten Himmel, was ja soweit noch okay ist. Aber wenn sie dann ihr Training sausen lässt, ist das nicht mehr nachvollziehbar und nur noch klischeehaft. Aber dafür darf Michelle Rodriguez sie ja auch zu Ordnung rufen. Mit der Rolle der Aufpasserin ist sie allerdings völlig unterfordert. Das sie da mehr draufhat, haben wir ja bereits gesehen. Matthew Davis scheint nur wegen seiner auffallenden Ähnlichkeit zu Freddie Hals über Kopf Prinze Jr. gecastet worden zu sein. Nur konnte man sich den wahrscheinlich nicht leisten.
Der abschließende Surfwettbewerb verläuft dann auch wie erwartet, allerdings viel zu kitschig und unglaubwürdig. Wäre vielleicht noch spannender gewesen, wenn man ein oder zwei der verpassten Wellen im Mittelteil gestrichen hätte...
Letztendlich ist Blue Crush ein Film, der kaum ein Klischee auslässt und der in einigen Szenen so übertrieben aufgesetzt wirkt, wie die Sex-Sprüche in Charlies Angels 2. (Man denke nur an Matts Telefonat mit seiner Cousine, die Toilettenszene mit den lästernden Girlies oder die Diskussion zwischen Anne Marie und Matt im Wasser.) Dennoch: Ganz oder nur schlecht ist der Film nun auch nicht und wird mindestens für Surffans immer noch was zu bieten haben.

Fazit: Für die schönen Wasseraufnahmen, den hämmernden Sound der Wellen, den Soundtrack und die süße und überzeugende Hauptdarstellerin, durch die man dem Film dann doch noch ein gewisses Maß an Unterhaltung zugestehen muss, gibt's jeweils einen Punkt. - Ansonsten schlägt dieser Film keine hohen Wellen. Also 4 von 10 zerbrochenen Surfbrettern

Nikolas Mimkes
06.08.2003

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353 Stimmen
Schnitt: 5
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Leser-Kommentare:
haha (27.11.06): was soll denn diese bewertung? dieser film zaehlt zu den highlights der surferfilme. Die darstellerinnen sind absolut ueberzeugend und die surfszenen sind klasse. das gibt eine glatte 8 dafuer.
Sophie (19.04.04): Also ich find den Film eigentlich gar nicht schlecht! Kate B. ist auch ne tolle Schauspielerin und bei ihrem Body wurd ich glatt neidisch. Auch hab ich mich nach dem Film gleich in ner Surfschule angemeldet!
Wunne (12.08.03): Hm... also eigentlich kein schlechter Film. Auch wenn der Plot eine völlig konstruierte Lovestory enthält und einige allzu durchsichtige unlogische Elemente holt die Bildergewalt der Brandung einiges wieder raus. Schöner Sommerfilm 7 von 10 fette Footballspieler, die Präservative liegenlassen
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