Owning Mahowny
Thriller, Kanada/USA/Großbritannien 2003, 105 Minuten, ab -
Originaltitel: Owning Mahowny; Deutschlandstart: 07.10.2004 (Real Fiction); Regie: Richard Kwietniowski; Produktion: Laurent und Michèle Pétin; Drehbuch: Maurice Chauvet nach der Vorlage von Gary Stephen Ross; Musik: Richard Grassby-Lewis; Kamera: Oliver Curtis; Schnitt: Mike Munn

mit Philip Seymour Hoffman (Dan Mahowny), Minnie Driver (Belinda), John Hurt (Victor Foss), Maury Chaykin (Frank Perlin), Ian Tracey (Det. Ben Lock), Sonja Smits (Dana Selkirk), Chris Collins (Bernie), Jason Blicker (Dave Quinson), Vince Corazza (Doug), Roger Dunn (Bill Gooden), Eric Fink (Psychologe), Mike 'Nug' Nahrgang (Parkgehilfe)

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Plot: Dan Mahowny (Philipp Semour Hoffman) ist kanadischer Bankangestellter mit Spielleidenschaft. Doch wo das Glücksspiel für die einen nur ein Spiel und für andere eine Gewohnheit ist, gehört Mahowny zu den Besessenen. Jedoch unterscheidet ihn eine Kleinigkeit von allen anderen krankhaften Spielern:
Er hat über seine Position in der Bank Zugang zu Millionen.
Zunächst lässt er sich nur geringfügig zur Veruntreuung des ihm anvertrauten Geldes hinreißen, doch dann wird seine Obsession immer stärker.
Hin- und hergerissen zwischen dem Spielermekka Las Vegas und Atlanta City wird der Casino-Chef Victor Foss (John Hurt) auf ihn aufmerksam, der fortan alles dransetzt, um ihn an sein Casino zu binden.
Während sich Mahowny immer weiter in den Strudel seiner Gewinnsucht begibt und dabei von dem Gedanken überzeugt ist, in dem scheinbar auf Glück basierenden Spiel ein durchschaubares System zu entdecken, zieht sich in der Bank die Schlinge immer weiter um ihn zu. Denn dort kommt man seinem Trickbetrug langsam aber sicher auf die Schliche. Doch so kurz vor seinem Ziel kann Mahowny nicht aufgeben...

Kritik: Owning Mahowny basiert auf der wahren Geschichte des größten Ein-Mann-Bank-Betruges in der Geschichte Kanadas.
Brillant verkörpert wird Mahowny von Philipp Seymour Hoffman, der ähnlich wie Viggo Mortensen (Aragorn in Der Herr der Ringe) in Hollywood dem Fluch des ewigen Nebendarstellers erlegen ist. Das „brillant“ könnte man im Prinzip auch weglassen, denn egal, was Hoffman auch spielt, er ist einfach immer klasse, was er zuletzt in 25 Stunden und Cold Mountain unter Beweis stellte. Und ob er nun einen Priester mit zölibatären Problemen oder einen verklemmt-besessenen Bankangestellten spielt, die Rollen wirken ihm stets wie auf den Leib geschneidert.

Allerdings verhält es sich mit diesem Film ähnlich wie mit Monster: Der Film selbst hat Schwierigkeiten, mit der Leistung seines Hauptdarstellers mitzuhalten.
Mahowny gegenüber steht Victor Foss, ein eiskalter, unerbittlicher Geschäftsmann, der von dem manischen Spieler ebenso besessen ist wie der von seiner Spielleidenschaft. Ihm verleiht John Hurt unangenehme Tiefe, der als erstes Opfer in Alien „unsterblich“ wurde und zuletzt als alternder Professor Bruttenholm in Hellboy zu sehen war.
In einer Nebenrolle sticht auch Chris Collins als Casino-Angestellter Bernie hervor. Per Zufall macht er Mahownys Bekanntschaft und gewinnt dessen Sympathie, woraufhin er im Zuge von Foss’ Profitgier zu dessen persönlichen Assistenten gemacht wird. Während Mahowny die tragische Figur darstellt, entwickelt er sich aber zum einzigen wirklichen Sympathieträger des Films, da er sich nicht korrumpieren lässt und versucht, Mahowny vor seinem Schicksal zu bewahren.
Einzig und allein Minnie Driver (Good Will Hunting) verblasst gänzlich in ihrer Rolle als Mahownys Freundin. Wo Kolleginnen wie Cameron Diaz in Being John Malkovich und natürlich Chalize Theron in Monster erfolgreich Mut zu Hässlichkeit bewiesen, geht Driver einfach nur unter. In einem Film, der fast ausschließlich seinen Hauptdarsteller fokussiert, füllt sie nur eine beinahe unbedeutende Nebenrolle und ist dabei in ihrer Maske kaum noch wiederzuerkennen. In Hinblick auf den Oscar ist das ja manchmal ganz zweckdienlich, aber in diesem Fall hat sie sich ganz klar den falschen Film dafür ausgesucht, wenn man davon absieht, dass sie auch ihr schauspielerisches Potential gar nicht entfalten kann.

Fazit: Für alle "Philipp Seymour Hoffman"–Fans ein Muss, denn der zeigt ein weiteres Mal, dass er wirklich alles spielen kann. Für alle anderen sicher immer noch ein interessanter Film, aber mehr auch nicht. 6 von 10 finanziellen Problemen.

Nikolas Mimkes
26.08.2004

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