Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht!
Action/Komödie, USA 2004, 98 Minuten, ab 12
Originaltitel: The Whole Ten Yards; Deutschlandstart: 09.09.2004 (Concorde); Regie: Howard Deutch; Produktion: David Willis, David Bergstein, Stephen J. Eads u.a.; Drehbuch: Mitchell Kapner, George Gallo; Musik: John Debney; Kamera: Neil Roach; Schnitt: Seth Flaum

mit Bruce Willis (Jimmy), Matthew Perry (Oz), Amanda Peet (Jill), Kevin Pollak (Lazlo), Natasha Henstridge (Cynthia), Frank Collison (Strabo), Johnny Messner (Zevo), Silas Weir Mitchell (Yermo), Tasha Smith (Julie), Elisa Gallay (Anya), Tallulah Belle Willis (Buttercup Scout), Johnny Williams (Vito)

Filmplakat
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Offizielle Website (Warner Bros.)
Trailer (Concorde )
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Der Zahnarzt Oz Oseranski (Matthew Perry). Jimmy Tudeski (Bruce Willis) mit seiner Frau Jill (Amanda Peet). Gangsterboss Lazlo Gogolak (Kevin Pollak, Mitte). Jimmy "Die Tulpe" Tudeski (Bruce Willis).

Ich dachte, ich hätte 'nen Auftragskiller geheiratet und nicht 'ne kleine Hausfrau! - Hey! Ich bin verkleidet, okay? - Ja, aber deine Verkleidung ist dämlich! - Ehestreit bei Jill und Jimmy "die Tulpe"

Plot: Drei Jahre sind vergangen, seit Nicholas „Oz“ Oseransky (Matthew Perry) durch seinen neuen Nachbar Jimmy „die Tulpe“ (Bruce Willis) unvermittelt zwischen sämtliche Killerfronten geriet und dabei erst dessen Nerven und am Ende ihn selbst tötete. - Zumindest offiziell.
Nun leben beide in relativem Frieden weit voneinander entfernt und genießen ihr Leben;
würde Oz nicht in ständiger paranoider Angst schweben, irgendwelche Killer könnten in sein trautes Heim eindringen. Ganz zum Missfallen seiner Frau Cynthia (Natasha Henstridge), die das mit lauter Hightech und Waffen ausgerüstete Haus und ihren übernervösen Mann ein wenig leid ist, zumal sich gerade Nachwuchs angekündigt hat.
Auf der anderen Seite kriselt es ein wenig zwischen Jimmy und seiner neuen Flamme Jill (Amanda Peet), die seinen Wandel vom Profikiller zum perfekten Hausmann nicht mehr normal findet.
Und dann bekommt Oz eines Abends unerwarteten Besuch vom frisch aus dem Staatsurlaub entlassenen Gangsterboss Lazlo (Kevin Pollack), der ihm nicht nur eröffnet, dass Cynthia vorübergehend seine Gastfreundschaft genießt, sondern auch, dass er nur zu gut über Jimmys neues Leben und die gefälschten Zahnarztunterlagen Bescheid weiß.
Zwar gelingt es Oz zu fliehen, aber kurze Zeit später muss er sich die Frage stellen, was schlimmer ist: Vor ein paar wirklich bösen Killern wegzulaufen oder zu einem in seiner Ruhe gestörten und deshalb stinksauren Killer hinzulaufen.
Am Ende hat Oz aber nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Rosen für Cynthias Grab oder Tulpen für sich selbst...

Kritik: Wenn von einem erfolgreichen ersten Teil eine Fortsetzung gedreht wird, endet das meist in einem halbherzigen größer-schneller-besser Versuch, mit weniger Story, aber mehr Produktionsaufwand die Kinokassen ein weiteres Mal zum Klingeln zu bringen.
Ab und zu gelingt das auch, siehe Matrix - Reloaded, manchmal geht das aber auch voll in die Hose, siehe 2 Fast 2 Furious.
Keine halben Sachen - Jetzt erst recht bewegt sich irgendwo dazwischen: Zum Einen kann es Teil zwei an Witz und Stimmigkeit der Gesamtkonstellation nicht (ganz) mit dem Original aufnehmen, da sich ein paar Gags einfach zu sehr verbraucht haben, zum Anderen sind den Machern ein paar (fast) ausgleichend-originelle neue Ideen gekommen.
„The Bruce“ zeigt einmal mehr, dass er als Hollywood-Star noch nicht ausgedient hat, denn schauspielerisch hat er einiges mehr drauf als seine Action-Ablösungen Vin Diesel (Riddick) und The Rock (The Scorpion King).
Matthew Perry dreht als einmal mehr orientierungslos zwischen alle Fronten geratener nervenschwacher Zahnarzt auf und kann damit sogar noch weiterhin einige Lacher provozieren.
Amanda Peet und Natasha Henstridge dürfen zwar auch im zweiten Teil mehr als nur hübsch aussehen, wirklich Platz für schauspielerische Leistungen wurde ihnen dennoch nicht eingeräumt. Aber gut, für eine Komödie diesen Kalibers reicht’s allemal.
Ein Besetzungsclou wurde allerdings mit Kevin Pollack gelandet, der in Teil 1 als Gangsterboss Janni Gogolak erschossen wurde und hier in kaum wiederzuerkennender Maske seinen Vater spielt.
Ansonsten gilt, was für die meisten Hollywood-Komödien gilt: Der Film schwankt hin- und her zwischen Höhen und Tiefen; manches ist gelungen, manches weniger.

Fazit: Kein Volltreffer wie Teil 1, aber für einen Aufguss dennoch nicht schlecht. Für einen amüsanten Kinoabend reicht’s aber allemal, vorausgesetzt, man hat das Original gesehen, da sonst einige Verständnisprobleme auftreten dürften. 6 von 10 Ohrfeigen.

Nikolas Mimkes
02.09.2004

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41 Stimmen
Schnitt: 4.7
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Leser-Kommentare:
Brand (26.05.05): Tja, ich bin bei dem Film eingeschlafen. Ich geb zu, ich war müde, aber der Film hat's einem auch leichtgemacht. Die deutsche Synchro war diesmal schlechter und hat damit einige Gags allein durch falsche Betonung versaut. Alle Ideen, die den ersten Film gut gemacht haben, wurden hier so überzogen, daß die Fortsetzung eine reine Farce wurde. Also, erster Film: hui, 2. Film: pfui. 3 von 10 Punkten.
Hanna (13.11.04): Ich finde den Film nicht so schlecht. Es hätte etwas witziger gemacht werden können aber ist trotzdem einen Kinobesuch wert. Ich vergebe 6 von 10 Punkten
Sebastian (09.09.04): Ich finde Keine halben Sachen 2 eher schlecht als recht!
Den ersten Teil fand ich schon nicht so toll, aber, im Gegensatz zum zweiten Teil, noch durchaus gelungen und amüsant!
Beim zweiten Teil kommen dann auf einen Super-Gag mindestens drei Gags, die entweder selten doof sind oder, zumindest in meinen Augen, völlig wirkungslos verpuffen! Dann gingen mir noch der Mafiosi-Vater (Kevin Pollack) sowie der weinerliche Bruce Willis fast den ganzen Film auf den Geist! Selbst die Trotteleinlagen von Matthew Perry waren dieses Mal eindeutig zu viel. Aber an ihm konnte ich mich wenigstens noch erfreuen.
Fazit: Ein überflüssiger Film, bei dem es auch eine DVD-Premiere getan hätte. Allerdings sehe ich 1.) die ganzen mitspielenden Schauspieler im Prinzip ja gerne, 2.) gibt es weitaus schlechtere Filme und 3.) habe ich auch ein paar (wenige) Male herzhaft gelacht. Also gibt es gerade noch 4 von 10 originellen Mobiles!

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