Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein
Komödie, USA 2003, 95 Minuten, ab -
Originaltitel: Uptown Girls; Deutschlandstart: 19.02.2004 (20th Century Fox); Regie: Boaz Yakin; Produktion: Joseph M. Caracciolo Jr., Allison Jacobs, John Penotti; Buch: Allison Jacobs, Julia Dahl; Musik: Lesley Barber, Joel McNeely; Kamera: Michael Ballhaus; Kostüme: Sarah Edwards

mit Brittany Murphy (Molly Gunn), Dakota Fanning (Lorraine "Ray" Schleine), Marley Shelton (Ingrid), Donald Faison (Huey), Jesse Spencer (Neal), Austin Pendleton (Mr. McConkey), Heather Locklear (Roma Schleine)

Filmplakat
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Offizielle Homepage (20th Century Fox )
Trailer (20th Century Fox )
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Molly (Brittany Murphy) vermasselt ihren ersten Job als Verkäuferin. Ray (Dakota Fanning) hat einen Auftritt mit ihrer Ballettschule. Molly (Brittany Murphy) und Neal (Jesse Spencer). Ray mit ihrer Mutter (Heather Locklear) vor einem Ballettauftritt.

Molly, konzentrier dich! Nur einen Augenblick. Dein Gas ist abgestellt worden - und dein Strom auch. Wer bezahlt deine Rechnungen? - Bob. - Was für ein Bob? - Keine Ahnung, ein Freund meiner Eltern. Bob eben. - Molly wird von ihrer Freundin Ingrid auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Plot: Molly Gunn (Brittany Murphy), 22jährige Tochter einer verstorbenen Rocklegende, wird urplötzlich und äußerst unsanft aus ihrem Prinzesschenleben aufgeweckt, als sie erfahren muss, dass ihr Manager mit ihrem Geld verschwunden ist und sie nun mittellos dasteht.
Dummerweise hat Molly bisher ein selbstverwöhntes Larifari-Leben geführt und nur aus dem Vermächtnis ihres Vaters gelebt. Und so bricht mit einem Mal die harte, grausame Realität über sie hinein, mit der sie verständlicherweise erstmal gar nicht klar kommt. Nur ihren beiden Freunden Ingrid (Marley Shelton) und Huey (Donald Faison) ist es zu verdanken, dass sie nicht auf der Straße sitzt.
Da ihr in Hinblick auf den Lebensunterhalt nichts anderes übrig bleibt, als einen Job anzunehmen, wird sie kurzerhand das Kindermädchen der Musikproduzententochter Lorraine "Ray" Schleine (Dakota Fanning). Doch dies ist wahrlich kein einfacher Job, denn Ray passt sich so gar nicht in das typische Bild einer 8jährigen ein. Im Gegenteil: Ray ist Sauberkeitsfanatikerin, Balletttänzerin, selbstorganisiert, gefühlskalt und überhaupt nicht verspielt.
Doch Molly merkt schnell, dass ihr Benehmen nur die harte Schale eines verletzlichen Kindes ist, das von seiner Mutter ständig ignoriert wird. Und so lernt Molly langsam aber sicher, was es bedeutet, erwachsen zu sein, während sie Ray beibringt, ein Kind zu sein...

Kritik: Boaz Yakin hat ein Händchen dafür, nur so halb interessante Themen mit gekonnten Kniffen aufzupeppeln: From Dusk till Dawn 2 - Texas Blood Money, der abgesehen vom Namen nicht sonderlich viel mit dem ersten Teil zu tun hatte und eigentlich nur ein mittelmäßiger Film zum Thema "Was passiert wohl, wenn Vampire eine Bank überfallen" war, garnierte er mit einigen eindrucksvollen Kameraperspektiven.
Bei Uptown Girls sind es die beiden Hauptdarstellerinnen, die dem Film seine Stärke verleihen: Brittany Murphy (8 Mile, Sag kein Wort) und Dakota Fanning (Ich bin Sam, 24 Stunden Angst) liefern sich hier ein schauspielerisches Duell, bei dem Murphy ein weiteres Mal unter Beweis stellt, dass sie zu Hollywoods neuer Elite gehört, während Fanning eindrucksvoll zeigt, dass nicht nur Haley Joel Osment (The 6th Sense, A.I.) über Ausnahmetalent verfügt.
Was die Rahmengeschichte angeht, kann man nur sagen: Zuckersüße 08/15-Story, aber amüsant umgesetzt. Statt der altbekannten Geschichte der Prinzessin auf der Erbse sind es hier gleich zwei Prinzessinnen, die es aber beide nicht sein sollten.
Während Mollys Welt ein wenig übertrieben wirkt (da wäre weniger mehr gewesen), ist die von Ray durchweg glaubwürdig. Aber wo Drehbuch und Regie gewisse Schwächen aufweisen, da kommen die darstellerischen Leistungen ausgleichend zum Tragen.
Bemerkenswert und einfallsreich ist dann auch Michael Ballhaus' Kameraarbeit, der zuletzt Martin Scorseses Bandenkrieg Gangs of New York ins rechte Bild rückte.
Lediglich das Ende ist wie so oft mal wieder etwas dick aufgetragen. Aber mein Gott: Zuckersüß bleibt halt zuckersüß! Und mehr als ein Märchen soll es ja schließlich auch nicht sein.

Fazit: Großartige Schauspielerinnen in zuckersüß-kitschiger Story mit leichtem "Naja...-Effekt". Für Kinder klasse, für alle anderen kein Fehler aber auch kein Muss. 7 von 10 sich drehenden großen Kaffeetassen

Nikolas Mimkes
14.12.2003

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